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Hochschule Bochum mit Transferkonzept „THALES“ erfolgreich

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Als „Innovative Hochschule“ den Wandel zu einer nachhaltigen
Metropolregion mitgestalten

Seit mehr als zehn Jahren versteht sich die Hochschule Bochum der
Nachhaltigkeit verpflichtet. Dafür hat sie ihre Forschung und Entwicklung
immer weiter am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Als
Hochschule für Angewandte Wissenschaften möchte sie durch den Wissens- und
Technologietransfer einen aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der
Hochschule und unserer Gesellschaft leisten. Dabei möchte sie besonders in
der Metropole Ruhr wirken, die sich als Standort energie- und
ressourcenintensiver Industrien zahlreichen Herausforderungen bei der
Gestaltung einer lebenswerten Region gegenübersieht.

Gefördert wird die Hochschule Bochum dabei zukünftig von der Bund-Länder-
Initiative „Innovative Hochschule“. Sie unterstützt ab 2023 für fünf Jahre
das Projekt „Transfer Hub for the Advancement, Livability and Efficacy of
Sustainability Transformation– THALES“ (Transferzentrum für die
Weiterentwicklung, Lebensqualität und Wirksamkeit von
Nachhaltigkeitstransformationen). Die genaue Fördersumme wird in den
kommenden Monaten mit dem Projektträger verhandelt.

Diese Förderentscheidung, mit der die Hochschule Bochum nach dem FH-
Impuls-Projekt „ruhrvalley“ bereits zum zweiten Mal aus Bundesmitteln (90
Prozent des Etats von „Innovative Hochschule“ stellt das BMBF, 10 Prozent
tragen die Länder bei) in ihren Aktivitäten unterstützt wird, sieht die
HAW einerseits als Auszeichnung für ihr Engagement in Sachen
Nachhaltigkeit und andererseits als wichtige Investition in ihre Zukunft
und die der Region.

Der Kern des Vorhabens sind der Aufbau eines Transferzentrums an der
Hochschule mit einer durchdachten Dienstleistungs- und Managementstruktur,
der Aus- und Aufbau strategischer Partnerschaften mit Multiplikator*innen
der Metropole Ruhr zu einem regionalen Transfernetzwerk
(Transformationsallianz) für Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung von neun
konkreten Transferprojekten in den Transformationsfeldern „Resilienz,
Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie
„Produzieren, Planen, Bauen“. Die Transferprojekte orientieren sich am
Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und den Sustainable Development
Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, mit Fokus auf die
Transformationsfelder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Nachhaltige/r
Konsum und Produktion“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“.

„Innovative Hochschule“ ist eine Bund-Länder-Initiative zur Förderung des
forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers. „Unsere
Hochschulen für Angewandte Wissenschaft und Fachhochschulen sowie die
kleinen und mittleren Universitäten sind mit ihrer Verankerung in der
Region Innovationsmotoren für unser Land“, verdeutlichte Bettina Stark-
Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Vorsitzende der
Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) anlässlich der
Förderentscheidungen. „Mit der Förderinitiative ‚Innovative Hochschule‘
unterstützen wir ihre Stärken ganz gezielt“, denn sie seien Strategiegeber
im regionalen Innovationssystem.

Beschlossen wurde die Initiative von den Regierungschefinnen und -chefs
von Bund und Ländern im Jahr 2016. Sie soll insbesondere Hochschulen für
Angewandte Wissenschaften sowie kleine und mittlere Universitäten darin
unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation zu
profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen und überregionalen
Innovationssystem zu stärken. Insgesamt stellen Bund und Länder für die
zweite Förderrunde bis zu 285 Millionen Euro zur Verfügung. Die
Fördermittel werden zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom
Bundesland der jeweiligen Hochschule getragen.

Über alle neu eingereichten Anträge ist nun in einem gemeinsamen
wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren entschieden worden. Unter den
165 antragstellenden Hochschulen befanden sich 110 Fachhochschulen, 42
Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13 Kunst- und
Musikhochschulen. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden
durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich
sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch
bisher nicht geförderte Hochschulen beteiligen. Es wurden insgesamt 55
Hochschulen ausgezeichnet, neun davon in Nordrhein-Westfalen. Neben der
Hochschule Bochum sind dies die Fachhochschule Bielefeld, die Hochschule
Rhein-Waal, die Folkwang Universität der Künste in Essen, die
Fachhochschule Südwestfalen in Kooperation mit der Hochschule Hamm-
Lippstadt, die Technische Hochschule Köln, die Technische Hochschule
Ostwestfalen-Lippe sowie die Universität Siegen.