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Sieben Fragen für die G7: Neuer Superforecasting-Bericht analysiert Risiken der Klimakrise für Frieden und Sicherheit

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Welche Risiken für Frieden und Sicherheit bringen die sich verschärfenden
Auswirkungen der Klimakrise mit sich? Ein neuer Bericht analysiert sieben
zentrale Fragen für das kommende Jahrzehnt mithilfe der Methode des
„Superforecasting“, die solche Konsequenzen durch die besten bekannten
Prognostiker abschätzt. Diese Fragen zu den Krisen der Zukunft spielen
auch beim Treffen der Außenminister der G7-Staaten eine wichtige Rolle, wo
neben aktuellen Krisen wie dem Krieg in der Ukraine auch strategische
Vorausschau und Klimawandel eine Rolle spielen.

Berlin, 12. Mai 2022. Die im Rahmen der Weathering Risk-Initiative vom
Berliner Thinktank adelphi veröffentlichte Studie „Seven questions for the
G7. Superforecasting climate-fragility risks for the coming decade“
[“Sieben Fragen für die G7. Prognosen von Klimafragilitätsrisiken für das
kommende Jahrzehnt“] stellt zentrale Fragen für das kommende Jahrzehnt an
die weltweit führenden „Superforecaster“ von Good Judgment. Diese haben
bereits Hunderte falsifizierbarer Vorhersagen zu geopolitischen
Entwicklungen getroffen, welche sich als besonders akkurat erwiesen haben
– nicht zuletzt auch deutlich akkurater als konkurrierende Teams aus
Nachrichtendiensten. Um die Unwägbarkeiten von Geopolitik im Zeichen der
Klimakrise in greif- und messbarere Herausforderungen zu verwandeln,
befasst sich die Studie mit sieben Schlüsselfragen, die auch die G7
beschäftigen. Dazu zählen:
- Wie und wo wird die Klimakrise die Instabilität in fragilen Regionen der
Welt verstärken?
- Inwieweit und wo werden steigende Lebensmittelpreise Instabilität in
fragilen Regionen verschärfen?
- Wo wird Konkurrenz um Wasser Sicherheitsrisiken erhöhen?

Vorausschauende und angemessene Antworten auf diese Fragen sollen die
Risiken, die die Klimakrise für die geopolitische Stabilität darstellt,
signifikant mindern. Lucas Destrijcker, einer der Hauptautoren des
Berichts und Berater bei adelphi, sagt: "Die Zuspitzung der
Klimawandelfolgen in den letzten Jahren zeigt uns, dass die Vergangenheit
kein verlässlicher Indikator für die Zukunft ist. Die Zusammenarbeit mit
erfahrenen Superforecastern ermöglicht es uns, in die Zukunft zu blicken
und der G7 Empfehlungen zu geben, wie einige der schlimmsten Folgen
abgewendet werden können".

Den Prognosen zufolge wird der Klimawandel in den nächsten zehn Jahren
erheblich zur weltweiten Instabilität beitragen, insbesondere in bereits
instabilen Regionen der Erde. So wird der Klimawandel etwa zu massiver
unfreiwilliger Migration in Zentral- und Ostafrika beitragen. Die Experten
warnen auch vor zunehmender Fragilität in Megastädten ärmerer Länder und
signifikanten Risiken bewaffneter Konflikte um Wassernutzung. Sie sagen
auch vorher, dass die Klimapolitik des kommenden Jahrzehnts dem Bedarf
nicht gerecht werden wird.

Diese Konsequenzen sind allerdings nicht unvermeidlich, und der Bericht
zeigt Wege auf, wie die G7 handeln könnte, um das Schlimmste zu
verhindern. Janani Vivekananda, Koautorin und Leiterin des Programms
Klimadiplomatie und Sicherheit bei adelphi, sagt: "Obwohl die Ergebnisse
eindeutig nichts Gutes verheißen, zeigt der Bericht den G7-Staaten auch
Maßnahmen auf, die sie jetzt ergreifen können und die sie in jedem Fall
nicht bereuen werden."

Benjamin Pohl, ebenfalls Koautor und Leiter des Programms Klimadiplomatie
und Sicherheit bei adelphi, unterstreicht: „Mit Blick auf diese Risiken
sind die Kosten von Untätigkeit viel höher als die Kosten des Handelns.
Die internationale Gemeinschaft kann und muss mehr tun, um sowohl die
Klimakrise selbst als auch ihre negativen Folgen für sozio-ökonomische und
politische Stabilität abzufedern. Und die G7 sollten in dieser Hinsicht
ihrer Führungsrolle gerecht werden.”

Zum Bericht Seven questions for the G7. Superforecasting climate-fragility
risks for the coming decade: https://adelph.it/WeatheringRiskG7Questions