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Plattenbau, Stadterneuerung und Bauten der Staatssicherheit: 17. Werkstattgespräch zur DDR-Planungsgeschichte 19./20.5.

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Alle zwei Jahre veranstaltet der Forschungsschwerpunkt „Archiv und
Zeitgeschichte“ – vormals die Historische Forschungsstelle – des Leibniz-
Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) das Werkstattgespräch zur
DDR-Planungsgeschichte: eine Konferenz zur stadt- und planungshistorischen
Forschung, an der neben Forschenden auch geschichtswissenschaftlich
engagierte Privatpersonen und Zeitzeugen teilnehmen. Am 19. und 20. Mai
2022 wird das 17. Werkstattgespräch stattfinden, erstmals als
Hybridveranstaltung. Im Zentrum des Programms stehen der Plattenbau und
spezielle Bautypologien wie etwa Sportstätten und Bauten der DDR-
Staatssicherheit.

Vor 30 Jahren ging das heutige Leibniz-Institut für Raumbezogene
Sozialforschung (IRS) aus dem Nachlass des Instituts für Städtebau und
Architektur der Bauakademie der DDR hervor. Die Werkstattgespräche zur
Bau- und Planungsgeschichte der DDR sind beinahe genau so lang ein Forum
zur Diskussion neuer Forschungsergebnisse zwischen jüngeren und
etablierten Forschenden verschiedener Disziplinen sowie Zeitzeuginnen und
Zeitzeugen.

Das Programm des 17. Werkstattgesprächs spiegelt die diversen
Planungsansätze und -methoden der international geführten Forschungen zur
Architektur- und Städtebaugeschichte der DDR wider. Im Fokus stehen als
klassische Themen unter anderem die „Platte“ sowie spezielle Bautypologien
wie Sportstätten, Bauten der Staatssicherheit sowie das Schauspielhaus im
ehemaligen Karl-Marx-Stadt. Ein Schwerpunkt dieses Werkstattgesprächs
bilden Analysen zu Strategien des Umgangs mit historischen Stadtzentren.
Hier erwarten die Teilnehmenden Vorträge zu einem Modellversuch in Halle,
der behutsamen Stadterneuerung in Leipzig sowie der Vernetzung ost- und
westdeutscher Städte zur Lösung von Altstadtproblemen vor und nach der
Wende. Die Rezeption der DDR-Architektur in Ausstellung und Bilddokumenten
wird in einer Sektion zur Visual History betrachtet.

Beinahe zur Tradition der Werkstattgespräche gehören die Themen
Denkmalpflege und biografische Zugriffe mit Vorträgen zum Umgang mit
Kirchen und zu den verantwortlichen Akteuren der Berliner Denkmalpflege
sowie zu Richard Paulicks Tätigkeiten in Shanghai und den
Architekturtheoretikern Bruno Flierl und Wolfgang Kil. Die Konferenz wird
abgeschlossen durch verschiedene Blicke auf den größeren Maßstab der
Stadt- sowie Territorialplanung.

Während das letzte Werkstattgespräch im Januar 2020 noch gerade so vor der
Pandemie in gewohntem Rahmen stattfinden konnte, wird das 17.
Werkstattgespräch aufgrund der Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren als
Hybridveranstaltung geplant: Alle Vorträge können ausschließlich digital
verfolgt und diskutiert werden, während im IRS live und physisch aus
Gründen der gültigen Pandemievorschriften nur das Organisationsteam,
Referentinnen und Referenten sowie einige wenige Zeitzeugen anwesend sein
können.

Die Teilnahme ist kostenlos. Journalisten können sich regulär einwählen.
Für Fragen zur Veranstaltung steht Harald Engler (Kontakt unten) gerne zur
Verfügung. Gespräche mit den Vortragenden und teilnehmenden Fachleuten
während oder nach der Veranstaltung können wir gerne vermitteln.