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Institut für innovatives Bauen und Projektmanagement entwickelt nachhaltige Lösungen für die Bauwirtschaft

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Ob im Koalitionsvertrag der Bundesregierung oder mit der Gründung des
Neuen Europäischen Bauhauses: Die Politik stellt klare Anforderungen an
das Bauen von Morgen, das nachhaltiger werden, Ressourcen schonen und das
Klima schützen soll. Dekarbonisierung, also die Reduktion von CO2 in
Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken, lautet das oberste Gebot. Dafür
kann die Digitalisierung eine Querschnittskompetenz darstellen: Um das
Planen und Bauen zukunftsfähig zu gestalten, bedarf es der Vernetzung der
am Bau Beteiligten, von Geräten und Bauteilen. Auch die Vorfertigung von
Elementen mit klimafreundlichen Baustoffen steht ganz in diesem Zeichen.

An der Hochschule Biberach (HBC) legt die Fakultät Bauingenieurwesen und
Projektmanagement hier einen Schwerpunkt und sucht in der
interdisziplinären Zusammenarbeit neue Lösungen. Einer der Experten ist
Dr.-Ing. Hannes Schwarzwälder, Professor für Digitalisierung im Bauwesen.
Gemeinsam mit Kollegen hat er nun das Institut für innovatives Bauen und
Projektmanagement (IBP) gegründet und dessen Leitung zum Sommersemester
übernommen.

Übergeordnete Aufgabe des IBP ist das experimentelle Erforschen neuartiger
Verfahren, neben der Dekarbonisierung geht es u.a. um die Steigerung der
Produktivität. Hannes Schwarzwälder nennt Beispiele: „In der Zukunft muss
Wohn- und Arbeitsraum bezahlbar sein, damit die gesellschaftliche
Diversität sichergestellt ist“. Dafür sei es essenziell, die Prozesse zu
analysieren und anzupassen, etwa die Schnittstellen zwischen industrieller
Standardisierung und Individualisierung, die Reduktion von Abfällen bzw.
die Wiederverwendung von Materialien. Gleichzeitig nehme die Komplexität
von Produktion und Bauwerkserrichtung zu, so der wissenschaftliche Leiter
des IBP. Um hierfür Lösungen zu finden, steht das Institut auf fünf
Säulen, jeder beteiligte Kollege bringt sich mit anderen Kompetenzen ein
und erweitert das Spektrum: Nachhaltige Digitalisierung in Planung und
Bauausführung (Prof. Dr.-Ing. Hannes Schwarzwälder), neue Methoden des
Planens und Bauens (Prof. Dr. Marco Angermeier), Logistik auf Baustellen
und in Unternehmen der Wertschöpfungskette Bau (Prof. Dr.-Ing. Michael
Denzer), Infrastruktur und Mobilitätskonzepte (Prof. Dr. Ing. Florian
Schäfer), sowie Klimaschutzmanagement und Kreislaufwirtschaft (Prof. Dr.
Gotthold Balensiefen). „Die Kompetenzen sind da – im Institut wollen wir
sie stärker interdisziplinär vernetzen und in dieser Zusammenarbeit die
Bauwirtschaft gezielt voranzubringen“, so Schwarzwälder. Dabei ist er
sicher: „Die Lösungen liegen auf der Straße, wir müssen sie zusammenführen
und in die Anwendung bringen“.

Und auch das ist ein Anliegen der Hochschule Biberach: der Wissenstransfer
in die eigene Lehre – und die praktische Umsetzung in den Unternehmen und
Betrieben. „Die Fachkräfte von Morgen müssen in der Lage sein, die
Transformation der Branche zu begleiten – in der Planung ebenso wie auf
der Baustelle“, sagt Hannes Schwarzwälder. Deshalb sei die Vernetzung mit
regionalen Unternehmen, Verbänden, Kompetenzzentren und anderen Akteuren
so wichtig. Dass die Studierenden der HBC von dieser Herangehensweise
unmittelbar profitieren, ist für den Professor keine Frage: „Was wir an
neuen Erkenntnissen gewinnen, geben wir direkt über die Lehre an die
Studierenden weiter“.