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TUM Campus im Olympiapark offiziell eingeweiht

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Exakt vier Jahre nach der Grundsteinlegung wurde am Montag der neue TUM
Campus im Olympiapark offiziell eingeweiht. Hauptnutzer des Gebäudes und
der gesamten Anlage sind die Fakultät für Sport- und
Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) mit
rund 3.000 Studierenden sowie der Zentrale Hochschulsport München mit ca.
17.000 Sportaktiven aller Münchner Universitäten und Hochschulen pro
Semester.

Der Entwurf stammt von Dietrich | Untertrifaller Architekten aus Bregenz
(Österreich) und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten aus Zürich
(Schweiz). Neben Institutsgebäuden, Laboren, Bibliothek und Mensa für die
Sport- und Gesundheitswissenschaften sind auch Sporthallen entstanden. Der
Freistaat Bayern investiert dafür 168,5 Millionen Euro.

Ziel des 185 Meter langen und 153 Meter breiten Neubaus war es, die
ursprüngliche Komposition von Landschaft und Architektur im Norden des
1972 entstandenen Olympiaparks zu bewahren und fortzuschreiben. Für das
Gesamtgebiet von 34 Hektar wurde deshalb ein städtebauliches und
landschaftsplanerisches Konzept entwickelt, das den multifunktionalen
Anforderungen entspricht.

Das Gebäude wurde größtenteils aus Holz und Glas gefertigt. Ein besonderes
Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. Ein Highlight des Neubaus
ist das 18 Meter auskragende Vordach aus Holz, das sich auf der Westseite
des Gebäudes über die Außenterrasse und einen Teil der neu errichteten
Leichtathletikanlage zieht. Herzstück der neuen Anlage ist die sogenannte
„Rue intérieure“, die eine Verbindungsachse vom Haupteingang auf der
Ostseite bis zum Ausgang an der Westseite bildet und sämtliche
Gebäudeteile miteinander verbindet. Entlang dieser erhalten alle
Besucherinnen und Besucher einen transparenten Einblick in die
Sporthallen, Hörsäle und verglasten Seminarräume.

Im Rahmen eines offiziellen Festakts erfolgte nun die Schlüsselübergabe
des Neubaus durch Bauminister Christian Bernreiter an
Wissenschaftsminister Markus Blume sowie an TUM-Präsident Prof. Dr. Thomas
F. Hofmann.

Wissenschaftsminister Blume sagte bei der Einweihungsfeier: „So geht
Champions League: Der TUM Sportcampus im Olympiapark ist einer der
modernsten Standorte der Sport- und Gesundheitswissenschaften in Europa.
Die Verknüpfung beider Disziplinen in einer Uni-Einrichtung ist in
Deutschland einmalig. Die TUM macht vor, wie die wissenschaftliche
Begleitung von Leistungssport, Sportwissenschaft, Hochschulsport und
Gesundheitsprävention zusammen gehen. Eine Weichenstellung für die
Zukunft! Der Neubau bietet beste Rahmenbedingungen für Spitzenforschung
und -training.“

Bauminister Bernreiter betonte: „Ich bin begeistert von diesem Projekt.
Das ist eine tolle Anlage. Und die Besonderheit: Zu 80 Prozent besteht das
Gebäude aus Holz. Das ist sensationell. Holz ist ein nachhaltiger
Baustoff, der CO2 bindet. Wir gehen als Freistaat Bayern hier bei diesem
Bau mit gutem Beispiel voran."

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann erklärte: „Das Erbe der Olympischen
Spiele 1972 verpflichtet uns zu einem immerwährenden Aufbruch zu neuen
Horizonten. Und genau deshalb geben wir der Gesundheitsförderung und
Prävention an der Fakultät ein zukunftsfähiges Profil und führen sie in
den Wirkungsradius unserer Medizin mit ihren Kompetenzen in der
Präzisionsdiagnostik und der personalisierten Therapie. Dazu wird die
Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften gemeinsam mit der
Medizin ab Oktober 2023 die TUM School of Medicine and Health bilden. In
dieser Aufstellung wollen wir erforschen, wie wir durch Bewegungs- und
Ernährungskonzepte und personalisierte Interventionen die Gesundheit der
Menschen länger erhalten können. Ein bedeutsamer, wichtiger Schritt
angesichts der zunehmenden Herausforderungen unseres Gesundheitssystems.

Prof. Dr. Renate Oberhoffer-Fritz, Dekanin der Fakultät für Sport- und
Gesundheitswissenschaften sagte: „Der neue Campus lenkt durch seine
außergewöhnliche Architektur, sein lichtes Erscheinungsbild und seine
imposante Lage eingebettet ins Olympia-Ensemble die Aufmerksamkeit auf
eine moderne Fakultät, die Präventionsforschung im Kontext Bewegung für
Menschen sichtbar und begreifbar machen möchte. . Sie vermittelt dieses
Wissen unseren Botschafter_innen, nämlich den über 3.000 Studierenden der
Sport- und Gesundheitswissenschaften und den künftigen Sportlehrer_innen.“

Im Zuge der Einweihungsfeier wurde der große Hörsaal 1 des TUM Campus im
Olympiapark aus Dankbarkeit für das langjährige Mäzenatentum der BayWa
Stiftung an der Technischen Universität München von TUM-Präsident Hofmann
in „BayWa-Hörsaal“ benannt.

Der Neubau des TUM Campus im Olympiapark befindet sich derzeit im dritten
Bauabschnitt. Dabei werden die bestehenden Turnhallen abgebrochen und die
restlichen Bauteile inklusive der noch fehlenden Bürospangen und Innenhöfe
bis 2024 ergänzt.