PM Live aus dem Gartensaal: Hanna Engelmeier über "Obsoleszenz als ästhetisches Phänomen"
Dienstag, 7. Juni 2022, 18.00 Uhr
Online (Zoom) & Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal
Goethestraße 31, 45128 Essen
Obsoleszenz ist vielen vor allem als Phänomen der Konsumgesellschaft
bekannt: unnötig schnell kaputt gehende Ladekabel, zerrissene Strumpfhosen
oder kurzlebige Glühbirnen haben schon viele geärgert. Gleichfalls hat die
Technik- und Mediengeschichte die Obsoleszenz für sich als Thema entdeckt,
eignet es sich doch hervorragend, um historische Umbrüche in der
Erforschung von Kulturtechniken dingfest zu machen: Das Aufkommen von
neuen Medien macht schließlich diejenigen, die vorher da waren, zu alten
Medien.
Dieser Vortrag widmet sich nun der Frage, wie man Konzepte des Veraltens,
Verschleißens oder Überflüssigwerdens auf Objekte und Phänomene übertragen
kann, die immateriell vorliegen. Im Fokus steht dabei die Frage nach dem
(literarischen) Kanon. Kanones sind als Werkzeuge, die gegen das Vergessen
arbeiten, besonders geeignet, um Obsoleszenz vorzubeugen: Was hier
aufgenommen wird, soll nicht veralten. Wie kommt es dazu, dass
literarische Texte weiter- oder wiedergelesen werden, oder auf immer in
der Versenkung verschwinden? Ist es ein Fall echten Veraltens, oder
lediglich einer historisch und sozial bedingter Moden und Vorlieben? In
der Diskussion über diese Fragen werden zwei vergessene und dann
wiederentdeckte Autorinnen der späten 1920er und 30er Jahre einander
gegenüber gestellt: Juliane Karwarth und Gabriele Tergit.
REFERENTIN
Hanna Engelmeier, KWI
MODERATION
Stefan Höhne, KWI
ORGANISATION
Sabine Voßkamp, KWI Forschungsmanagement
TEILNAHME VIA ZOOM
Teilnahme online via ZOOM. Anmeldung bei Emily Beyer unter emily.beyer
@kwi-nrw.de mit dem Hinweis „Teilnahme via Zoom – 7.6.2022“ bis zum 3.
Juni 2022.
TEILNAHME IN PRÄSENZ
HINWEIS: Es stehen nur begrenzt Plätze für eine Teilnahme in Präsenz zur
Verfügung. Änderungen je nach pandemischer Lage vorbehalten. Für
Veranstaltungen im KWI gilt seit April 2022 die 3G-Regel: Nachweis über
den vollständigen Impfschutz oder einer Bescheinigung über eine
Immunisierung durch Genesung (die Erkrankung darf max. 3 Monate
zurückliegen) oder Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests (max.
Gültigkeit 24 Stunden) oder PCR-Tests (max. Gültigkeit 48 Stunden). Der
Zutritt ist nur vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet mit den
notwendigen Nachweisen gestattet.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir verpflichtet sind, die
entsprechenden Nachweise am Eingang zu kontrollieren. Die Nachweise müssen
am Einlass vorgelegt werden und werden 4 Wochen datenschutzkonform
aufbewahrt. Bitte denken Sie auch daran, einen Lichtbildausweis
mitzubringen. Eine Teilnahme in Präsenz ist nur nach schriftlicher
Anmeldung möglich. Ebenso ist mit Eintritt in das Gebäude das Tragen einer
medizinischen oder FFP2-Maske weiterhin verpflichtend.
ANMELDUNG: Bitte melden Sie sich bei Marion Fiekens unter marion.fiekens
@kwi-nrw.de mit dem Hinweis „Teilnahme in Präsenz – 7.6.2022“ bis zum 2.
Juni 2022 an. Ebenso müssen alle Teilnehmer*innen bis zum 2. Juni 2022
schriftlich ihre Kontaktdaten bei Marion Fiekens unter marion.fiekens@kwi-
nrw.de angeben. Auch diese Daten werden 4 Wochen datenschutzkonform
aufbewahrt.
VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
Über „Live aus dem Gartensaal“:
In den vergangenen Semestern haben wir in unseren Vortragsreihen
Kolleg*innen aus den Nachbaruniversitäten und aus den internationalen
Netzwerken des KWI „Carte Blanche“ gegeben und Einblicke in eine große
Bandbreite von kulturwissenschaftlichen Themen und Forschungsprojekten
gewonnen.
In diesem Sommersemester betreten nun unter dem Titel „Live aus dem
Gartensaal“ Kolleg*innen aus dem Haus die KWI-Bühne: Hanna Engelmeier und
Stefan Höhne berichten aus ihrer aktuellen Forschung, Martina Franzen
stellt ihr Projekt als Postdoc im „Rhine Ruhr Centre for Science
Communication Research“ vor. Wir freuen uns auf ihre Vorträge und neuen
Forschungsthemen!
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein
interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften
in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als
interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen
Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das
Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner
Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland
zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die
Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit
Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.
Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt:
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und
Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Lehr-Labor“.
Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich
Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte.
www.kulturwissenschaften.de
