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Algorithmen für Güterzugverkehr und Objekterkennung vor Windkraftanlagen

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Andreas Weiser und Neree Maurice Böhm, Absolventen der Frankfurt UAS, mit
Friedrich-Dessauer-Preis des VDE Rhein-Main ausgezeichnet

Zwei Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt
UAS) haben den Friedrich-Dessauer-Preis 2022 des VDE (Verband der
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) Rhein-Main erhalten.
Andreas Weiser, Absolvent des Master-Studiengangs Mechatronik und Robotik,
wurde für seine Abschlussarbeit über die Entwicklung und Implementierung
von Algorithmen für die digitale Abbildung des Güterzugverkehrs auf
Grundlage von Sensordaten individueller Güterwagen ausgezeichnet. Neree
Maurice Böhm, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Bauingenieurwesen,
erhält den Preis für seine Abschlussarbeit zur Objekterkennung des
Luftraums im Bereich von Windkraftanlagen mithilfe von neuronalen Netzen.

Der VDE Rhein-Main verleiht den mit insgesamt 1.500 Euro dotierten Preis
einmal pro Jahr für die besten Abschlussarbeiten an mehreren Hochschulen
in Hessen in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und
Informationstechnik. Damit sollen hervorragende Leistungen auf technisch-
wissenschaftlichem Gebiet anerkannt, der Nachwuchs motiviert und ein
Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieurinnen und
Ingenieuren und deren Arbeit gesetzt werden.

Im Zuge moderner Logistikkonzepte und der immer weiter zunehmenden
Vernetzung sehen sich Transportunternehmen wie die Deutsche Bahn mit
Kundenwünschen zur Verfolgung von Transportgütern in Echtzeit –
beispielsweise mittels Transponder – konfrontiert. In der Praxis zeigt
sich jedoch, dass die ermittelten Positionsdaten aufgrund
unterschiedlicher Faktoren fehlerhaft und vor allem unvollständig sein
können. In seiner bei der DB Cargo durchgeführten Master-Arbeit unternahm
Weiser den Versuch, die Zusammensetzung von Güterzügen sowie den Zuglauf
mit Methoden der künstlichen
Intelligenz aus den unvollständigen Daten in Echtzeit zu rekonstruieren.
Hierfür wurde er mit dem Friedrich-Dessauer-Preis 2022 ausgezeichnet, der
mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert ist. Aufgrund der hohen
Aktualität des Problems und der offensichtlichen Bedeutung für den
Geschäftsbereich Cargo der Deutschen Bahn wurde die Arbeit seitens der DB
Cargo mit einem Sperrvermerk versehen.

Am Beispiel des Windparks Feigenwald der Firma WHS Enertec GmbH
untersuchte Böhm, wie Genehmigungsverfahren geplanter Windkraftanlagen
durch Untersuchungen zum Artenschutz von Vögeln verbessert werden können.
Hierzu entwickelte er mithilfe neuronaler Netzwerke sowie einer eigenen
Modellarchitektur eine Methode, mit der anhand von zuvor aufgenommenen
Fotos Objekte wie beispielsweise seltene Vogelarten im Luftraum im Umfeld
des Windparks klassifiziert werden können. Auf Basis dieser Auswertungen
entstand ein Algorithmus, der u. a. einen neuen Ansatz zur Beurteilung des
Gefahrenpotenzials zukünftiger Windkraftanlagen gegenüber streng
geschützten Vogelarten ermöglicht. Für diese Abschlussarbeit erhielt Böhm
den mit 500 Euro dotierten Friedrich-Dessauer-Preis 2022.

Der Namensgeber des Preises, der Biophysiker Friedrich Dessauer
(1881-1963), befasste sich den größten Teil seines Lebens mit der
Erforschung radioaktiver Strahlen mit besonderem Fokus auf der
Anwendbarkeit in der Medizintechnik. Um finanzielle Mittel für die
Fortsetzung seines Studiums zu erwerben, gründete er in Aschaffenburg,
später auch in Frankfurt, ein „Elektrotechnisches Laboratorium“, das sich
unter anderem der Erforschung der Röntgenstrahlen sowie dem Bau von
Röntgenapparaten widmete. Dessauer bereiste das Land, nicht nur für den
Verkauf seiner Apparate, sondern auch mit dem Ziel, das Wissen über deren
zweckmäßige Anwendung zu verbreiten. Seine Pionierarbeit auf dem
medizintechnischen Gebiet erlangte internationale Anerkennung.

Der VDE und der VDE Rhein-Main e.V.:
Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und
Nachwuchsförderung des VDE, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik e.V., einem der großen technisch-wissenschaftlichen
Verbände Europas mit rund 30.000 Mitgliedern. Der VDE-Rhein-Main ist mit
rund 2.500 Mitgliedern einer der größten VDE-Bezirksvereine. Dazu zählen
Ingenieurinnen und Ingenieure, Techniker/-innen und Studierende sowie
Unternehmen aus der Elektro- und Informationstechnik und verwandten
Branchen. Weitere Informationen unter: <www.vde-rhein-main.de>.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 2:
Informatik und Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Karsten Schmidt,
Telefon: +49 69 1533-2219; E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>; Fachbereich
1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Prof. Dr.-Ing. Christian
Hähnlein, Telefon: +49 69 1533-3656, E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
uas.de>

Weitere Informationen zum Master-Studiengang Mechatronik und Robotik unter
<https://www.frankfurt-university.de/?id=1517>; mehr zum Bachelor-
Studiengang Bauingenieurwesen unter <www.frankfurt-
university.de/?id=7874>.