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Wo muss kommunale Jugendhilfe besser werden? Expert*innen der Universität Hildesheim veröffentlichen Acht-Punkte-Plan

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Leaving Care – der Übergang junger Menschen, die in Wohngruppen/Heimen
oder Pflegefamilien aufwachsen, ins Erwachsenenleben – ist mit besonderen
Herausforderungen verbunden. Der Weg aus der stationären Hilfe ist häufig
erschwert und von Brüchen gekennzeichnet. Welche Baustellen auf kommunaler
Ebene angegangen werden müssen, um eine eine bessere, verbindliche
Gestaltung dieses Übergangs zu gestalten, dazu haben Wissenschaftler*innen
der Universität Hildesheim mit Partner*innen der Internationalen
Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) nun ein acht Punkte
umfassendes Positionspapier veröffentlicht, welches Ende Mai auf einer
Fachtagung vorgestellt werden soll.

Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) sind neue gesetzliche
Rahmenbedingungen geschaffen worden, die in der Übergangspraxis aus der
Kinder- und Jugendhilfe mit Kommunen, Fachkräften und jungen Menschen
breit diskutiert und verankert werden sollten. Unter anderem müssen
demnach die Fachkräfte  in der Kinder- und Jugendhilfe umfassend über die
neuen Handlungsorientierungen und Verbindlichkeiten informiert werden.
Auch die jungen Menschen selbst müssten (besser) über ihre diesbezüglichen
Rechte aufgeklärt werden, heißt es in dem Paper. Zudem müssten ihnen auf
institutioneller Ebene Möglichkeiten der Teilhabe, Mitbestimmung sowie
Beschwerde eingeräumt werden. Es gilt, eine verbindlichere Hilfe- und
Übergangsplanung mit Blick auf Leaving Care zu verankern, so die
Autor*innen des Papieres. Das Papier entstand im Rahmen des von der
Stiftung Jugendmarke geförderten gemeinsamen Projektes „Fachstelle Leaving
Care“.

Das vollständige Positionspapier: https://igfh.de/publikationen
/broschueren-expertisen/infrastrukturen-fuer-den-leaving-care-prozess-
gestalten

Transferkonferenz am 30. /31. Mai – direkter Austausch zur Verwirklichung
der Rechte von Careleaver*innen

Die Transferkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe
(AGJ) am 30. und 31. Mai 2022  in Berlin soll dazu beitragen, die
Bedeutung und Aktualität des Themas zu unterstreichen und die Rechte der
jungen Menschen im Prozess des Leaving Care zu stärken. Ein Team des
Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität
Hildesheim gehört zu den Ausrichter*innen der Tagung.

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm: https://www.agj.de
/anmeldung-konferenz-careleaver.html