Zum Hauptinhalt springen

PM Uneindeutigkeit der Wahrnehmung: Ambiger Alltag in „Sieranevada“ von Cristi Puiu (Rom 2015)

Pin It

Filmvorführung und Vortrag von Bernhard Groß
Donnerstag, 09. Juni 2022, 16.00 Uhr
Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Film neigt zur unterschiedslosen Aufnahme; dem technischen Apparat ist
buchstäblich alles gleich gültig, was ihm vor die Linse kommt. Insofern
steckt im Medium Film per se eine Tendenz zur Uneindeutigkeit. Jeglicher
Ordnung, sei es der Handlung, der Erzählung, der Komposition, der Kohärenz
und Logik, steht im Film auch immer eine diese relativierende Unordnung
entgegen. Das spezifisch Politische des Films liegt in dieser
prinzipiellen Infragestellung von Ordnungen, die zur Eindeutigkeit
tendieren.

Ausgehend von diesen Überlegungen zum Verhältnis von Film und
Uneindeutigkeit analysiert der Jenaer Filmwissenschaftler Bernhard Groß,
wie der zeitgenössische rumänische Film sieranevada zwei verschiedene
Wahrnehmungsordnungen entwirft und die daraus entstehende Uneindeutigkeit
zum Möglichkeitsraum der Erfahrung der Zuschauenden entfaltet.

Der Film wird in gekürzter Fassung (ca. 2 Std.) in rumänischer
Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

REFERENT
Bernhard Groß, Friedrich-Schiller-Universität Jena

MODERATION
Anja Schürmann, KWI

TEILNAHME & ANMELDUNG
Teilnahme nach Anmeldung bis zum 8. Juni 2022 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
oder unter https://www.uni-
due.de/forschungsgruppe_2600/filmunddiskussion.php.
Es besteht Maskenpflicht während der Veranstaltung.

ORGANISATION
Marcel Müllerburg, Koordinator der DFG-Forschungsgruppe 2600 Ambiguität
und Unterscheidung. Historisch-kulturelle Dynamiken

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung der DFG-Forschungsgruppe 2600 Ambiguität und
Unterscheidung. Historisch-kulturelle Dynamiken in Kooperation mit dem
Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI)

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein
interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften
in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als
interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen
Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das
Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner
Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland
zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die
Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit
Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.
Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt:
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und
Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Lehr-Labor“.
Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich
Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte. www.kulturwissenschaften.de