Highlight für Ostsee-Interessierte: Ostseetag am 8. Juni 2022 endlich wieder live im Rostocker Stadthafen
In Mecklenburg-Vorpommern bringen vier Institutionen regelmäßig ihre
Ostsee-Expertise in die nationale und internationale Meerespolitik ein:
das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, das Bundesamt für
Seeschifffahrt und Hydrographie Rostock, das Deutsche Meeresmuseum
Stralsund sowie das Thünen-Institut für Ostseefischerei. Alle zwei Jahre
veranstalten sie gemeinsam den „Ostseetag“, um im direkten Dialog mit
interessierten Bürger:innen neueste Erkenntnisse vorzustellen. Nach der
Corona-Pause ist der Ostseetag nach vier Jahren endlich wieder zurück und
lädt erneut mit spannendem Themen-Mix in den Rostocker Stadthafen ein.
Fokus diesmal: „Die Ostsee im Zeichen des Klimawandels“
Gemeinsame Pressemitteilung:
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde - Bundesamt für
Seeschifffahrt und Hydrographie - Deutsches Meeresmuseum Stralsund -
Thünen-Institut für Ostseefischerei
WANN: 8. Juni 2022, 10 – 18 Uhr
WO: Rostocker Stadthafen auf der Höhe der Bühne 602, der Eintritt ist frei
WAS: alle Programminfos auch unter <www.ostseetag.info>
„Open Ship“: Als besondere Attraktion liegen die drei Forschungsschiffe
DENEB, ELISABETH MANN BORGESE und SOLEA im Hafen und können von 10 – 18
Uhr besichtigt werden. Forschende geben Auskunft über das
wissenschaftliche Arbeiten auf See und verschiedene Themen rings um den
Zustand der Ostsee.
„Bürgerdialog Ostsee“: An der Kaikante laden – ebenfalls von 10 – 18 Uhr –
verschiedene Themeninseln zum Gespräch mit Forschenden über aktuelle
Forschung ein:
• Wie geht es den wichtigsten Ostsee-Fischbeständen?
• Wie verändert sich die Häufigkeit von Sturmhochwasser und Eisbedeckung
der Ostsee?
• Welche Rolle spielen Strömungen und Mikrowirbel für die Ostsee-Ökologie?
• Gab es wieder Salzwassereinbrüche aus der Nordsee, welche Wirkung hatten
sie?
• Wie vermessen wir den Klimawandel in der Tiefe der Ostsee, mit Schiffen
und autonomen Treibkörpern?
• Wie gefährdet sind Ostsee-Meeressäuger und warum?
• Wie wird die Nutzung der Ostsee geregelt und warum sind Unterwasser-
Naturschutz-gebiete am Ostseegrund so wichtig?
• Welche neuen Arten werden in der Ostsee durch den Klimawandel
begünstigt?
• Wie hört es sich unter Wasser an, wenn wir die Ostsee mit Schiffen
bevölkern?
• Was weiß man über Mikro-Plastik und andere Schadstoffe in der Ostsee?
• Wie funktioniert Radioaktivitätsüberwachung und wie sind die aktuellen
Werte?
ACHTUNG: Vertreter:innen der Medien sind herzlich zu weiteren, nicht
öffentlichen Veranstaltungen in der Bühne 602 eingeladen:
11 Uhr: Eröffnung und Grußwort durch Bettina Martin, Ministerin für
Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Mecklenburg-
Vorpommern
11:15 – 13:15 Uhr: Podiumsdiskussion „Die Ostsee im Zeichen des
Klimawandels“
Im September 2021 hat die Helsinki Kommission zum Schutz der Ostsee
(HELCOM) ein Faktenblatt zum Klimawandel in der Ostsee veröffentlicht.
Über 100 Forschende haben darin ihr Wissen zusammengetragen. Sie
beleuchten die Entwicklungen, die heute schon deutlich auf den Klimawandel
zurückzuführen sind und benennen zukünftige Veränderungen, die nach ihrer
Kenntnis sehr wahrscheinlich sind.
Womit müssen wir rechnen? Wohin entwickelt sich die Ostsee? Wie kann die
maritime Wirtschaft die notwendige Transformation unterstützen? In kurzen
Eingangsthesen beleuchten Vertreter:innen der Ostseetag-Institutionen aus
ihrer Sicht die Brennpunkte des Klimawandels und der Umweltveränderungen
in der Ostsee.
Es sprechen:
- Prof. Dr. Markus Meier, Leiter der Sektion Physikalische Ozeanographie,
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
- Prof. Dr. Burkard Baschek, Direktor des Meeresmuseums Stralsund
- Dr. Bernd Brügge, Vizepräsident des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie
- Dr. Christopher Zimmermann, Leiter des Thünen-Instituts für
Ostseefischerei.
In der anschließenden Podiumsdiskussion erörtern zusätzlich vier
prominente Gäste aus Meerespolitik und Umweltschutz, wie den
Herausforderungen des Klimawandels in der Ostsee zu begegnen ist:
- Claudia Müller, Maritime Koordinatorin der Bundesregierung (Grüne)
- Dr. Karin Kammann-Klippstein, Mitglied des deutschen Komitees der UN-
Ozeandekade und Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie
- Rüdiger Strempel, Generalsekretär der Helsinki-Kommission zum Schutz der
Ostsee
- Dr. Finn Viehberg, Ostseebüro WWF
Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Silke Hasselmann, Korrespondentin
vom Deutschlandfunk für Mecklenburg-Vorpommern.
14 Uhr: Preisverleihung Schülerwettbewerb „Meine Ostsee im Jahr 2100“
Schüler:innen der Sekundarstufe II waren aufgerufen, sich auf der Basis
des HELCOM-Klima-Fact-Sheets mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die
Ostsee auseinanderzusetzen und auf kreativen Wegen diese Fakten anderen zu
vermitteln. Die besten Beiträge werden am Nachmittag vorgestellt. Am
Ostseetag werden die besten Einsendungen vorgestellt und prämiert.
