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Wie leben wir morgen? Virtuelle Zukunftsstadt*Tour durch Deutschland

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Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Wie werden unsere Städte
lebenswert, CO2-neutral, klimaangepasst, energie- und ressourceneffizient?
Dazu haben deutschlandweit rund 50 Forschungsteams unterschiedlicher
Disziplinen praxisnahe Lösungen entwickelt und erproben diese gemeinsam
mit Kommunen.

- Virtuelle Tour präsentiert Ergebnisse und Impulse aus der BMBF-
Zukunftsstadt-Forschung
- Zusammenarbeit von Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft
- Tourauftakt Anfang Juni in Bochum

Berlin. Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Wie werden unsere Städte
lebenswert, CO2-neutral, klimaangepasst, energie- und ressourceneffizient?
Dazu haben deutschlandweit rund 50 Forschungsteams aus unterschiedlichsten
Disziplinen praxisnahe Strategien und Produkte entwickelt und erproben
diese gemeinsam mit Partnern in den Kommunen.

BMBF fördert nachhaltige Stadtentwicklung

Die transdisziplinären Projekte orientieren sich an zentralen Themen und
Zukunftsherausforderungen: Klimaanpassung und urbane Resilienz,
Grünflächen und Freiräume, urbane Mobilität und Logistik, sozialer
Zusammenhalt und Teilhabe, urbane Produktion sowie städtische
Infrastrukturen. Dazu arbeiten Wissenschaftsteams, Kommunalpolitik und
-verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in Reallaboren vor Ort
zusammen. Seit 2016 fördert das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) die Zukunftsstadt-Projekte im Rahmen der Förderlinien
„Leitinitiative Zukunftsstadt“ und „Nachhaltige Transformation urbaner
Räume“.

„Mit der Zukunftsstadt-Forschung greift das Bundesministerium für Bildung
und Forschung die wichtigen Zukunftsherausforderungen der nachhaltigen
Stadtentwicklung auf", sagt Dr. Jens Libbe vom Deutschen Institut für
Urbanistik (Difu). Er leitet das „Synthese- und Vernetzungsprojekt
SynVer*Z", das die Zukunftsstadt-Forschung begleitet und strukturiert.

Mit Reallaboren in die Stadt von morgen

„Die Forschung zur Stadt der Zukunft ist sehr praxisorientiert.
Wissenschaft, Kommunalpolitik und -verwaltung sowie Zivilgesellschaft und
Wirtschaft müssen vor Ort eng zusammenarbeiten", erläutert Libbe. In
Reallaboren erprobten die Teams städtische Produktion, wandten neue
Konzepte der Klimaresilienz an, gestalteten Grünflächen und Verkehrswege
und setzten sich mit Migration und sozialem Zusammenhalt auseinander. Ziel
der Projekte sei es schließlich, innovative Lösungswege für Städte zu
entwickeln und auch umzusetzen. Experimentelle Forschung und Reallabore
seien für diesen transformativen Weg kennzeichnend.

Zwei der Zukunftsstadt-Projekte standen sogar im Finale für den Deutschen
Nachhaltigkeitspreis 2022. Der Gewinner HeatResilientCity beschäftigt sich
mit den Herausforderungen zunehmender Hitze in Städten und entwickelte
Lösungs- und Anpassungsstrategien, die in dicht besiedelten Quartieren in
Erfurt und Dresden erprobt wurden.

Zukunftsstadt*Tour zeichnet Bild der Zukunftsstadt

Die vielfältigen, innovativen Ergebnisse der praxisnahen Forschung in den
beteiligten Kommunen wurden auf der Website des Vernetzungsprojekts
SynVer*Z nun für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Mit einer virtuellen Deutschland-Tour legen wir den Fokus auf die Impulse
aus der Zukunftsstadt-Forschung der beteiligten Städte. Auf der virtuellen
Reise werden verschiedene Städte besucht und ausgewählte Konzepte und
Produkte auf der Tour-Website vorgestellt ", sagt Jens Libbe. Auch die
Akteure aus der Wissenschaft und Kommunalpraxis kommen zu Wort: Sie
berichten von den Wirkungen der Forschung und ihrem jeweiligen Bild der
Zukunftsstadt.

Die Tour führt von Juni 2022 bis Dezember 2023 durch mehr als 20 Kommunen
und stellt ausgewählte Ergebnisse der vom BMBF geförderten Zukunftsstadt-
Forschung vor.

Die Zukunftsstadt-Tour startet Anfang Juni 2022 in der Stadt Bochum. Dort
erprobte das Projektteam UrbaneProduktion.Ruhr innovative Ideen für
nachhaltige Produktionsweisen in der Stadt. Danach folgen die Stadt
Boizenburg an der Elbe mit dem Thema Klimaanpassung für Kleinstädte und
die Stadt Köln, die Lösungen für den Umgang mit Starkregen und
Hitzeperioden präsentiert.

Weitere Informationen zur Zukunftsstadt*Tour: https://www.nachhaltige-
zukunftsstadt.de/new/aktuelles/zukunftsstadtour-2022/

Kurzinfo: Synthese- und Vernetzungsprojekt SynVer*Z

Das Synthese- und Vernetzungsprojektteam von SynVer*Z initiiert die
Zukunftsstadt-Tour und begleitet die BMBF-Zukunftsstadt-Forschung. Es wird
gemeinsam vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dem ISOE –
Institut für sozio-ökologische Forschung sowie Gröschel Branding getragen.
Das SynVer*Z-Team bündelt und vermittelt die Ergebnisse der Projekte und
stellt sich der Frage, welche Wirkungen von der Forschung für die
städtische Praxis ausgehen und wie diese gestärkt werden können.