Abschlusssymposium des Forschungsverbundes „Autonomie im Alter“
Der interdisziplinäre Forschungsverbund für Sachsen-Anhalt präsentiert am
30. Juni in Magdeburg die Ergebnisse aus siebenjähriger Forschungsarbeit.
2016 startete der Forschungsverbund „Autonomie im Alter“ mit dem Ziel, die
Selbstständigkeit älterer Menschen zu steigern und zu stärken. Gemeinsam
mit über 100 Expertinnen und Experten unter anderem aus den Bereichen
Gesundheits- und Versorgungsforschung, Immunologie, Neurowissenschaften,
Alternsforschung, Soziologie, Pflegewissenschaften, Informatik, Medizin
und u.v.m. wurden verschiedene Strategien zum Umgang mit den
Herausforderungen des demografischen Wandels erarbeitet. Wie diese genau
aussehen, präsentiert der von Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher,
Direktor des Institutes für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
Magdeburg, koordinierte Forschungsverbund auf einem Abschlusssymposium in
Magdeburg. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des
Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes
Sachsen-Anhalt. Im Beisein von Wissenschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch
werden die insgesamt 48 Projekte vorgestellt. Es werden über 250 Gäste
erwartet. Weitere Anmeldungen, auch von interessierten Bürgerinnen und
Bürgern, sind noch bis zum 14. Juni möglich.
WAS: Abschlusssymposium des Forschungsverbundes „Autonomie im Alter“
WANN: 30. Juni 2022, 9.30 – 16.30 Uhr
WO: Festung Mark Magdeburg, Hohepfortewall 1, 39104 Magdeburg,
Anmeldungen noch bis zum 14. Juni unter
https://autonomyinoldage.blog/
im-alter/
Laut bevölkerungsstatistischer Prognose wird das Bundesland Sachsen-Anhalt
in den kommenden Jahrzehnten sowohl im Ländervergleich als auch aus
europäischer Perspektive besonders stark von den Folgen des demografischen
Wandels betroffen sein. „Mit der Steigerung der Lebenserwartung geht auch
die Zunahme altersassoziierter chronischer Erkrankungen, körperlicher und
mentaler Einschränkungen sowie den damit verbundenen hohen
Versorgungskosten einher. Mit dem Forschungsverbund Autonomie im Alter ist
ein dynamisches, fächerübergreifendes Netzwerk entstanden, in dem
Wissenschaft, Wirtschaft und die Lebenswelt der älteren Bürgerinnen und
Bürger miteinander interagieren“, erläutert Verbundkoordinator Prof.
Apfelbacher. Die daraus hervorgegangenen Projekte sind über ganz Sachsen-
Anhalt an unterschiedlichsten Wissenschaftsstandorten verteilt und
befassen sich mit einer Vielfalt an Aspekten, die für dieses Thema von
Bedeutung sind: Demenz, Mobilität, Pflege, Prävention, Versorgung im
ländlichen Raum und weiteren gesundheitlichen Aspekten des demografischen
Wandels in Deutschland und Sachsen-Anhalt.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Abschlusssymposium eine starke Plattform
für wissenschaftlichen Austausch zu unserer geleisteten Arbeit der
vergangenen 7 Jahre bieten können“, erklärt Dr. Astrid Eich-Krohm,
Projektleiterin des Forschungsverbundes. In einem Beitrag wird
Sozialwissenschaftlerin Dr. Anna Wanka von der Universität Frankfurt über
die Lebenswelt und das Alter(n) mit Blick auf die Zeitgestaltung,
Sinnstiftung und Identitätsfindung im (Un-)Ruhestand sprechen. Der zweite
Hauptvortrag befasst sich mit Alterungsprozessen und Gesundheit. Referent
ist der Soziologe Prof. Andrea Teti von der Hochschule Vechta. Thema einer
begleitenden Podiumsdiskussion soll unter anderem die Zukunft der älteren
Menschen in Sachsen-Anhalt sein. Neben den eingeladenen Referent:innen
erhalten auch alle Projekte die Möglichkeit, ihre Arbeit in Form von
Postern zu präsentieren. Zudem informieren die fünf Altenservicezentren
aus Magdeburg, die Demenzberatung „DeAngelis“ und die Wohnberatung PiA
über ihre speziellen Angebote. Das Abschlusssymposium wird gemeinsam
moderiert von MDR-Moderatorin Susi Brandt und Holger Salmen von First
Contact.
Eine Übersicht der Projekte des AiA-Forschungsverbundes finden Sie unter
folgendem Link: http://autonomie-im-alter.ovgu
Der Forschungsverbund wird gefördert durch das Ministerium für
Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
und dem EFRE/ESF-Fonds für regionale Entwicklungen der Europäischen Union.
