Digitale klinische Studien mit Smartwatches - HAWK-Forschungspapier in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine
Prof. Dr. rer. medic. Sinje Gehr, Dr. Nandha Kumar Balasubramaniam und
Prof. Dr. rer. nat. Christoph Rußmann vom Gesundheitscampus Göttingen an
der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der HAWK Hochschule
für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttinge
haben ein Forschungspapier in der renommierten Fachzeitschrift Nature
Medicine veröffentlicht. Der Gesundheitscampus Göttingen ist eine
Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Hochschule für
Angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim, Holzminden, Göttingen
(HAWK). Thema: Datenerfassung und Auswertung in klinischen Studien zur
Herz- und Gefäßgesundheit mit patientenbezogenen Endpunkten.
Klinische Studien sind ein zentrales Element für den Transfer wertvoller
Erkenntnisse aus der medizinischen Grundlagenforschung in Arzneimittel und
Medizinprodukte. Klassische klinische Studien beginnen mit dem
Studiendesign und reichen über die Patientenrekrutierung und die
Durchführung von mehrjährigen Studienphasen bis hin zum komplexen
Zulassungsprozess. Sie erfordern eine Reihe arbeits- und kostenintensiver
Prozesse wie Zeitplanung, papier-basierte Dokumentation und aufwändige
multizentrische Vernetzung aller Beteiligten. Zudem müssen Patient:innen
zu den Prüfzentren reisen, um dort von medizinischem Fachpersonal
behandelt zu werden, was zu einer geringeren Therapietreue und
Studienabbrüchen führt.
Durch den Einsatz digitaler klinischer Studien unter der Einbindung
elektronischer patientenbezogener Endpunkte (ePROs) - können diese
Prozesse effizienter und patientenzentrierter gestaltet werden.
Mobile Geräte, sogenannte Wearables, wie beispielsweise Smartwatches oder
sensorische Geräte, können das Spektrum digitaler klinischer Studien
erweitern. So können beispielsweise durch die 24-Stunden-Überwachung von
Herzpatient:innen mittels Smartwatch-basiertem Elektrokardiogramm
Risikozustände frühzeitig erkannt und Interventionen eingeleitet werden.
Die große Menge an generierten Daten liefert ein umfassenderes Bild über
die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten und Medizinprodukten.
Darüber hinaus können auf Basis der Daten KI-gestützt neue Biomarker für
die Diagnostik erforscht werden. Ergänzende ePROs haben das Potential,
eine gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen medizinischem Personal und
Patient:innen zu unterstützen und ein ganzheitliches Bild sowie
Veränderungen des Gesundheitszustands von Patient:innen transparent
aufzuzeigen.
Prof. Dr. rer. medic. Sinje Gehr, Dr. Nandha Kumar Balasubramaniam und
Prof. Dr. rer. nat. Christoph Rußmann vom Gesundheitscampus Göttingen an
der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der HAWK Hochschule
für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttinge
haben dazu ein Forschungspapier in der renommierten Fachzeitschrift Nature
Medicine veröffentlicht. Der Gesundheitscampus Göttingen (GCG) ist eine
Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Hochschule für
Angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim, Holzminden, Göttingen
(HAWK).
