Westfälische Hochschule setzt sich für mehr Zusammenarbeit in Sachen Wasserstoff ein
Wasserstoff ist ein zentrales Thema der nationalen Klimaschutzstrategie.
Folgerichtig existieren an den Forschungsstandorten im Ruhrgebiet
zahlreiche Projekte und Netzwerke. Die Westfälische Hochschule und das
Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik (IUTA) haben eine
übergreifende Kooperation initiiert und gemeinsam mit der Ruhr-Universität
Bochum, der Universität Duisburg-Essen und dem Zentrum für
Brennstoffzellen Technik in Duisburg die Kooperationsplattform „Materials
for future hydrogen technologies“ MAT4HY.NRW entwickelt. Ziel ist es,
Materialien zu entwickeln, die teure edelmetallbasierte Katalysatoren
ablösen, um Wasserstoff in großen Mengen produzieren zu können.
Durch die Kooperationsplattform MAT4HY.NRW soll auf Basis der bereits
vorhandenen Spitzenforschung und disziplinübergreifenden Kooperationen ein
dauerhaft aktives Netzwerk im Ruhrgebiet etabliert werden, das erstmals
die gesamte Wertschöpfungskette der Wasserelektrolyse abbildet und
vernetzt. Dabei soll eine intensive und vertrauensbasierte Interaktion
aller Akteure im Bereich der Wasserstofftechnologien geschaffen werden.
Die Einbindung von kooperierenden Partnern aus Industrie,
Wirtschaftsförderungen und bereits bestehenden Netzwerken stellt einen
weiteren Erfolgsfaktor der Kooperationsplattform dar.
Gemeinsam wird mit MAT4HY.NRW das Ziel verfolgt, Materialien zu
entwickeln, die teure edelmetallbasierte Katalysatoren ablösen können, um
Wasserstoff in großen Mengen produzieren zu können. Diese Materialien
müssen unter anderem die elektrochemischen Eigenschaften besitzen, um den
hohen Drücken bei der Elektrolyse standzuhalten. Gleichzeitig müssen sie
gut verfügbar sein, um auch in der Großindustrie eingesetzt werden zu
können.
Die Ergebnisse sollen in verschiedenen Transferformaten schnell in die
Industrie überführt werden. MAT4HY.NRW schafft dabei einen effizienten
Hebel, um sowohl Forschungsaufgaben an dem Bedarf der Industrie
auszurichten, als auch eine schnelle industrielle Anwendung der
Erkenntnisse zu ermöglichen. Der Förderantrag wurde von dem Konsortium
beim Land NRW eingereicht und Ende April offiziell bewilligt. Ina Brandes,
Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, überreichte den offiziellen
Bewilligungsbescheid an Prof. Ulf Apfel von der Ruhr-Universität Bochum,
der als Konsortialführer gewählt wurde.
Prof. Dr. Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der
Westfälischen Hochschule und Direktor des Westfälischen Energieinstitutes,
begrüßt den Schritt zu mehr Zusammenarbeit in Sachen Wasserstoff: „Nur
durch die enge Verzahnung von Forschung und Industrie kann es gelingen,
den Wasserstoff als zukunftsweisenden Energieträger in der Praxis zu
etablieren. Die Zusammenarbeit im Zuge der Plattform MAT4HY.NRW ist dabei
ein Schritt in die richtige Richtung, den wir in der Zukunft gerne noch
weiter ausbauen möchten.“
Perspektivisch sollen auch gemeinsame Lehrveranstaltungen,
Weiterbildungsformate und Verwertungsstrategien für die Materialforschung
im Bereich der Wasserstoffherstellung über die Plattform ermöglicht
werden.
