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Moritz Schularick startet als Präsident des IfW Kiel

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Professor Moritz Schularick tritt morgen sein Amt als Präsident des Kiel
Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) an. Es endet damit die
Interimszeit, in der die wissenschaftliche Leitung in den Händen der
Professoren Holger Görg und Stefan Kooths lag. Der 47-Jährige ist ein
international renommierter Ökonom, der sich in seiner Forschung unter
anderem mit globalen Finanzmärkten und Fragen ökonomischer Ungleichheit
befasst.

Schularick machte zu seinem Start deutlich, dass der Ausbau des
internationalen wissenschaftlichen Renommees des Instituts und die
Beratung der Politik zu geoökonomischen Fragen strategische Schwerpunkte
der kommenden Jahre sein werden. „Ich freue mich auf den Start in Kiel und
danke der Landesregierung Schleswig-Holstein, der Christian-Albrechts-
Universität zu Kiel (CAU) sowie den Gremien des Instituts, die meine
Berufung unterstützt und meine Entwicklungspläne für das Institut mit
großer Offenheit aufgenommen haben. Ich finde ein hervorragend
aufgestelltes Institut vor, das ich nun gemeinsam mit den Kolleginnen und
Kollegen in eine nächste Entwicklungsphase führen möchte. Wir werden
unsere Präsenz in Berlin ausbauen und wollen unsere Anziehungskraft auf
exzellentes Forschungspersonal stärken. Die Zahl der Professuren am
Institut wird sich dafür deutlich erhöhen. Inhaltlich werden wir einen
Schwerpunkt darauf legen, die ökonomischen Effekte der sich verändernden
geopolitischen Lage zu untersuchen und der Politik Lösungsvorschläge
anzubieten.“

Staatssekretär Guido Wendt, der Vorsitzende des Stiftungsrates des
Instituts, bezeichnete Moritz Schularick als ideale Besetzung für die
wissenschaftliche Leitung des Hauses: „Professor Schularick übernimmt zu
einem sehr passenden Zeitpunkt das Präsidentenamt am IfW Kiel. In dieser
Phase geopolitischer Umbrüche brauchen wir Fachleute wie ihn, die mit
internationalem wissenschaftlichen Expertenwissen ökonomische Konsequenzen
erforschen und erläutern können. Wir freuen uns darauf, dass der
Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein und auch dessen Sichtbarkeit in
Berlin gestärkt werden.“

Verbunden mit der Präsidentschaft des IfW Kiel ist für Moritz Schularick
der Ruf zum Professor für Volkswirtschaftslehre an der CAU.

Über Moritz Schularick
Moritz Schularick, Jahrgang 1975, war zuletzt Professor für Makroökonomie
an der Universität Bonn, Direktor des dortigen MacroFinance Labs und
Professor an Sciences Po (Paris). Darüber hinaus ist er Mitglied des
Exzellenz-Clusters ECONtribute sowie ordentliches Mitglied der Berlin-
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Academia Europea. Zuvor
forschte er unter anderem an der New York University, der University of
Cambridge, der Freien Universität Berlin und in der Forschungsabteilung
der Federal Reserve Bank of New York. Er ist Preisträger des Leibniz-
Preises 2022, Deutschlands wichtigstem Forschungspreis, der von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft vergeben wird. Im Jahr 2018 erhielt er
den Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik, die wichtigste
Auszeichnung deutscher Volkswirte. Er ist Herausgeber der wichtigsten
europäischen Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, „Economic Policy“.

In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit Finanzmärkten
und Vermögenspreisen, Fragen der monetären Makroökonomie und mit den
Ursachen von Finanzkrisen und ökonomischer Ungleichheit. Er berät
regelmäßig Zentralbanken, Finanzministerien, Investoren und internationale
Organisationen.

Ein Portraitfoto von Professor Schularick finden Sie unter diesem Link:
https://cloud.ifw-kiel.de/s/wXNXRKo42L5gn2N. Seine Website finden Sie
hier: https://www.moritzschularick.com/.

Für Informationen aus erster Hand: Folgen Sie Moritz Schularick auf
Twitter https://twitter.com/MSchularick

Über das Kiel Institut für Weltwirtschaft
Das IfW Kiel versteht sich als das Forschungsinstitut für
Globalisierungsfragen in Deutschland. Seine Forscherinnen und Forscher
untersuchen die Triebkräfte und Folgen internationaler wirtschaftlicher
Aktivität, der Integration und Desintegration globaler Märkte sowie
Möglichkeiten und Grenzen politischen Handelns in offenen
Volkswirtschaften. Das Institut sieht seine Aufgabe darin,
weltwirtschaftliche Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und
umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln, die mit offenen Märkten und
Wettbewerb vereinbar sind und den Lebensstandard aller Menschen im Blick
haben. Rund 170 Beschäftigte, darunter 100 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler, arbeiten am IfW Kiel. Das Jahresbudget beträgt rund 15,5
Millionen Euro (2022). Die Grundfinanzierung wird vor allem vom Bund und
dem Land Schleswig-Holstein getragen. Hinzu kommen eingeworbene
Drittmittel für Forschungsvorhaben und Projekte. Den neuen zweiköpfigen
Vorstand bilden nun der Präsident als wissenschaftlicher Leiter und Birgit
Austen, die Geschäftsführende Administrative Direktorin.