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„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit“

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Neuer Sachstandsbericht zu Klimawandel und Gesundheit erschienen

Mehr Hitzetote, neue und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten,
erhöhte Allergiebelastung, Zunahme von Antibiotikaresistenzen, mehr
Lungenerkrankungen als Folge zunehmender Feinstaubbelastung, mehr
Hautkrebs durch erhöhte UV-Strahlung – das sind einige der negativen
Folgen des Klimawandels für die Gesundheit der Bevölkerung. Ein neuer
Bericht, der unter Federführung des Robert Koch-Instituts (RKI) entstanden
ist, gibt einen Überblick zu den gesundheitlichen Folgen durch den
Klimawandel und Möglichkeiten, ihnen entgegenzutreten. Die Koordination
der Publikation er-folgt im Rahmen des Projekts „KlimGesundAkt“, das durch
das Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird.

„Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit, er
bedroht unsere Lebensgrundlage und somit unsere sichere Zukunft“, so
beginnen die Leiterinnen und Leiter von Behörden in Deutschland, die an
Public-Health-Themen arbeiten, ihr Editorial zum neuen Bericht. Die
Editorial-Autoren kommen aus elf Einrichtungen: Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundesamt für Naturschutz,
Bundesamt für Strahlenschutz, Bundesinstitut für Risikobewertung,
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bundesanstalt für
Gewässerkunde, Deutscher Wetterdienst, Friedrich-Loeffler-Institut,
Thünen-Institut, Umweltbundesamt sowie RKI. Insgesamt gibt es mehr als 90
Autorinnen und Autoren aus über 30 Forschungseinrichtungen und Behörden.
Der Bericht erscheint als Beitragsreihe in drei Ausgaben des Journal of
Health Monitoring, der erste Teil am 1.6. in der Ausgabe S3/2023.

Schwerpunkt der ersten Ausgabe ist der Einfluss des Klimawandels auf
Infektionskrankheiten. Themen sind Vektor- und Nagetier-assoziierte
Infektionen, wasserbürtige Infektionen und Intoxikationen,
lebensmittelassoziierte Infektionen und Intoxikationen sowie
Antibiotikaresistenzen. Ein einleitender Beitrag umreißt das gesamte im
Sachstandsbericht behandelte Themenfeld Klimawandel und Gesundheit. Die
zweite Aus-gabe des Berichts fokussiert im 3. Quartal auf nicht-
übertragbare Erkrankungen, die etwa durch Hitze und andere
Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen vermittelt werden können, auf
den Einfluss des Klimawandels auf allergische Erkrankungen, die Folgen
veränderter UV-Strahlung oder höherer Luftschadstoffbelastungen sowie die
Folgen des Klimawandels auf die psychische Gesundheit. Die dritte Ausgabe,
die im 4. Quartal erscheint, untersucht die gesundheitliche
Chancengleichheit im Hinblick auf Auswirkungen des Klimawandels, die
Bedeutung der zielgruppenspezifischen Klimawandelkommunikation und
formuliert den Handlungsbedarf auf Basis der in den anderen Beiträgen
formulierten Handlungsempfehlungen.

„Neben verschiedenen themenspezifischen Handlungsempfehlungen haben alle
Beiträge eines gemeinsam: Sie weisen auf einen anhaltend hohen
Forschungsbedarf hin. Auch erweitertes Monitoring vieler gesundheitlicher
Auswirkungen des Klimawandels wird empfohlen“, so das Resüme der
Editorial-Autorinnen und Autoren. Der Klimawandel betrifft viele weitere
Handlungsfelder, die mit gesundheitsbezogenen Aspekten zusammenhängen, z.
B. das Bauwesen oder die Stadt- und Raumentwicklung. „Daher erfordern
gesundheitssensibler Klimaschutz und Klimawandelanpassung eine
intersektorale Zusammenarbeit und den Austausch verschiedener Akteurinnen
und Akteure im Sinne von One Health und Health in All Policies“, betonen
die Autorinnen und Autoren des Editorials und haben dazu passend die
Überschrift formuliert: „Gemeinsam können wir den Auswirkungen des
Klimawandels begegnen“.

Weitere Informationen: www.rki.de/klimabericht