Ausstellung zur Architektur Hamburger Spielstätten: „Was für ein Theater!“
Hamburg ist seit dem 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Theaterstädte im
deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung „Was für ein Theater!“, die der
Architekturhistoriker Prof. Dr. Frank Schmitz gemeinsam mit
Kunstgeschichtsstudierenden der Universität Hamburg erarbeitet hat, widmet
sich der Architektur Hamburger Theater und Opernhäuser in einer
historischen wie aktuellen Perspektive. Die Ausstellung ist vom 9. Juni
bis 27. Juni 2023 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen.
Die Ausstellung zeigt verschiedene Kapitel der Theaterbaugeschichte
Hamburgs am Beispiel prominenter und weniger bekannter Spielstätten. Neben
großen Bauten wie der Staatsoper und dem Schauspielhaus werden kleinere
Häuser wie das Hansa-Theater vorgestellt. Hinzu kommen nicht mehr in
Nutzung befindliche Bauten wie die Schilleroper oder das ehemalige
Hippodrom sowie nicht mehr vorhandene Spielstätten wie die ehemalige Oper
am Gänsemarkt oder das Konzerthaus Ludwig, das nach Vorbild des Wiener
Burgtheaters errichtet wurde.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Hamburg ist seit
langer Zeit ein bedeutender Theaterstandort. Viele ganz unterschiedliche
Spielstätten prägen die Kulturstadt Hamburg: Staats- und Privattheater,
Varietés, Theaterschiffe, Denkmäler mit einer langen Geschichte und
ikonische Neubauten. Die Ausstellung thematisiert die architektonischen
Besonderheiten im Verlauf der Zeit und veranschaulicht so die Vielfalt in
der Baukultur unserer Stadt.“
Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Die UHH ist
die Universität, die sich noch stärker zur Gesellschaft öffnet. Dazu trägt
die Ausstellung bei und ist ein sehr gutes Beispiel für die vielfältigen
Aktivitäten der Universität Hamburg: Wissenschaft trifft auf
Stadtgesellschaft. Anhand der Ausstellung ist es allen Bürgerinnen und
Bürgern möglich, sich mit der spannenden Thematik auseinandersetzen. Mein
Dank gilt Prof. Dr. Frank Schmitz und seinem Team für die gute
wissenschaftliche Aufbereitung und Umsetzung.“
„Die Quellenlage zum Thema ist optimal, da zahlreiche Archivalien –
insbesondere vielfach unveröffentlichte Fotos von historischen Hamburger
Theatergebäuden – im Staatsarchiv sowie im St. Pauli Archiv vorhanden
sind“, sagt Prof. Dr. Frank Schmitz, der seit 2018 am Kunstgeschichtlichen
Seminar der Universität Hamburg tätig ist und sich bereits im Rahmen eines
DFG-Forschungsprojektes intensiv mit der Theaterbaugeschichte
auseinandergesetzt hat. Die Ausstellung im Rathaus wurde im Wintersemester
2022/2023 in einer entsprechenden Lehrveranstaltung gemeinsam mit
Studierenden erarbeitet und wird nun im Rahmen des Hamburger
Architektursommers 2023 gezeigt.
Die Ausstellung wird am 8. Juni 2023 um 18.00 Uhr im Hamburger Rathaus
(Rathausdiele, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg) eröffnet. Kultursenator Dr.
Carsten Brosda spricht ein Grußwort, Frank Schmitz gibt eine Einführung.
Vom 9. Juni bis 27. Juni 2023 ist die Ausstellung zu sehen. Öffentliche
Führungen können am 11. und 24. Juni besucht werden (jeweils 14 Uhr,
Treffpunkt im Vorraum der Rathausdiele).
