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Management studieren – oui, of course

Sarah Marie und Antonin Woick sind mit Töchterchen Pauline zur Jubiläumsfeier gekommen. Beide haben den Deutsch-Französischen Studiengang Internationales Management absolviert, an der HWR Berlin und der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur Paris.  Sylke Schumann  Sylke Schumann / HWR Berlin
Sarah Marie und Antonin Woick sind mit Töchterchen Pauline zur Jubiläumsfeier gekommen. Beide haben den Deutsch-Französischen Studiengang Internationales Management absolviert, an der HWR Berlin und der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur Paris. Sylke Schumann Sylke Schumann / HWR Berlin
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Sarah Marie und Antonin Woick sind mit Töchterchen Pauline zur Jubiläumsfeier gekommen. Beide haben den Deutsch-Französischen Studiengang Internationales Management absolviert, an der HWR Berlin und der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur Paris.  Sylke Schumann  Sylke Schumann / HWR Berlin
Sarah Marie und Antonin Woick sind mit Töchterchen Pauline zur Jubiläumsfeier gekommen. Beide haben den Deutsch-Französischen Studiengang Internationales Management absolviert, an der HWR Berlin und der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur Paris. Sylke Schumann Sylke Schumann / HWR Berlin

In zwei Ländern und drei Sprachen BWL studieren, mit drei Abschlüssen nach
fünf Jahren ins Berufsleben starten. Deutsch-Französischer Studiengang von
HWR Berlin und ESCE Paris feiert 20. Jubiläum.

Berlin, den 7. Juni 2023. Man trifft sich immer zweimal im Leben,
mindestens. Die Chancen, in einem internationalen Unternehmen oder einer
Organisation in Berlin, Deutschland oder irgendwo auf der Welt einen
Absolventen oder eine Absolventin des Deutsch-Französischen Studiengangs
(DFS) „Internationales Management / Management International“
kennenzulernen, stehen nicht schlecht. Mit ihrer Qualifikation und ihrem
interkulturellen Knowhow sind die Alumni der Hochschule für Wirtschaft und
Recht Berlin (HWR Berlin) und der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur
(ESCE) Paris auf dem Arbeitsmarkt gefragt.

Horizont erweitern, Verbindungen schaffen
Die fünf gemeinsamen, intensiven Studienjahre erweitern Horizonte und
schaffen Verbindungen, beruflich und manchmal auch fürs Leben. Sarah Marie
Woick ist mit ihrer kleinen Tochter zur feierlichen Jubiläumsveranstaltung
an ihre ehemalige Alma Mater in Berlin gekommen – und mit ihrem Mann, ein
ehemaliger Kommilitone. Die Ulmerin wollte nach dem Abitur Wirtschaft
studieren, gern praxisorientiert und international ausgerichtet und
entschied sich nach Schüleraustausch, Familienurlauben in Frankreich und
einem längeren Parisaufenthalt als Au-pair für den DFS. Der Start ins
Studium gestaltete sich nicht leicht, erzählt sie am Rande der
Festveranstaltung. Das solide Alltagsfranzösisch musste zunächst um viele
wirtschaftliche Begriffe erweitert werden, was dank einiger zweisprachiger
Mitstudenten und -studentinnen jedoch kein Problem war.

Zusammenhalten und gegenseitig stärken
„Meine Kommilitonen und Kommilitoninnen haben mich mitgezogen, mich
unterstützt und mir geholfen, in Wirtschaftsfranzösisch den Anschluss zu
bekommen. Es ist auch dieser Zusammenhalt in der Gruppe mit Menschen ganz
unterschiedlicher Herkunft und ihren Hintergründen, was diesen Studiengang
besonders macht“, sagt Woick. Man müsse sich manchmal durchkämpfen, hart
arbeiten – im Studium und an sich. Dadurch hätte sie neben fachlichem
Knowhow und interkulturellem Feingefühl auch an Selbstsicherheit gewonnen,
um Anforderungen in verschiedenen Systemen und Situationen meistern zu
können.
Am Ende habe ihr der erfolgreiche Masterabschluss den Arbeitseinstieg in
der französischen Kosmetikfirma L’OCCITANE ermöglicht. Ein perfektes
Umfeld, um Erlerntes anzuwenden. Heute arbeitet sie im Einkauf beim
international geführten Kaufhauskonzern KaDeWe in Berlin.

Deutsch-französischen Freundschaft leben
Das 20. Jubiläum des Deutsch-Französischen Studiengangs fällt zusammen mit
60 Jahren Elysée-Vertrag. Dr. Bernard Ludwig, Attaché für
Hochschulkooperation der französischen Botschaft, stellt die Bedeutung der
deutsch-französischen Freundschaft heraus, die nach wie vor wichtig sei
für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Aufgaben in Europa und für
den Frieden. Die Verbindung zwischen den zwei Nationen sei Chance und
Verpflichtung zugleich. Erfolgsgeschichten wie diese enge
Hochschulpartnerschaft und deren Absolventen und Absolventinnen, die mit
offenen Denkansätzen und interkultureller Kompetenz als Botschafter und
Botschafterinnen in ihrem Berufs- und Lebensumfeld wirken, gebe Hoffnung.

Für die europäische Idee begeistern
„Um das europäische Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell langfristig
wettbewerbsfähig zu halten, müssen Unternehmen und Organisationen in
Europa international denken und agieren“, ist Andreas Portmann überzeugt.
Absolventen wie er, die unter dem Dach der Deutsch-Französischen
Hochschule (DFH) den gemeinsam von HWR Berlin und ESCE Paris angebotenen
Bachelor-Master-Studiengang absolviert haben, werden im Studium für die
europäische Idee begeistert und übertragen diese Offenheit und Überzeugung
in ihr unternehmerisches Handeln.

Andreas Portmann schloss den Master mit den Studienschwerpunkten Strategic
Management und Entrepreneurship 2012 ab. Sein Unternehmenspraktikum im
Rahmen des Studiums absolvierte der Wahlberliner im Finanzbereich eines
französischen Konzerns in Großbritannien und Belgien, war nach dem
Abschluss bei einer Unternehmensberatung tätig, Strategie-Leiter beim
Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin und ist seit einem Jahr
Geschäftsführer der Stiftung des Deutschen Herzzentrums in Berlin.

In zweie pulsierende Metropolen eintauchen
„Der große Vorteil eines bi-nationalen Studiengangs im Vergleich zu
punktuellen Auslandsaufenthalten ist, dass man zwei Hochschulsysteme im
Detail kennenlernt und über längere Zeit eng mit den französischen
Kommilitonen und Kommilitoninnen zusammenarbeitet“, sagt Portmann
rückblickend. „Zudem geben einem die Studienorte Berlin und Paris die
Möglichkeit, auch neben dem Studium in das reichhaltige kulturelle,
politische und wirtschaftliche Leben zweier pulsierender Metropolen
einzutauchen.“ Für diese wertvolle Erfahrung ist er sehr dankbar.

Verständigung und das Verständnis füreinander entwickeln
„Der Deutsch-Französische Studiengang ist ein exzellentes Beispiel für die
so wichtigen internationalen Hochschulpartnerschaften der HWR Berlin.
Neben fachlichem Wissen wachsen auf diesem Fundament über Ländergrenzen
hinweg die Fähigkeit zur Verständigung und das Verständnis füreinander“,
sagt Studiengangsleiterin an der HWR Berlin, Prof. Dr. Madeleine Janke.

Studentinnen und Studenten aus Deutschland und Frankreich durchlaufen
gemeinsam bis zum Masterabschluss den konsekutiven Doppelstudiengang – in
zwei Ländern, drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Englisch) und in
insgesamt zehn Semestern. Der integrierte bi-nationale BWL-Studiengang
„Internationales Management / Management International“ ist der einzige
seiner Art unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule.

Das zweite Studienjahr absolvieren die deutschen Studierenden gemeinsam
mit ihren französischen Kommilitonen und Kommilitoninnen in Paris an der
renommierten Business School, die französischen Studierenden kommen nach
Berlin. Die ESCE gehört zu den Grandes Ecoles, den spezialisierten
Hochschulen in Frankreich, an denen künftige Führungskräfte studieren.
Studiengangsleiterin Prof. Dr. Madeleine Janke ist stolz darauf, dass laut
Befragungen die meisten der inzwischen weit über 200 Absolventinnen und
Absolventen nach Abschluss des Studiums in einem deutsch-französischen
bzw. internationalen Umfeld arbeiten – erklärtes Ziel des Studiengangs.
Die Studierenden wissen um die besonderen Qualifikationen, die sie in
diesem bi-nationalen Programm erwerben und wollen für dieses erfahrene
Privileg der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Viele engagieren sich in
sozialen Projekten und stärken auch damit den europäischen Gedanken,
tragen ihn weiter.

Ein Studium, zwei Master und ein Zertifikat
Die Zusammenarbeit zwischen HWR Berlin und ESCE nahm 2002 ihren Anfang.
Die Hochschulen vergeben aufbauend auf den Bachelorabschluss nach dem sich
anschließenden konsekutiven Aufbaustudium zwei akademische Master-Titel
(„Master of Arts“ bzw. „Master of Science“ und „Grade de Master“) und ein
Zertifikat der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die diesen
Studiengang fördert.

Die Bewerbung für den Studiengang läuft für Interessierte mit deutschem
Hochschulabschluss vom 1. April bis zum 31. Mai eines Jahres.
Bewerber*innen mit ausländischem Hochschulabschluss bewerben sich zwischen
dem 1. April und 15. Mai über UniAssist.

Mehr zum Deutsch-Französischen Studiengang „Internationales Management /
Management International“
https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/detail/25-internationales-
management-management-international/


Bildergalerie zur Graduierung und Jubiläumsveranstaltung
https://www.hwr-berlin.de/aktuelles/neuigkeiten/neuigkeit-detail/3440-ein-
fest-fuer-die-deutsch-franzoesische-freundschaft/


Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist eine
fachlich breit aufgestellte, international ausgerichtete Hochschule für
angewandte Wissenschaften, einer der bundesweit größten staatlichen
Anbieter für das duale Studium und im akademischen Weiterbildungsbereich.
Sie sichert den Fachkräftebedarf in der Hauptstadtregion und darüber
hinaus. Rund 12 000 Studierende sind in über 60 Studiengängen der
Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, Ingenieur- und Polizei- und
Sicherheitswissenschaften sowie in internationalen Master- und MBA-
Studiengängen eingeschrieben. Die HWR Berlin ist die viertgrößte
Hochschule für den öffentlichen Dienst in Deutschland und mehrfach
prämierte Gründungshochschule. Über 700 Kooperationen mit Partnern in der
Wirtschaft und im öffentlichen Dienst garantieren den ausgeprägten
Praxisbezug in Lehre und Forschung. 195 aktive Partnerschaften mit
Universitäten auf allen Kontinenten fördern einen regen
Studierendenaustausch und die internationale Forschungszusammenarbeit. Die
HWR Berlin ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“ und unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz
„Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.