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Erkenntnisse und Folgen: COVID-19-Forschung aus Magdeburg vorgestellt

Eröffnung des Symposiums zu COVID-19-Forschung in Magdeburg durch Prof. Dr. med. Achim Kaasch.  Melitta Schubert  Universitätsmedizin Magdeburg
Eröffnung des Symposiums zu COVID-19-Forschung in Magdeburg durch Prof. Dr. med. Achim Kaasch. Melitta Schubert Universitätsmedizin Magdeburg
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Eröffnung des Symposiums zu COVID-19-Forschung in Magdeburg durch Prof. Dr. med. Achim Kaasch.  Melitta Schubert  Universitätsmedizin Magdeburg
Eröffnung des Symposiums zu COVID-19-Forschung in Magdeburg durch Prof. Dr. med. Achim Kaasch. Melitta Schubert Universitätsmedizin Magdeburg

Wie ist die Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt Magdeburg verlaufen?
Was ist über die einzelnen Virusvarianten und zu Therapieansätzen bekannt?
Welche Erkenntnisse zu den Folgen der Viruserkrankung liegen bereits vor
und wie steht es um die Versorgung von Betroffenen mit Long-COVID? Über
diese und weitere Fragen diskutierten 75 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler der Universitätsmedizin Magdeburg im Beisein von
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute im Rahmen eines
wissenschaftlichen Symposiums zu medizinischer COVID-19 Forschung.

Ziel des Symposiums war es, nach drei Jahren Pandemie und dem Auslaufen
letzter bundesweiter Schutzmaßnahmen, über die bisherige Pandemieforschung
am Standort Magdeburg in den wissenschaftlichen Austausch zu gehen und
dabei auch offene Forschungsfragen in den Blick zu nehmen. Ausrichter war
die Lokale Stabstelle des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) in Magdeburg
unter der Leitung von Mikrobiologe Prof. Dr. med. Achim Kaasch.

Insgesamt 29 Forschungsprojekte wurden im Rahmen der Veranstaltung
präsentiert. Professor Kaasch betonte: „Die Universitätsmedizin Magdeburg
hat sich bereits seit der ersten Stunde an dem Nationalen
Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin im Kampf gegen COVID-19
beteiligt. Aber auch darüber hinaus forschen zahlreiche Arbeitsgruppen
hier am Standort zu diesem Thema.“ Darunter sind großangelegte Studien zur
Immunreaktion, zur Verbreitung des Virus im Großraum Magdeburg, zu
Auswirkungen der Corona-Pandemie unter anderem für die Risikogruppen der
älteren Menschen, Pflegepersonal und pflegende Angehörige sowie zur
Versorgung von Betroffenen mit Long-COVID. Ein Vorhaben befasst sich mit
Surveillance und Testung, ein weiteres mit den Thema Pandemiemanagement.
Auch das deutschlandweit einmalige „AKTIN-Register“, durch welches das
Robert Koch-Institut seit März 2020 täglich wichtige Echtzeit-Daten zur
Lage in deutschen Notaufnahmen während der COVID-19-Pandemie erhält,
zählte zu den vorgestellten Projekten.

Als Vertreter des Fakultätsvorstandes der Medizinischen Fakultät der Otto-
von-Guericke-Universität Magdeburg richtete Forschungsdekan Prof. Dr. med.
Florian Junne ein Grußwort an die Gäste und unterstrich: „Unsere
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben mit ihren
Forschungsprojekten über die neuartige Infektionskrankheit COVID-19
maßgeblich dazu beigetragen, Gesundheitseinrichtungen, Gesellschaft und
auch Politik bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen. Und
obwohl wir seit Ausbruch der Pandemie einige wertvolle Erkenntnisse
gewonnen haben, sind vor allem die Langzeitfolgen für Erkrankte noch
weitestgehend unerforscht. Deshalb wollen wir als Universitätsmedizin
Magdeburg weitere wissenschaftliche Anstrengungen unternehmen, um unter
anderem für Betroffene mit den Krankheitsbildern Long COVID
beziehungsweise Post-COVID-19 verbesserte Therapiestrategien zu
entwickeln.“ „Aber auch die Frage nach der Pandemie-Resilienz, das heißt,
wie gut sind wir auf künftige Pandemien vorbereitet und wie kann im
Gesundheitssystem eine größere Resilienz erreicht werden, wird uns noch
weiter beschäftigen“, ergänzt Professor Kaasch. Zu diesen und weiteren
wissenschaftlichen Folgefragen wurde in einem offenen fachlichen Austausch
im Rahmen einer gemeinsamen Poster-Ausstellung am Nachmittag diskutiert.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann würdigte das hohe
Engagement der Magdeburger Forscherinnen und Forscher im Kampf gegen die
Corona-Pandemie. „Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig
medizinische Spitzenforschung ist und welch großer Beitrag hier von der
Universitätsmedizin geleistet werden kann: in der Erforschung, in der
Therapie und nicht zuletzt auch in der Politikberatung. Diese Pandemie
haben wir auch dank hervorragender wissenschaftlicher Leistungen
überwunden. Als Erkrankung bleibt Covid-19 jedoch eine Herausforderung.
Noch immer gibt es Ansteckungen und auch die Therapie von Long- und Post-
Covid-Fällen sollte weiter optimiert werden. Deshalb wird das Land
Sachsen-Anhalt die Universitätsmedizin in Magdeburg und Halle weiterhin
bei ihren vielfältigen Forschungsprojekten unterstützen“, so Willingmann.

Lokale Stabstelle des Netzwerks Universitätsmedizin

Die Lokale Stabsstelle des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) in Magdeburg
fungiert als Schnittstelle zwischen der zentralen Koordinierungsstelle des
NUM an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, den Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern am Standort Magdeburg sowie den weiteren Lokalen
Stabsstellen anderer Universitätsmedizinstandorte.