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Energieforschung hoch drei - neue Kooperation vereinbart

(v.l.): René Demling, stellvertretender Leiter des JMU-Justiziariats, JMU-Kanzler Uwe Klug, JMU-Präsident Paul Pauli, der wissenschaftliche Leiter des CAE, Jürgen Hartmann, CAE-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Ebert und THWS-Präside  Foto: Robert Emmerich  Universität Würzburg
(v.l.): René Demling, stellvertretender Leiter des JMU-Justiziariats, JMU-Kanzler Uwe Klug, JMU-Präsident Paul Pauli, der wissenschaftliche Leiter des CAE, Jürgen Hartmann, CAE-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Ebert und THWS-Präside Foto: Robert Emmerich Universität Würzburg
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(v.l.): René Demling, stellvertretender Leiter des JMU-Justiziariats, JMU-Kanzler Uwe Klug, JMU-Präsident Paul Pauli, der wissenschaftliche Leiter des CAE, Jürgen Hartmann, CAE-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Ebert und THWS-Präside  Foto: Robert Emmerich  Universität Würzburg
(v.l.): René Demling, stellvertretender Leiter des JMU-Justiziariats, JMU-Kanzler Uwe Klug, JMU-Präsident Paul Pauli, der wissenschaftliche Leiter des CAE, Jürgen Hartmann, CAE-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Ebert und THWS-Präside Foto: Robert Emmerich Universität Würzburg

Drei Würzburger Wissenschaftseinrichtungen haben eine Intensivierung ihrer
Zusammenarbeit beschlossen: das Center for Applied Energy Research, die
Technische Hochschule und die Universität.

Das in Würzburg ansässige Center for Applied Energy Research e.V. (CAE)
arbeitet an Lösungen für ein nachhaltiges, klimaneutrales Energiesystem.
Dabei setzt es auf Synergien zwischen erneuerbaren Energien und
Technologien für mehr Energieeffizienz.

Der Arbeitsschwerpunkt des CAE ist es, Technologien für die
Weiterentwicklung des Energiesystems in Deutschland zu konzipieren. Die
Forschungsarbeiten erstrecken sich von der Materialforschung über die
Komponentenentwicklung bis hin zur Systemforschung – immer vor dem
Hintergrund, Innovationen in die Anwendung zu bringen.

Eine wichtige Rolle spielt auch die effiziente Einbindung von Erneuerbaren
Energien und Energiespeichern und die Ausschöpfung von
Effizienzpotentialen bei bestehenden Energiesystemen einzelner Gebäude,
ganzer Stadtteile und Industriestandorte. Die Teams des CAE denken bei
ihren Konzepten immer auch die mögliche Rolle von Wasserstoff als
Energieträger und -speicher im Energiesystem mit.

Um solche komplexen Systeme effizient steuern zu können, arbeitet das CAE
außerdem an softwarebasierten Lösungen. Im Projekt KICk-StARtER-G zum
Beispiel, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird, entwickelt
es einen KI-basierten Controller zur Steuerung der Gebäudetechnik von
Industrie- und Bürogebäuden, um eine maximale Energieeffizienz bei
gleichzeitig hohem Nutzerkomfort zu erzielen.

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Auf diesen und weiteren Gebieten wird das CAE künftig verstärkt mit der
der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und der Technischen
Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) kooperieren. Eine entsprechende
Vereinbarung zwischen den drei Institutionen wurde am 12. Juni 2023 im
Senatssaal der JMU unterzeichnet.

„Als CAE sind wir stolz, mit der Universität und der THWS diese besondere
Kooperation einzugehen. Wir sind überzeugt, dass sich große
Synergiepotentiale erschließen lassen, indem die unterschiedlichen Stärken
der einzelnen Partner noch effizienter genutzt werden. Wir haben ja
schließlich gemeinsam die Aufgabe, die große Herausforderung der Energie-
und Klimakrise zu meistern“, so CAE-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Peter
Ebert.

Sein Vorstandskollege und Wissenschaftlicher Leiter des CAE, Professor
Jürgen Hartmann, freut sich: „Als Forschungsprofessor an der THWS und
Absolvent der JMU bin ich über die enge Verknüpfung der drei
Forschungseinrichtungen sehr glücklich, weil wir so – insbesondere die für
die Region Mainfranken wichtigen – Herausforderungen des Klimawandels und
der Energiewende synergetisch anpacken und wissenschaftlich-technologische
Lösungen entwickeln können. Diese können wir vor Ort erproben und dann für
andere Regionen und Anforderungen verfügbar machen“.

„Die Energie- und Klimaforschung an der JMU bietet viele Schnittstellen
für Kooperationen mit dem CAE und der THWS“, sagt JMU-Präsident Paul
Pauli. „Von der neuen Kooperation werden auch Studierende der JMU
profitieren, etwa wenn sie Praktika oder Abschlussarbeiten in
Zusammenarbeit mit dem CAE machen.“

THWS-Präsident Robert Grebner ist überzeugt: „Die Kooperation und ihr
multidisziplinärer Weg ist für uns das beste Beispiel, wie die Vernetzung
von Wissen, Menschen und Regionen die Voraussetzungen schaffen kann, um
die zukunftsrelevanten Herausforderungen unser Zeit, insbesondere der
Energie- und Klimakrise, zu meistern.“

Mehrwert für die Region

Schon seit längerem als Partner verbunden sind die drei Institutionen im
Verbundprojekt REKLINEU (Regionale Wege zu klimaneutralen Hochschulen),
gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Hier bringen
sie ihre Expertisen zusammen, um mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in
deutschen Hochschulen zu erreichen. Das Projekt ist ein schönes Beispiel
dafür, wie die Dreierkonstellation aus CAE, THWS und JMU auch einen
Mehrwert für die Region schafft.