Wissenslücken zur Ukraine füllen
Zwei interaktive E-Learning-Kurse vermitteln gesichertes Grundwissen zur
Geschichte und Gegenwart der Ukraine und erläutern Hintergründe des
andauernden Krieges. Zwei Versionen für Schülerinnen und Schüler ab Klasse
7 sowie Erwachsene.
Wissenslücken zu Geschichte und Gegenwart der Ukraine wollen zwei
interaktive E-Learning-Kurse schließen, die aus dem Leibniz-
Forschungsnetzwerk „Östliches Europa“ und unter Mitwirkung von
bildungswissenschaftlichen Leibniz-Instituten entstanden sind. Unter dem
Titel „Die Ukraine. Geschichte und Gegenwart eines europäischen Staates“
vermitteln die Kurse gesichertes Grundwissen zur Ukraine und den
Hintergründen des andauernden Krieges. Die Kurse sind kostenfrei über das
Online-Portal „Copernico – Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen
Europa“ abrufbar und in einer didaktisch aufbereiteten Version für
Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 sowie einer vertiefenden Version für
Erwachsene verfügbar.
Die E-Learning-Kurse stellen die Ukraine als souveränen, europäischen
Staat vor und liefern wichtige Hintergrundinformationen zum russischen
Angriffskrieg. Bilder, Kartenmaterial und Grafiken begleiten die Texte. An
geeigneten Stellen werden populärkulturelle Elemente oder Materialien aus
den sozialen Medien eingebettet. In Frage&Antwort-Videos erklären
Expertinnen und Experten des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Östliches
Europa“ komplexe Sachverhalte kurz und verständlich. Auszüge aus Oral-
History-Interviews mit Zeitzeugen bieten zudem eine Nahperspektive auf den
Krieg. Ein grafisch unterlegtes, narratives Video fasst gut eintausend
Jahre ukrainischer Geschichte zusammen. Abgerundet wird das Angebot durch
interaktive Quizformate, die Gelerntes abfragen und wiederholen, Wissen
festigen, aber auch zur Auflockerung der Kurse beitragen.
Die Kurse sind als Selbstlerneinheiten konzipiert und können begleitend im
Schulunterricht eingesetzt oder individuell genutzt werden. In der
Erwachsenen- und politischen Bildung eignen sie sich als Grundlage und
Ausgangspunkt für eine vertiefte Beschäftigung mit der Ukraine.
Leibniz-Präsidentin Martina Brockmeier hebt den innovativen, praxisnahen
Ansatz des neuen Angebots hervor: „Der russische Angriffskrieg gegen die
Ukraine hat vielen vor Augen geführt, wie wenig wir doch über die Ukraine
und ihre Geschichte wissen. Die neuen E-Learning-Kurse des Leibniz-
Forschungsnetzwerks „Östliches Europa“ helfen diese Wissenslücken zu
füllen. Ihr Entstehen aus einer Kooperation von sieben Leibniz-Instituten
aus unterschiedlichen Fachbereichen ist ein wunderbares Beispiel für
passgenauen Wissenstransfer und den lebendigen Dialog zwischen Forschung
und Gesellschaft, für den die Leibniz-Gemeinschaft steht.“
Zu den Kursen: <https://www.copernico.eu/de/u
gegenwart>
Ein Mitschnitt einer Online-Präsentation ist online verfügbar und liefert
einen tieferen Einblick in die interaktiven und multimedialen Kurse:
<https://youtu.be/MAYh9Rg-ig4>
Die Kurse entstanden zwischen August 2022 und Februar 2023 am Leipziger
Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in
Kooperation mit mehreren Instituten des Leibniz-Forschungsnetzwerks
„Östliches Europa“ aus Leipzig, Marburg, Potsdam und Regensburg sowie
unter Mitwirkung von bildungswissenschaftlichen Leibniz-Instituten aus
Bonn, Braunschweig und Tübingen. Die technische Umsetzung übernahm das
Forschungszentrum Eurac Research (Center for Autonomy Experience) in
Bozen. Das Vorhaben wurde durch die Leibniz-Gemeinschaft mit Mitteln des
Strategiefonds des Präsidiums gefördert. Weitere Informationen unter
<https://leibniz-gwzo.de/de/wi
kurs-die-ukraine>
