Hanna Kokko ist neues Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Hanna Kokko, theoretische Evolutionsbiologin und Humboldt-
Professorin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ist am vergangenen
Samstag in Berlin feierlich als neues Mitglied in die Berlin-
Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aufgenommen worden.
Humboldt-Professorin der JGU in renommierte Vereinigung herausragender
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgenommen
Prof. Dr. Hanna Kokko, theoretische Evolutionsbiologin und Humboldt-
Professorin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), ist am
vergangenen Samstag in Berlin feierlich als neues Mitglied in die Berlin-
Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) aufgenommen worden.
Die BBAW, vormals Preußische Akademie der Wissenschaften, ist eine
renommierte Vereinigung von rund 400 herausragenden Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern und nimmt unter anderem Aufgaben der Gesellschafts-
und Politikberatung wahr. „Es ist eine große Freude und Ehre für mich, in
die Akademie aufgenommen worden zu sein. Da die Mitgliedschaft lebenslang
ist, freue ich mich sehr auf die sich dadurch bietenden vielfältigen
Möglichkeiten zum Austausch und zur Weiterentwicklung wichtiger Ideen“,
sagt Kokko. „Die Akademie strebt danach, sowohl die Kommunikation zwischen
Natur- und Geisteswissenschaften als auch die Kommunikation zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken, zum Beispiel mit dem Programm
Aufklärung 2.0, das sich dem Problem der Verbreitung von
Falschinformationen widmet. Diese Themen liegen auch mir sehr am Herzen.“
Hanna Kokko kam zum 1. Januar dieses Jahres mit einer Humboldt-Professur,
dem höchstdotierten deutschen Forschungspreis, an die JGU. Sie wurde 1971
in Finnland geboren und war von 2014 bis 2022 Professorin für Evolutionäre
Ökologie an der Universität Zürich. 1997 promovierte sie an der
Universität Helsinki, die ihr eine Auszeichnung für ihre Dissertation
verlieh. Weitere wissenschaftliche Stationen von ihr waren unter anderem
die University of Cambridge, die University of Glasgow, die Universität
Jyväskylä und die Australian National University. Kokko wurde 2007 als
lebenslanges Mitglied in die finnische Wissenschaftsakademie aufgenommen.
Seit 2014 ist sie Mitglied der Australian Academy of Science und seit 2020
Mitglied der American Academy of Arts and Science.
Kokko arbeitet am Übergang von theoretischer und empirischer Forschung und
an Schnittstellen von Biologie, Bioinformatik und Medizin. Ziel ihrer
Arbeit ist es, das Zusammenwirken von evolutionären und ökologischen
Prozessen besser zu verstehen. Dafür wendet Kokko Modellrechnungen auf die
Logik der Evolution an. Ihre bahnbrechenden Beiträge zu zentralen Fragen
der Evolutionsbiologie, etwa zur Evolution von sexueller Fortpflanzung und
zur Evolution kooperativen Verhaltens, haben ihr Feld maßgeblich und
nachhaltig geprägt. Für die JGU ist die Berufung von Kokko ein bedeutsamer
Schritt im Ausbau ihrer Lebenswissenschaften, besonders im Bereich der
theoretischen Methodenentwicklung in der Biologie.
