ergrößertes Bündnis aus 89 Organisationen erneuert Appell für einen Nationalen Bildungsgipfel
Dem im März veröffentlichten Appell zur Einberufung eines Nationalen Bildungsgipfels haben sich zahlreiche weitere Organisationen angeschlossen – darunter die Montag Stiftungen aus Bonn. Der breite Kreis aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften ruft die Regierungschef*innen der Bundesländer und den Bundeskanzler dazu auf, den dringend benötigten, grundlegenden Wandlungsprozess in der Bildung einzuleiten. Anlässlich der letzten Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) vor der Sommerpause bekräftigt das Bündnis: Die Lösung der massiven Probleme im deutschen Bildungssystem duldet keinen Aufschub mehr.
Angesichts der weiterhin ungelösten, gravierenden Probleme im deutschen Bildungssystem schließen sich die Montag Stiftungen dem Appell zur Einberufung eines Nationalen Bildungsgipfels (#NeustartBildungJetzt) an. „Als unabhängige, gemeinnützige Stiftungsgruppe mit dem Leitbild Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung engagieren wir uns seit Jahrzehnten in verschiedenen Projekten für Chancengerechtigkeit. Aus unserer inklusiven Grundhaltung unterstützen wir den Aufruf an die Regierungschef*innen der Bundesländer und den Bundeskanzler, den dringend benötigten, grundlegenden Wandlungsprozess in der Bildung einzuleiten“, so Dr. Meike Kricke und Barbara Pampe, Vorständinnen der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.
Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ist in den Handlungsfeldern Pädagogische Architektur, Bildung im digitalen Wandel und Inklusive ganztägige Bildung aktiv. Die Montag Stiftung Denkwerkstatt konzipiert u.a. neue Beteiligungsformate zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements und hat 2020 den unabhängigen bundesweiten Bürgerrat Bildung und Lernen ins Leben gerufen. Der Bürgerrat, in dem auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren mitarbeiten, entwickelt über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren Empfehlungen für eine chancengerechte Bildung. Das aktuelle Programm „K/eine Chance – Vorschläge für eine gerechte Bildung“ wird Anfang Juli 2023 veröffentlicht.
Nationaler Bildungsgipfel als Auftakt zu einem kontinuierlichen Reformprozess
Nach Auffassung der Unterstützer*innen des Appells ist der geforderte Neustart in der Bildung in Form eines grundlegenden Reformprozesses notwendiger denn je. Anlässlich der letzten Sitzung der Kultusministerkonferenz vor der Sommerpause bekräftigen sie daher ihren Aufruf zu einer Initialzündung auf höchster politischer Ebene. Der Appell bleibt damit keine einmalige Aktion. Mit seiner Wiederholung soll der politische Druck aufrechterhalten werden. Unter www.neustart-bildung-jetzt.de wurde eine neue Website aufgesetzt, die den Appell im Wortlaut, die aktuelle Liste der unterstützenden Organisationen sowie weitere Informationen bereithält.
Dass großer Handlungsbedarf in der Bildung gesehen wird, zeigen weitere Initiativen, die sich nach der erstmaligen Veröffentlichung des Appells in den vergangenen Wochen gegründet haben und die ähnliche bildungspolitische Forderungen stellen.
Für die Unterstützer*innen von #NeustartBildungJetzt steht fest, dass ein Nationaler Bildungsgipfel nur den Auftakt zu einem kontinuierlichen Dialog- und Reformprozess zwischen allen beteiligten Akteuren darstellen kann. Es gehe darum, Vertreter*innen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft sowie von Eltern und Schüler*innen zusammenzubringen. Mit der Verstetigung des Appells erneuern die unterstützenden Organisationen ihr Angebot, an diesem Prozess mitzuwirken. Es gelte, jetzt gemeinsam die Weichen für ein leistungsfähigeres, begabungs- und chancengerechteres Bildungssystem zu stellen.
