Abstimmung Citizen Science: Projekt „Sommer im Grünen“ für Klimaschutz
Beim deutschlandweiten Wettbewerb „Auf die Plätze – Citizen Science in
deiner Stadt“ hat es nur ein Projekt aus Bayern in die Runde des
Vorentscheids geschafft: Mit „Sommer im Grünen“ wollen die Hochschule
Coburg, die Oskar-Hacker-Stiftung, der Green Deal der Stadt Coburg und die
Gemeinde Ahorn gemeinsam den Klimaschutz stärken. Wer das unterstützen
möchte, kann jetzt online für das Projekt abstimmen auf https://www
.citizenscience-wettbewerb.de/
Wir alle sind Teil des Klimawandels – als Betroffene, aber auch als
Verursachende. Der Gedanke hinter dem Projekt „Sommer im Grünen“ ist:
Viele kleine Beiträge können zusammen große Wirkung erzielen. Mit
Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sollen deshalb alltagstaugliche
und leicht nachbaubare Ideen für klimafreundliche und sommerfeste Garten-
und Grünanlagengestaltung entwickelt und erprobt werden. „Die Konzepte
sollen zum Nachbauen und Weiterexperimentieren einladen“, erklärt Prof.
Dr. Niko Kohls. „Damit wir im Coburger Land auch in Zukunft trotz mehr
Hitze und Trockenheit den Sommer im Grünen genießen können!“ Kohls forscht
und lehrt an der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Gesundheit
der Hochschule Coburg und leitet das Projekt. Es ist das einzige in
Bayern, das es in den Vorentscheid des Wettbewerbs „Auf die Plätze –
Citizen Science in deiner Stadt“ von Wissenschaft im Dialog und dem Museum
für Naturkunde in Berlin geschafft hat. Wer das bayerische Team
unterstützen möchte, kann seine Stimme online abgeben: ab sofort bis
einschließlich Freitag, 21. Juli unter https://www.citizenscience-
wettbewerb.de/.
Versuchsflächen im Schlosspark
Das Projektteam hat sich vor wenigen Tagen auf Schloss Hohenstein in der
Gemeinde Ahorn getroffen, um die Konzeption abzustimmen. Als
Versuchsflächen werden im Schlosspark ein Kräuterlabor entstehen, ein
Klima-Insektenschloss und ein cooles Feuchtbiotop. Zur Entwicklung der
Konzepte werden wissenschaftlich fundierte Methoden gemeinsam mit
Entdecker:innen und Forscher:innen der Zivilgesellschaft angewendet. In
partizipativen Workshops sollen Experimente zum Wasserhaushalt bei
verschiedenen Pflanz- und Bodenkombinationen stattfinden und auch zur
Klima-Optimierung in Insektenhotels und der Förderung von
Temperaturausgleich und Biodiversität durch passende Oberflächengestaltung
geforscht werden. Bei allen Experimenten werden die Bürger:innen auch in
die Datenerhebung und -auswertung aktiv einbezogen. Um zu prüfen, ob das
Konzept aufgeht, nimmt das Projekt auch unter die Lupe, wie sich durch das
gemeinsame Forschen die Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit in Bezug auf
gemeinsam getragene klimafreundliche Maßnahmen im Coburger Land verändern.
„Wir freuen uns, den Schlosspark von Schloss Hohenstein als
Experimentierfeld zur Verfügung stellen zu können“, sagt Ralph Veil,
Vorstandsvorsitzender der Oskar-Hacker Stiftung. „Der Schlosspark schafft
mit seinem Ambiente ein tolles Lernumfeld zum Ausprobieren und
Wohlfühlen.“ Er soll in den kommenden Jahren im Hinblick auf den
Klimawandel umgestaltet werden. „Den Sommer im Grünen genießen“ biete
dafür einen wunderbaren Aufschlag.“ Zusätzlich findet das Projekt im
Makerspace von CREAPOLIS der Hochschule Coburg einen kreativen Ort, an dem
gewerkelt, vorbereitet und nachgebaut werden kann. So können die
erarbeiteten Ideen dann für andere Standorte wie beispielsweise
Pausenhöfe, Unternehmensgelände, Außengelände von Pflegeeinrichtungen
adaptiert werden.
Ein starkes Netzwerk
Martin Finzel, Bürgermeister der Gemeinde Ahorn, unterstützt das Projekt
gern: „In Ahorn werden bereits aktive Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel ergriffen. Wir begrüßen, dass über das Projekt die Bürgerinnen
und Bürger noch stärker in die lokalen Anpassungen einbezogen werden.“
Karin Engelhardt von der Stadt Coburg ergänzt: „Wir wollen mit „Den Sommer
im Grünen genießen“ alle interessierten Bürger:innen aller Altersstufen
zum Mitforschen einladen. Dafür suchen wir auch den Kontakt zu
Naturschutzverbänden, Bildungseinrichtungen, Sozialen Institutionen sowie
Unternehmen. Der Green Deal 2030 bietet dafür eine sehr gute Plattform.“
Prof. Kohls ist überzeugt: „Das Miteinander macht nicht nur Spaß und
bringt eine wertvolle Lernerfahrung - so bildet sich auch ein starkes
Netzwerk. Dadurch werden alle Beteiligten entsprechende Maßnahmen
zukünftig leichter durchführen und als Multiplikator:innen wirken können.
“
Das Voting
Im Rennen mit neun weiteren Finalist:innen hat das Projektteam bis Ende
Juli Zeit, die Projektidee weiter auszuarbeiten. Ende September wählt die
Wettbewerbsjury drei Konzepte aus. Außerdem fließt die Online-Abstimmung
in die Bewertung ein. Wer Fragen zum Projekt hat oder wissen möchte, wie
ein Verein oder eine Institution beim Projekt dabei sein können, kann sich
an die Hochschule Coburg wenden: Katrin Schwuchow und Monika Schnabel
geben Auskunft unter
