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Autonome Erntehelfer – HHN nimmt am Field Robot Event teil und gewinnt 3. Platz

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Beim dreitägigen Field Robot Event geht es um die Landwirtschaft von
morgen: Mit Einsatz von KI sollen Ackerfelder präzise von Schädlingen
befreit werden.

• Teams aus aller Welt zeigen in Slowenien, was ihre autonomen Mini-
Roboter dazu leisten können.

• Die Hochschule Heilbronn landet in der Disziplin „Hindernis umfahren“
auf dem Siegertreppchen.

Heilbronn, Juni 2023. Kürzlich noch im Forschungslabor, anschließend im
Transporter nach Slowenien: Benedict Bauer ist wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Hochschule Heilbronn (HHN) und widmet sich im Otto
Rettenmaier-Forschungslabor eigentlich den Zukunftstechnologien unserer
Industrie von morgen. Doch einmal jährlich geht’s für den Experten der
Automatisierungstechnik auf internationale Ackerböden: Mit einem HHN-
Student*innen-Team reist er regelmäßig zum Field Robot Event, einem
weltweiten Wettbewerb, bei dem die Landwirtschaft der Zukunft im Fokus
steht: Autonome Mini-Roboter sollen sich um Erntepflanzen kümmern, sie
pflegen und dabei keinesfalls beschädigen. Benedict Bauer betreut die
teilnehmende HHN-Truppe, die in diesem Jahr aus den Studenten Klaudius
König, Paul Wolff, Marcel Holzwarth sowie Martin Haag besteht. Auch
Professor Torsten Heverhagen ist mit an Bord sowie der selbst konstruierte
Robo-Landwirt FloriBot 4.0, der dem Team auch seinen Namen gibt.

Gemeinsam geht’s für das sechsköpfige HHN-Team FloriBot an die slowenische
Universität Maribor, wo das diesjährige Field Robot Event stattfindet. Was
zunächst spielerisch klingt, unterliegt knallharten Wettkampfdisziplinen,
die es zu bewerkstelligen gilt – dazu gehören:

• Die Navigation: Es geht hierbei um das Navigieren durch in Reihen
gepflanzte Kulturen wie Mais oder Weintrauben.

• Die Behandlung der Pflanzen: Hier muss das Team beweisen, dass die
smarten Robo-Landwirte die Ernte und ihren Zustand erkennt, um sie
hochpräzise zu gießen oder zu düngen.

• Die Sensorik: Hier zeigen die Teilnehmenden, wie feinfühlig die KI-
gesteuerte Lösung ist, um Rehe sowie Menschen auf dem Maisfeld zu
erkennen.

• Das Hindernisse umfahren: Hier geht‘s um eingebaute
Sicherheitsmechanismen, um die zuvor erkannten Tiere und Personen vor
potenziellen Verletzungen zu schützen.

„Der Wettbewerb ist in diesem Jahr sehr herausfordernd gewesen, da die
Maispflanzen noch sehr klein waren. Trotzdem haben wir es beim Task
Obstacle Avoidance, also der Hindernisumfahrung, bei dem es sich um eine
Kombination der vorausgegangenen Aufgaben handelt, mit dem 3. Platz aufs
Treppchen geschafft“, sagt Benedict Bauer nach dem Wettkampf. Auch in den
restlichen Kategorien schneidet der HHN-Roboter FloriBot 4.0 im guten
Mittelfeld ab und verpasst teilweise nur knapp das Siegerpodest.


Spielerisch ein ernstes Thema anpacken

Das Field Robot Event ist weit mehr als nur ein großes Spielfeld für
Nachwuchsingenieur*innen: Der traditionelle Weg der Landwirtschaft, mit
seinem hohen Einsatz von Schädlingsbekämpfer, wird revolutioniert: „Die
Grundidee des Wettbewerbs ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu
reduzieren, in dem wir durch Einsatz von KI präzise erkennen können, wo
sich Unkraut oder Schädlinge auf dem Feld befinden. Dadurch entfällt der
pauschale und großflächige Einsatz von Pestiziden auf dem gesamten
Ackerfeld“, erläutert Benedict Bauer.

Das Field Robot Event feiert 2023 in Slowenien sein 20. Jubiläum, bei dem
insgesamt 15 internationale Teams an den Start gehen.
Die damalige Austragung des studentischen Wettbewerbs im Jahr 2019 auf der
BUGA in Heilbronn, ist von Benedict Bauer realisiert worden.

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Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der
größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und
Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim,
Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60
zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch
berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere
Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der
Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt.
Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende
zudem beim Lebensziel Unternehmertum.