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Hochschule Koblenz feierte 10 Jahre Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement

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Staus und dicke Luft, Wasserknappheit oder Hochwasser? Die
Herausforderungen im Umwelt- und Verkehrssektor sind vielfältig. Genau
dafür haben die Bauingenieurinnen und Bauingenieure im Bachelorstudiengang
Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement (UWIM) an der Hochschule
Koblenz Lösungen parat. Seit zehn Jahren werden sie an der Hochschule
Koblenz im Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe interdisziplinär und mit
Blick für Umwelt und Nachhaltigkeit ausgebildet. Bei einem feierlichen
Festakt kamen nun Alumni, Unternehmen und Hochschulangehörige zusammen, um
gemeinsam einen Rück- und Ausblick zu wagen.

Der Studiengang hat sich in dem Jahrzehnt weiterentwickelt – das war das
Fazit der aktuellen und ehemaligen Professorinnen und Professoren, die für
ihren kurzweiligen Rückblick ein von einer Künstlichen Intelligenz
verfasstes Gedicht gemeinsam vortrugen. Ursprünglich als besonderer
Bauingenieurstudiengang für technisch interessierte Frauen konzipiert,
dann aber auch stark von Männern nachgefragt, öffnete er sich schnell für
alle Geschlechter. Die immer stärkere Betonung auf Nachhaltigkeitsthemen
führte schließlich zu der Erweiterung des Namens um die Umweltkomponente.
Geblieben ist, dass sich die Studierenden im Laufe des Bachelorstudiums
für einen der Schwerpunkte Wassermanagement oder Infrastrukturmanagement
entscheiden.

„Mit einem Abschluss in diesem Studiengang einen Job zu finden ist kein
Problem“, so Stefan Ohliger, der den Studiengang 2019 beendet und dann
noch ein Masterstudium in Bauingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung
Wasser und Baubetrieb angeschlossen hat. Er ist als Planer und Bauleiter
unterwegs – vom Neubau des Bahnknotens Bamberg bis zur Behandlung von
Regenwasser mit Bodenfiltern. Auch Absolventin Inga Reuter, die 2017 mit
dem Bachelorstudiengang fertig geworden ist und dann ebenfalls noch ihren
Master in Bauingenieurwesen gemacht hat, hat in kurzer Zeit schon viel
erlebt im Job: Sie hat arabische Städte mitgeplant, dann den
Schwerlastverkehr auf Autobahnen optimiert und beginnt bald eine neue
Stelle am Hamburger Hafen. Der Studiengang hat beide gut darauf
vorbereitet: Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen werden um Umwelt- und
Planungsrecht ergänzt. Wichtige Schlüsselkompetenzen wie Präsentation und
Mediation werden vermittelt und kommen beispielsweise bei Elena Krupp
täglich zum Einsatz: Die Ingenieurin erklärt und vermittelt von der Flut
betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Fließwege von Starkregen sowie
Maßnahmen zur Schadensbegrenzung.

„Von diesen Studierenden können wir noch mehr gebrauchen“, so
Unternehmensvertreter Dr. Thomas Siekmann, Geschäftsführer der
Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner. Sein Ingenieurbüro habe
bereits sieben UWIM-Absolventinnen und -Absolventen eingestellt und sei
hochzufrieden mit ihrer Arbeit. Um eine praxisnahe Ausbildung zu
gewährleisten, kooperiert die Hochschule Koblenz eng mit Behörden wie dem
Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz oder der Struktur- und
Genehmigungsdirektion Nord, mit Ingenieurbüros und mit Bauunternehmen. „Es
ist toll, was aus unseren Studierenden geworden ist“, so
Studiengangsleiterin Prof. Dr. Dörte Ziegler. Sie wirbt zusammen mit ihrem
Kollegium für diesen Studiengang Umwelt-, Wasser- und
Infrastrukturmanagement, damit für die Verkehrswende und die Sicherung der
Wasserressourcen auch zukünftig Fachkräfte bereitstehen.

Zum kommenden Wintersemester startet der zulassungsfreie
Bachelorstudiengang Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement mit neuen
Studierenden in die nächste Runde. Interessierte können sich auf der
Homepage unter www.hs-koblenz.de/uwim informieren.