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Kommunale Wärmeplanung in kleinen Kommunen – Antworten auf 10 wichtige Fragen

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Kleine Kommunen stehen vor der Herausforderung, ihre Wärmeversorgung
nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Um sie dabei zu unterstützen,
haben die Mitgliedskommunen des vom Deutschen Institut für Urbanistik
koordinierten Arbeitskreises Kommunaler Klimaschutz eine Praxishilfe
entwickelt.

Berlin/Köln. Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument zur
Umstellung der Wärmeversorgungsstruktur auf erneuerbare Energien. Da mehr
als die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf die Wärmeerzeugung entfällt,
ist die Energiewende im Wärmesektor von großer Bedeutung. Zudem erhöht die
aktuelle Situation den Handlungsdruck in Bezug auf Versorgungssicherheit
und Bezahlbarkeit.

Auch kleine Kommunen stehen vor der Herausforderung, ihre Wärmeversorgung
nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Um diese Kommunen bei dem
Prozess zu unterstützen, haben die Mitgliedskommunen des vom Deutschen
Institut für Urbanistik (Difu) koordinierten Arbeitskreises Kommunaler
Klimaschutz (AKK) Antworten auf 10 wichtige Fragen zur kommunalen
Wärmeplanung erarbeitet.

Die Kommunale Wärmeplanung bietet Vorteile für kleine Gemeinden und damit
für ihre Bürger*innen. Sie ermöglicht eine detaillierte Bestands- und
Potenzialanalyse als Grundlage für die Planung und Umsetzung von
Maßnahmen, die auf erneuerbare Energien setzen. Eine erfolgreiche
Umsetzung erfordert die frühzeitige Beteiligung und Unterstützung aller
relevanten Akteur*innen, einschließlich Kommunalverwaltungen, politischer
Gremien und Öffentlichkeit.

Wichtige Elemente einer kommunalen Wärmeplanung sind u.a. Bestands- und
Potenzialanalysen, Zielszenarien, Strategieentwicklung sowie die
Berücksichtigung erneuerbarer Energien, der Energieeffizienz sowie von
Wärmenetzen.

Die Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung der Wärmeplanung sollten
einschließlich verschiedener Förderprogramme auf kommunaler, regionaler
und nationaler Ebene geprüft werden.

Transparente Kommunikation und Information der Bürger*innen sind
entscheidend, um Akzeptanz und Unterstützung für die geplanten Maßnahmen
zu gewinnen. Informationsveranstaltungen, Beteiligungsprozesse und die
Einbindung lokaler Akteur*innen sind hilfreich, um die Interessen und
Bedürfnisse bei der Planung einzubeziehen.

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung sollten in einem Wärmeplan
zusammengefasst werden, der als Leitfaden für die zukünftige
Wärmeversorgung der Gemeinde dient.

Die im AKK-Arbeitspapier gebündelten Antworten auf 10 wichtige Fragen zur
kommunalen Wärmeplanung bieten kleinen Kommunen eine Orientierungshilfe
und Unterstützung bei der Planung ihrer nachhaltigen Wärmeversorgung.

Hintergrund
Der Arbeitskreis Kommunaler Klimaschutz (AKK) besteht überwiegend aus
Vertreter*innen der Preisträgerkommunen des Wettbewerbs "Klimaaktive
Kommune" und der kommunalen Spitzenverbände, Deutscher Städtetag,
Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund. Das
Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) koordiniert den Arbeitskreis und
begleitet ihn fachlich. Der AKK beschäftigt sich mit Themen rund um den
kommunalen Klimaschutz. Mit verschiedenen Veröffentlichungen gibt der
Arbeitskreis praxisorientierte Hinweise zu aktuellen Fragestellungen.
Zielgruppen sind die Verwaltungen in Kommunen ebenso wie
Entscheidungsträger*innen auf politischer Ebene. Der Arbeitskreis wird im
Rahmen des NKI-Projekts "Klimaaktive Kommunen – Ideenpool und Wegweiser"
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Mitgliedskommunen des Arbeitskreises Kommunaler Klimaschutz: Landkreis
Bayreuth, Stadt Bremerhaven, Stadt Dortmund, Stadt Hagen, Ilm-Kreis, Stadt
Jena, Stadt Karlsruhe, Stadt Mannheim, Stadt Norderstedt, Stadt Nürnberg,
Stadt Offenbach, Landkreis Oldenburg, Stadt Rheinberg, Ortsgemeinde
Schnorbach, Kreis Steinfurt, Flecken Steyerberg, Hansestadt Stralsund,
Landeshauptstadt Stuttgart, Landkreis Teltow-Fläming, Stadt Viernheim,
Landkreis St. Wendel, Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadt Zwickau