Das klassische Business-Outfit ist auf dem Rückzug
Der Anzug mit Krawatte für den Herren und das Kostüm für die Damen waren über viele Jahrzehnte die „Uniform“ für Geschäftstermine. Es vermittelte Seriosität und Wertschätzung gegenüber dem Geschäftspartner oder dem Kunden. Auch heute treten noch viele Verkäufer klassisch auf, was auch nicht unbedingt falsch ist. Die Männer lassen jedoch immer häufiger eine Krawatte zu Hause. Selbst in der ARD-Nachrichtensendung „Tagesschau“ ist sie für die Sprecher nicht mehr Pflicht.
Was getragen wird, kommt auch auf die Branche an. Von einem Bankangestellten wird etwas anderes erwartet als vom Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs. Ein Hemd ohne Krawatte reicht hier häufig aus. Generell geben Experten den Tipp, sich nicht zu verkleiden. Wer nie einen Anzug trägt, wirkt bei einem Termin in Business-Kleidung schnell, als ob er sich verkleidet hat. Es ist wichtig, eine Synthese zu finden. Es geht darum, angemessen gekleidet zu sind und sich wohlzufühlen. Nur diese Kombination kommt beim Gegenüber überzeugend an.
Das Oberhemd bleibt Standard
Für Männer bleibt das Oberhemd ein wichtiger Bestandteil des Outfits. Das Waschen übernimmt die Waschmaschine, doch so, wie es von der Wäscheleine oder aus dem Trockner kommt, kann es nicht angezogen werden. Ein zerknittertes Kleidungsstück unter dem Anzug mag in der Freizeit schick aussehen, im Business ist es eher unangemessen. Wenn der Termin kurzfristig anberaumt wurde, bleibt möglicherweise keine Zeit, erst das Bügeleisen aufzuheizen. Es gibt jedoch Methoden, um Hemden ohne Bügeln zu glätten.
Die schnelle und wirkungsvolle Alternative ist ein Faltenglätter für Textilien. Mit dem Spray wird das leicht feuchte Kleidungsstück einfach auf den Kleiderbügel gehängt und eingesprüht. Danach wird es noch einmal etwas zurecht gezupft und fertig ist das businesstaugliche Hemd. Es gibt weitere Varianten, ein Hemd ohne Bügeleisen glatt zu bekommen. Ein Hilfsmittel ist der Wasserdampf, der am Morgen beim Duschen entsteht. Auch der Föhn kann mehr als Haare trocknen. Gerade bei Dienstreisen, ist es wichtig, die Knitter aus dem Koffer wieder glätten zu können. Besser ist es hier natürlich, Hemden ohne Falten zu transportieren. Dies gelingt am besten mit Hemdentaschen.
Dem Termin angemessen kleiden
Der Vertrieb kennt verschiedene Dresscodes, etwa:
- Business Standard
- Formal Business Attire
- „Come as you are“ (für das Abendessen nach dem Businessteil)
- Casual Friday
Für den Erfolg im Vertrieb ist es entscheidend, beim Kunden Vertrauen zu gewinnen. Zu den wichtigen Maßnahmen der Kundenbindung gehört auch die Kleidung. Vertriebsmitarbeiter sollten darauf achten, nicht zu abgehoben aufzutreten. Hier schafft Ähnlichkeit das meiste Vertrauen. Weicht das Outfit zu stark ab, erzeugt es beim Gegenüber Zurückhaltung und Misstrauen. Empfehlenswert ist es, etwas eleganter als der Kunde angezogen zu sein.
Frauen haben deutlich mehr Variationsmöglichkeiten. Vorsichtig sollten sie bei der Wahl des Schmucks sein. Weniger ist hier mehr. Zu viel Edelmetall sieht schnell überladen aus und macht einen unseriösen Eindruck. Ein zu kurzer Rock oder ein zu tiefes Dekolleté sind ebenfalls für den Verkaufserfolg nicht förderlich.
Fazit
Die ganz strengen Regeln für das Outfit zu einem Business Termin sind nicht mehr zeitgemäß. Das erleichtert die Wahl der Kleidung jedoch nur bedingt. Mehr denn je kommt es auf das richtige Gespür an, die geeignete Kombination für den Termin zu finden.
