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DIVI-Strukturempfehlungen international publiziert

Professor Dr. med. Christian Waydhas  Medienzentrum UK Essen
Professor Dr. med. Christian Waydhas Medienzentrum UK Essen
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Professor Dr. med. Christian Waydhas  Medienzentrum UK Essen
Professor Dr. med. Christian Waydhas Medienzentrum UK Essen

Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der komplett überarbeiteten
Empfehlung für eine adäquate Struktur und Ausstattung von
Intensivstationen durch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – die DIVI-Strukturempfehlungen 2022 –
ist diese jetzt auf Englisch veröffentlicht. Die Fachzeitschrift „Magazin
Frontiers in Medicine” publizierte die Recommendations on the structure,
personal, and organization of intensive care units als open access.

„Wir sind stolz darauf, die deutsche Perspektive auf die Intensivmedizin
auch einem internationalen Fachpublikum aufzeigen zu können“, sagt
Professor Dr. med. Christian Waydhas, DIVI-Präsidiumsmitglied und
Koordinator des deutschen wie englischen Papers. Die DIVI-
Strukturempfehlungen 2022 seien nicht nur für deutsche Intensivmediziner
ein Meilenstein für die Zukunft.

Die Recherchen rund um die englische Veröffentlichung brachte eine
spannende Erkenntnis: „Weltweit ist die DIVI-Strukturempfehlung nach
längerer Zeit die Erste, die aktuelle Literatur für die Ausstattung und
das Personal auf Intensivstationen berücksichtigt“, weiß Professor
Waydhas. In den Pandemiejahren lag der Fokus vieler Kollegen auf der
Behandlung der COVID-Patienten. „Jetzt ist die Zeit gekommen, gerade mit
den Erfahrungen der vergangenen Pandemiejahre, weltweit zu diskutieren,
wie die Qualität der Patientenversorgung auf intensiv- und
notfallmedizinischen Stationen maßgeblich verbessert werden kann durch
Struktur, Personal und bauliche Gestaltung“, so Waydhas.

Hintergrund der DIVI-Strukturempfehlungen

Bereits im Jahr 2010 publizierte die DIVI eine erste Strukturempfehlung.
Mehr als zwölf Jahre später haben sich die Bedingungen im Gesundheitswesen
– und vor allem in der Intensiv- und Notfallmedizin – deutlich verändert.
Personalmangel und die Vorhaltung von Intensivbetten stehen derzeit im
Vordergrund einer intensiv geführten Debatte. So wurden im vergangenen
Dezember die grundlegend überarbeiteten DIVI-Strukturempfehlungen 2022
veröffentlicht.

Orientiert haben sich die Autoren der Leitlinie nicht nur an ökonomisch-
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch an neuen
internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Standards und
Empfehlungen. Zudem war die interprofessionelle und interdisziplinäre
Zusammenarbeit bei der Erstellung essenziell: Pflegekräfte, Therapeuten,
Ärzte und andere Spezialisten arbeiteten gemeinsam zwei Jahre an der
Empfehlung.

Umsetzung der Empfehlungen ist große Gemeinschaftsaufgabe

Weiterhin ist die Hoffnung der DIVI ist groß, dass die DIVI-
Strukturempfehlungen in Deutschland sukzessive umgesetzt werden – und man
international wieder in einen regen Austausch kommt. Die Realisierung ist
eine große Gemeinschaftsaufgabe. Mit den Empfehlungen wende man uns nicht
nur an das medizinische und pflegerische Personal, sondern auch an die
Kostenträger, an die Politik und letztlich auch an die Gesellschaft.
„Solche wichtigen, fundamentalen Änderungen können nur gemeinsam und durch
äußere Regeln realisiert werden“, ist sich Waydhas sicher, „und immer mit
Blick auf die bessere Versorgung unserer Patienten in der Intensiv- und
Notfallmedizin.“