Inklusive und gesunde Ernährungssysteme in Städten
Projektpartner von FUSILLI tauschten sich in Turin aus. FUSILLI wird von
der EU mit insgesamt 12,8 Millionen Euro von 2021 bis 2024 gefördert. Im
Zentrum steht die Transformation von Ernährungssystemen in 12 Städten hin
zu mehr Nachhaltigkeit. Daran beteiligen sich die Städte Athen, Castelo
Branco, Differdange, Kharkiv, Kolding, Nilufer, Oslo, Rijeka, Rom, San
Sebastián, Tampere und Turin.
Mehr als 30 Partner aus 13 europäischen Ländern trafen sich vom 26. bis
28. Juni 2023 in Turin, Italien um über nachhaltige, inklusive und gesunde
Ernährungssysteme in Städten zu diskutieren. Das Treffen fand im Rahmen
des von der EU finanzierten Projekts FUSILLI statt. Die Projektpartner
nutzten die Gelegenheit, um die lokalen Projektaktivitäten in Turin
kennenzulernen.
Das Steinbeis Europa Zentrum ist als einziger deutscher Partner im
Konsortium. Es sorgt dafür, dass die Lernerfahrungen aus den
Projektaktivitäten, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die
politischen Empfehlungen international verbreitet werden. Darüber
verantwortet es im Projekt das Innovationsmanagement und sorgt dafür, dass
im Projekt entstandene Produkte, Dienstleistungen und Ressourcen
mittelfristig den Markt erreichen und nach dem Projektende weiter
bestehen.
FUSILLI wird von der EU mit insgesamt 12,8 Millionen Euro von 2021 bis
2024 gefördert. Im Zentrum steht die Transformation von Ernährungssystemen
in 12 Städten hin zu mehr Nachhaltigkeit. Daran beteiligen sich die Städte
Athen, Castelo Branco, Differdange, Kharkiv, Kolding, Nilufer, Oslo,
Rijeka, Rom, San Sebastián, Tampere und Turin. Diese Städte sind die
Hauptakteure des Projekts, indem sie innovative Maßnahmen entlang der
gesamten Lebensmittelkette (Produktion und Verarbeitung, Verteilung und
Logistik, Konsum, Lebensmittelverschwendung sowie Governance) in
sogenannten Living Labs umsetzen. Die Forschungspartner im FUSILLI
begleiten den Transformationsprozess und bewerten die Aktivitäten. Die
gewonnenen Erkenntnisse werden international geteilt, um andere Städte
dazu zu motivieren, besonders erfolgreiche Aktivitäten zu übernehmen.
Die Voraussetzungen zur Transformation der urbanen Ernährungssysteme sind
in jeder Stadt unterschiedlich. Die Projektpartner treffen sich alle 6
Monate in einer der Projektstädte, um ihre Aktivitäten abzustimmen,
Workshops durchzuführen, Allianzen zu schmieden, aber vor allem das lokale
Ökosystem und die Interessengruppen und Akteure der jeweiligen Stadt
kennenzulernen, die das Projektmeeting ausrichtet.
Im Juni 2023hatte die Stadt Turin die Möglichkeit, sich dem Konsortium
vorzustellen. Eine Vielzahl lokaler Partner von der Forschung bis hin zu
sozialen Initiativen trug zum Programm bei: unter anderem die Universität
Turin, die einen sogenannten „Food-Atlas“ für die Stadt entwickelt und
regelmäßig Food Metrics Reports veröffentlicht; die Universität für
Gastronomische Wissenschaften Pollenzo, die zirkuläre Modelle für
Lebensmittel entwickelt; das PUNTO al cibo Network, das eine
Schlüsselrolle bei der Vernetzung der Akteure des Turiner
Ernährungssystems spielt; die NGO Fondazione Mirafiori, die gemeinsam mit
und für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Mirafiori neue
Lebensmittelprodukte und -dienstleistungen entwickelt; Orti Generali, das
einen enormen Grünraum für Urban Gardening, soziale und
Bildungsaktivitäten rund um das Thema Biodiversität für seinen Stadtteil
bietet; RePoPP, ein Projekt, das sich der Reduzierung von
Lebensmittelverschwendung am Porta Palazzo widmet - dem größten
Freiluftmarkt Europas im Herzen von Turin - und Torino City Lab, das
Innovationsprojekte in der Stadt fördert.
Die Stadtverwaltung Turin, Hauptpartner von Turin in FUSILLI - -
organisierte ein sehr informatives dreitägiges Treffen, bei dem mehr als
50 Partner aus ganz Europa Turins vielfältige und bemerkenswerte
Bemühungen zur Verbesserung des lokalen Ernährungssystems entdecken und
dieses Wissen weit verbreiten konnten. Nun, da die Verbindungen
hergestellt sind und die FUSILLI-Partner die Möglichkeit hatten, die
Hauptakteure persönlich kennenzulernen, wird der Austausch mit Turin in
Zukunft mit Sicherheit weiter fortgesetzt.
