Fraunhofer IBMT und htwsaar: Technologietransfer von technischer Idee bis Start-up - Pitches innovativer Businesspläne
Studentische Teams der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der htwsaar
stellen sich mit ihren innovativen Geschäftsideen für Start-ups in sechs
Pitches einer hochkarätigen Jury
Heutzutage ist es wichtiger denn je, gute Ideen aus der
Hochschullandschaft heraus in die industrielle Umsetzung zu bringen. Nicht
jede Idee eignet sich jedoch tatsächlich dazu, ein Start-up zu gründen. Es
braucht neben einem ausgereiften technischen Ansatz auch einen gut
durchdachten Businessplan und Marktkenntnis, um eine reale Chance auf eine
sich finanziell tragende Umsetzung zu haben.
Eine Schnittstelle der Hochschule für Technik und Wirtschaft des
Saarlandes (htwsaar) mit der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und des
im Saarland langjährig in Forschung und Entwicklung erfahrenen Fraunhofer-
Instituts für Biomedizinische Technik IBMT ist in diesem Zusammenhang in
persona Prof. Dr. Ralf Oetinger. Professor Oetinger hält eine
Brückenprofessur von der htwsaar zum Fraunhofer IBMT inne, wo er den
Bereich Geschäftsprozesse und Technologiebewertung leitet. Er bildet die
Studierenden in der Fakultät der htwsaar nicht nur zu Ingenierinnen und
Ingenieuren aus, sondern vermittelt ihnen in seiner Vorlesung zur
Unternehmensführung zusätzlich die Fähigkeiten, die benötigt werden, gute
Ideen auch in den Markt zu bringen. Technologietransfer ist das
Zauberwort.
Hochkarätige Jury bewertet die Pitches der Businessideen
So fanden sich am 11. Juli 2023 sechs studentische Teams der htwsaar à je
fünf Personen mit ihren im Sommersemester 2023 erworbenen Kenntnissen im
Themengebiet Unternehmensführung im großen Seminarraum des Fraunhofer-
Instituts für Biomedizinische Technik IBMT an dessen Hauptsitz in Sulzbach
ein. Ihre Mission - ihre Businesspläne für eine ausgearbeitete
Geschäftsidee aus ihrem technischen Studium einer sechsköpfigen Jury
vorzustellen und so eine fachkundige Einschätzung/Bewertung ihrer
innovativen Idee hinsichtlich der Technikreife, Marktchance und
Umsetzbarkeit zu erhalten. In den Pitches deckten die angehenden
Ingenieurinnen und Ingenieure der Jury alle relevanten Aspekte ab.
Die Jury bestand aus einem Vertreter der SIKB, Herrn Andreas Wehr,
Investment Management, der seinen Fokus auf die Finanzierung und
Marktchancen der Geschäftsidee richtete, Herrn Peter Hirschmann, Fa. WOLL
Maschinenbau, der den Aspekt der Unternehmensgründungen aus Sicht der
Unternehmensleitung abdeckte, Frau Ass. jur. Melanie Jacobi, am Fraunhofer
IBMT verantwortlich für juristische Dienstleistungen und Personal, Prof.
Dr.-Ing. Moritz Habschied, htwsaar, Fachbereich Werkstoffkunde für die
Technik sowie Prof. Dr. Ralf Oetinger, Leiter Technologiebewertung und
Geschäftsprozesse am Fraunhofer IBMT und Lehrstuhl für Unternehmensführung
an der htwsaar, der die vorgestellten Projekte auf die jeweilige
Geschäftsidee, Innovationshöhe und Marktgängigkeit bewertete.
In den Pitches standen die sechs Teams der Jury Rede und Antwort und so
konnten am Ende des interessanten Tages drei besonders überzeugende
Geschäftsideen mit einer Empfehlung der Jury zur Weiterverfolgung
ausgezeichnet werden.
Die beste Geschäftsidee bestand in der Entwicklung eines Exoskeletts, das
sich beim Sturz versteift und so Motorradfahrer vor Verletzungen im
Bereich der Wirbelsäule schützen soll. Die beiden anderen Geschäftsideen
bezogen sich auf den Aufbau eines Dienstleistungsunternehmen im Bereich
zerstörungsfreier Messverfahren sowie auf die Entwicklung und Produktion
innovativer Bürsten für technische Reinigungsaufgaben ohne Wasserzusatz.
Für das Fraunhofer IBMT nahm darüber hinaus der stellvertretende Leiter
der Abteilung Ultraschall, Dr. Marc Fournelle, teil. In einem
interessanten Vortrag über die zukunftsweisenden Technologien des
Instituts im Bereich des Ultraschalls von biomedizinischen Anwendungen
über technische Einsatzmöglichkeiten bis zum Sonar, zeigte Dr. Fournelle,
wie man in einem Fraunhofer-Institut der angewandten Forschung und
Entwicklung Ideen bis hin zu marktreifen Prototypen und Systemen
entwickelt und einen Technologietransfer in die Industrie bewerkstelligt.
