Kick-Off ThWIC – Thüringer Wasser-Innovationscluster an der EAH Jena
Mit einer zweitägigen Kick-Off Veranstaltung am 05. und 06.07.2023 fand
das erste persönliche Bündnistreffen aller Projektpartner im ThWIC –
Thüringer Wasser-Innovationscluster in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule
(EAH) Jena statt. Hauptziel der Veranstaltung war die Vernetzung mit den
anderen Teilprojekten und Partnern im Cluster. Abgerundet wurde das
Treffen mit einer Abendveranstaltung im Botanischen Garten, bei der es zu
einem regen Austausch und der Entwicklung neuer Ideen kam.
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte
Projekt soll in den kommenden drei Jahren ein interdisziplinäres Zentrum
von nationaler und internationaler Strahlkraft werden. Außerdem soll es zu
Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und der Verankerung des
Themas in der Gesellschaft beitragen. „Gemeinsam mit unseren Partnern
wollen wir aus Thüringen heraus Impulse zur Lösung globaler Wasserprobleme
setzen und die Vorteile des Thüringer Mittelstands nutzen, um
Spitzenforschung schneller in gesellschaftliche Anwendung zu bringen“,
heißt es auf der Projekt-Homepage (https://www.thwic.uni-jena.de
uns).
Das Team in der AG-Bliedtner an der EAH Jena besteht aktuell aus Prof. Dr.
Jens Bliedtner, Andreas Hopf, Hans Georg Pensel und Anne-Marie Layher.
Unter der Koordination von Prof. Dr. Ingolf Voigt (Fraunhofer-Institut für
Keramische Technologien und Systeme IKTS) beschäftigt sich das Projektteam
mit der Entwicklung komplexer, keramischer Trägerstrukturen für neuartige
Membranen oder Membranmodule. Dabei stehen additive Fertigungsverfahren
und erreichbare Strukturauflösungen im Mittelpunkt. Eine Besonderheit ist
die Orientierung an biologischen Vorbildern auf diesem Gebiet, im
konkreten Fall an der menschlichen Niere.
Zum Kick-Off stellte Prof. Dr. Jens Bliedtner das Teilprojekt „Technische
Niere“ vor und begeisterte die Projektpartner mit den Ideen. Ziel sind
additiv gefertigte Strukturen, die am Prozessende eine Porengröße von
einem Mikrometer und kleiner aufweisen sollen, um sich der menschlichen
Niere mit Strukturen um 60 Nanometer anzunähern. In einem Mitte Mai
erfolgten Fachseminar konnte durch Prof. Dr. Martin Busch
(Universitätsklinikum Jena) bereits ein Eindruck über die Funktionen und
Strukturen der menschlichen Niere erlangt werden. Das Wissen über die
Leistungsfähigkeit der Natur motiviert, eine Membranstruktur zu
entwickeln, die alle aktuellen Filtermembranen auf dem Gebiet verbessern
wird.
Das gesamte Projektteam wie auch die Clustersprecher Prof. Dr. Michael
Stelter und Dr. Patrick Bräutigam (beide Friedrich-Schiller-Universität
Jena und Fraunhofer IKTS) sprechen von einer rundum gelungenen und
inspirierenden Veranstaltung im Sinne einer erfolgreichen Zusammenarbeit
im Thüringer Wasser-Innovationscluster.
(Text: Hans Georg Pensel, EAH Jena)
Weitere Informationen:
https://www.ag-bliedtner.de/in
projekte/459-thwic
https://www.thwic.uni-jena.de
https://www.clusters4future.de
