Kleine Städte – große Bedeutung
Die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift „IzR – Informationen zur
Raumentwicklung“ widmet sich somit den Kleinstädten weltweit, ihrer
Entwicklung und den damit verbundenen Aufgaben.
Metropolen stehen überwiegend im Fokus von politischen und
gesellschaftlichen Debatten. Die Belange kleiner Städte treten dabei
häufig in den Hintergrund, obwohl diese in vielen Ländern das Rückgrat des
Siedlungsgefüges bilden. Die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift „IzR –
Informationen zur Raumentwicklung“ widmet sich somit den Kleinstädten
weltweit, ihrer Entwicklung und den damit verbundenen Aufgaben.
„Allein in Deutschland leben fast 25 Millionen Menschen in Kleinstädten –
und damit fast so viele wie in den 80 deutschen Großstädten“ sagt der
Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR),
Dr. Markus Eltges. „Die geografische Lage von Kleinstädten, zentral oder
peripher, erklärt Unterschiede in den lokalen Standort- und
Lebensbedingungen. Unabhängig von ihrer Lage tragen Kleinstädte maßgeblich
zu gleichwertigen Lebensverhältnissen bei – als Wohnorte, aber auch als
wirtschaftliche Zentren in den Regionen. Viele heimliche Weltmarktführer
haben hier ihren Sitz. Aufholen müssen die Kommunen vor allem bei der
Versorgung mit schnellem Internet. Hier gibt es nach wie vor eine große
Lücke zur Versorgung in den Großstädten.“
Im Fokus des Hefts stehen neben Beiträgen aus Deutschland andere
europäische Länder sowie Indien und die USA. Auch wenn sich die
Entwicklung und das Leben vor Ort unterschiedlich gestalten,
kristallisieren sich international übertragbare Muster und Ansätze heraus.
Die französische Perspektive zeigt beispielsweise, dass Kleinstädte
wirtschaftlich häufig von der Nähe zu Großstädten profitieren. Ein Beitrag
aus Polen stellt Initiativen vor, die auch in anderen Ländern die
kommunale Zusammenarbeit stärken und kleine Städte strategisch entwickeln
können. Die Bürgermeisterin einer ostdeutschen Kleinstadt schildert im
Interview, auf welche Weise sich der Abwanderung und dem demografischen
Wandel entgegenwirken lässt. Die Beispiele aus den USA und Indien zeigen
insbesondere, dass kleine Städte weltweit größere politische
Aufmerksamkeit benötigen, damit eine ausgewogene regionale Entwicklung
möglich ist. Das nützt auch der Umwelt.
Das Heft stellt darüber hinaus den HochschulCampus Kleinstadtforschung
vor. Die Initiative vernetzt Forschende, bietet eine interdisziplinäre
Plattform für Austausch und gemeinsame Aktivitäten und fördert den
wissenschaftlichen Nachwuchs.
Das eJournal des IzR-Hefts „Kleinstädte international“ ist ab sofort beim
Franz Steiner Verlag online erhältlich. Interessierte können die
Druckversion per E-Mail bestellen:
der Fachzeitschrift „IzR – Informationen zur Raumentwicklung“ ist das
BBSR.
Weitere Informationen und eine kostenlose Leseprobe finden Sie hier:
<www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/vero
