Zum Hauptinhalt springen

Projektträger Jülich erhält Zuschlag für die Projektträgerschaft „Klimaschutzverträge“

Pin It

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat den
Projektträger Jülich (PtJ) mit der Umsetzung der „Klimaschutzverträge“
(KSV) beauftragt. PtJ setzt den Auftrag im Konsortium mit VDI/VDE IT,
Deloitte und CMS um. Mit den Klimaschutzverträgen soll die Industrie auf
dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt werden.

Die Transformation energieintensiver Grundstoffindustrien zur
Klimaneutralität muss in kurzer Zeit gelingen, um die Klimaschutzziele zu
erreichen. Für die meisten Industrieunternehmen ist die Umstellung auf
klimafreundlichere Verfahren unter jetzigen Marktbedingungen bislang nicht
wirtschaftlich. Denn: Klimafreundliche Verfahren sind mit hohen Mehrkosten
verbunden.

Hier setzt das Förderprogramm „Klimaschutzverträge“ (KSV) an: Nach dem
Prinzip von CO2-Differenzverträgen soll ein Ausgleich der Mehrkosten
erfolgen, die den Unternehmen aus energieintensiven Industriebranchen
durch die Errichtung (CAPEX) und den Betrieb (OPEX) von
klimafreundlicheren Anlagen im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen
entstehen. Sobald die Produktion durch die klimafreundlichen Anlagen
günstiger erfolgen kann als die konventionelle Produktion, kehrt sich das
durch den Klimaschutzvertrag begründete Zahlungsverhältnis um:
Mehreinnahmen der geförderten Unternehmen fließen an den Staat zurück.

Die Klimaschutzverträge leisten so einen wesentlichen Beitrag dazu, dass
klimafreundliche Technologien marktfähig werden und schließlich ohne
staatliche Förderung auskommen.
Die Klimaschutzverträge des BMWK sind ein Instrument auf dem Weg zur
Klimaneutralität bis 2045. Die energieintensiven Grundstoffindustrien
haben nur rund zwei Dekaden Zeit für die Transformation zur
Klimaneutralität.

Die Förderung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren auf Grundlage eines
Zuwendungsbescheides mit anschließendem Abschluss eines
Klimaschutzvertrags.

Über den Projektträger Jülich (PtJ)

Als einer der größten Projektträger Deutschlands ist PtJ Partner für
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit seinen Kompetenzen im
Forschungs- und Innovationsmanagement unterstützt er seine Auftraggeber in
Bund und Ländern sowie die Europäische Kommission bei der Realisierung
ihrer forschungspolitischen Zielsetzungen. Förderinteressierte und
Antragstellende berät er über aktuelle Förderinitiativen und betreut sie
bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Vorhaben.

Neben der Projektförderung engagiert sich PtJ in der strategischen
Vorausschau und der Innovationsbegleitung, insbesondere in der
Fachkommunikation sowie dem begleitenden Monitoring und in
Evaluationsprozessen. Damit trägt PtJ dem Anspruch seiner Auftraggeber
Rechnung, Ergebnisse der Forschungs- und Innovationsförderung in die
Gesellschaft hinein zu kommunizieren und die Zielerreichung der Programme
stets im Blick zu haben.