m schulischen Musik- und Kunstunterricht Digitalität reflektieren und nutzen
Welche digitalen Werkzeuge können in der Schule im Musik- und
Kunstunterricht zum Einsatz kommen? Um Lehrkräftefortbildungen zur
digitalen Musikproduktion geht es in einem von der Universität Oldenburg
geleiteten Verbundvorhaben, das vom Bundesbildungsministerium gefördert
wird. Im Mittelpunkt von zwei Oldenburger Teilprojekten in einem weiteren
Forschungsverbund steht der Einsatz digitaler Methoden wie Künstlicher
Intelligenz oder virtueller Realität im Kunstunterricht.
Mit einem Computer und spezieller Software ist es heute viel einfacher als
früher, Musik selbst zu produzieren – auch im Musikunterricht. Das
Potenzial der digitalen Musikproduktion für die Schule will nun ein Team
unter Leitung des Musikpädagogen Prof. Dr. Mario Dunkel von der
Universität Oldenburg im Verbundvorhaben DiDiPro („Digitalität –
Diversität – Producing: Praktiken populärer Musik in Schule und
Weiterbildung“) heben. Das Bundesbildungsministerium (BMBF) fördert das
Projekt als Teil des Kompetenzzentrums Kunst/Musik/Sport für digitales und
digital gestütztes Unterrichten bis zum Frühjahr 2026. Der Verbund aus
drei Universitäten erhält insgesamt 1,15 Millionen Euro, davon gehen knapp
440.000 Euro an die Universität Oldenburg. Die Kunstpädagogin Prof. Dr.
Michaela Kaiser ist an einem weiteren Forschungsverbund innerhalb des
Kompetenzzentrums beteiligt. Im Projekt DigiProSMK
(„Digitalisierungsbezogene und digital gestützte Professionalisierung von
Sport-, Musik- und Kunstlehrkräften“), das Prof. Dr. Britta Fischer von
der Universität Kiel koordiniert , leitet sie zwei Teilprojekte, die das
BMBF mit insgesamt rund 600.000 Euro fördert.
Die Beteiligten des Projekts DiDiPro entwickeln diversitätssensible Fort-
und Weiterbildungen für Musiklehrkräfte, in denen es im Schwerpunkt um
digitale Musikproduktion geht. „Das digitale Producing vereint viele
Praktiken populärer Musik und birgt daher ein enormes Potenzial für den
Musikunterricht“, sagt Projektkoordinator Dunkel. Dabei setzt das Team
darauf, allen Schüler*innen gleichermaßen einen Zugang zu diesen Techniken
zu ermöglichen – Überforderung soll ebenso vermieden werden wie das
Verstärken sozialer Ungleichheiten. Die drei Projektpartner – neben der
Universität Oldenburg sind die Universität Münster und die Universität
Lüneburg beteiligt – entwickeln insgesamt sieben Module für Fortbildungen
im Bereich Producing und Diversität. Diese wollen sie später auch auf
einer Online-Plattform bereitstellen. Antragsteller waren neben Dunkel
auch Dr. Sarah Hardjowirogo und Prof. Dr. Lars Oberhaus vom Oldenburger
Institut für Musik.
Um digitale Technologien im Kunstunterricht geht es in den zwei
Teilprojekten, die die Kunstpädagogin Kaiser innerhalb des
Verbundvorhabens DigiProSMK leitet. Ziel der Vorhaben ist es, die
Fachkompetenzen von Kunstlehrkräften in der Vermittlung insbesondere
zeitgenössischer Kunst unter Bedingungen von Digitalität und
Technologisierung von Kunst und Kunstunterricht forschungsbasiert zu
stärken. Die in der Kooperation von Forschung und Praxis entwickelten und
pilothaft erprobten Fortbildungen sollen Verfahren wie künstliche
Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realität sowie Anwendungen auf dem
Tablet für den Kunstunterricht reflektier- und nutzbar machen.
Im Kompetenzzentrum Musik/Kunst/Sport entwickeln insgesamt acht
Projektverbünde Fort- und Weiterbildungsformate, Tools und Materialien für
digital gestützten Unterricht sowie eine daran ausgerichtete
Lehrkräftebildung. Insgesamt fördert das BMBF drei weitere
Kompetenzzentren in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften, Technik), Sprachen/Gesellschaft/Wirtscha
Schulentwicklung.
