Lena Partzsch erhält den Lehrpreis Politikwissenschaft 2023
Der Lehrpreis Politikwissenschaft, den die Schader-Stiftung und die DVPW
dieses Jahr bereits zum dritten Mal verleihen, geht an Lena Partzsch für
ihr Lehrprojekt „Stockholm+50: Fünf Jahrzehnte globaler Umweltpolitik“,
das sie im Sommersemester 2022 am Otto-Suhr-Institut für
Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin durchgeführt hat. Im
Rahmen eines Master-Seminars hat sie gemeinsam mit den Studierenden eine
Ringvorlesung mit internationalen Expert*innen zum Thema organisiert, aus
der das Lehrbuch „The Environment in Global Sustainability Governance.
Perceptions, Actors, Innovations“ hervorgeht.
Der mit 1.000 Euro dotierte Lehrpreis Politikwissenschaft der Deutschen
Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung geht
2023 an Prof. Dr. Lena Partzsch von der Freien Universität Berlin für ihr
Lehrprojekt „Stockholm+50: Fünf Jahrzehnte globaler Umweltpolitik“.
Dies hat die vierköpfige Jury – bestehend aus Dr. Dannica Fleuß (Dublin
City University), Dr. Marilena Geugjes (Hessische Hochschule für
öffentliches Management und Sicherheit/Schader-Stiftung), Prof. Dr. Dirk
Jörke (Technische Universität Darmstadt) und Raphael Oidtmann (Universität
Mannheim) – am 1. August in Darmstadt bekannt gegeben.
Die prämierte Lehrveranstaltung wurde im Sommersemester 2022 am Otto-Suhr-
Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin
durchgeführt. Sie bestand aus zwei Teilen, einer hybriden Ringvorlesung
und einem begleitenden Masterseminar, und befasste sich mit
politikwissenschaftlichen Zugängen zur globalen Umweltpolitik. Die
Lehrveranstaltung orientierte sich dabei an der Agenda des UN-Gipfels
„Stockholm+50: A Healthy Planet for the Prosperity of All – Our
Responsibility, Our Opportunity” im Juni 2022. In der Vorlesung haben
renommierte internationale Wissenschaftler*innen ihre Beiträge zum
Lehrbuch „The Environment in Global Sustainability Governance.
Perceptions, Actors, Innovations“ vorgestellt, das im Herbst 2023
erscheinen wird. Die Studierenden stellten die jeweilige
Wissenschaftler*in vor und moderierten die Veranstaltung. Im Vorfeld der
Vorträge wurden im Seminar die einzelnen Beiträge besprochen, zugleich
führten die Studierenden Interviews mit den Vortragenden durch, die
ebenfalls im Lehrbuch abgedruckt werden.
Die Jury zeigte sich insbesondere durch die intensive Einbindung der
Studierenden in die Erstellung des Lehrbuches beeindruckt. Durch die
Kombination aus Vorlesung, begleitenden Masterseminar, den Einsatz
diverser didaktischer Methoden und nicht zuletzt die Heranführung der
Studierenden an das wissenschaftliche Arbeiten zeigt dieses Lehrprojekt in
vorbildlicher Weise, was bei entsprechendem Engagement in der
politikwissenschaftlichen Lehre möglich ist.
Der Lehrpreis wird 2023 bereits zum dritten Mal vergeben. Die
Preisverleihung findet am 26. September 2023 im Anschluss an eine
Podiumsdiskussion zu „Wie viel Politik und Politisierung verträgt die
Lehre?“ im Rahmen der Jahrestagung des DVPW-Arbeitskreises
„Hochschullehre“ in der Schader-Stiftung statt. Eine Anmeldung zur
Teilnahme ist über http://www.schader-stiftung.de
Podiumsdiskussion wird hybrid durchgeführt.
Die DVPW und die Schader-Stiftung haben den Lehrpreis Politikwissenschaft
2020 geschaffen, um besondere Leistungen in der politikwissenschaftlichen
Lehre auszuzeichnen. Der Preis wird seit 2021 jährlich vergeben, um die
besondere Bedeutung der politikwissenschaftlichen Hochschullehre sichtbar
machen und die Qualität der Lehre in der deutschen Politikwissenschaft
stärken. Die eingereichten Lehrprojekte werden im September im DVPW-Blog
in der Reihe „Herausragende Lehre in der deutschen Politikwissenschaft“
veröffentlicht.
