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Wie lebt es sich in der Stadt der Zukunft? - Konferenz #SdZ23“

Als Teil der Konferenz geht eine vertikale Ausstellung der Frage nach, wie Landschaften und Stadtstrukturen sich bisher entwickelt haben.  SpACE Lab at ISU  Map Data 2023 Esri, Maxar, Earthstar Geographics and the GIS User Community
Als Teil der Konferenz geht eine vertikale Ausstellung der Frage nach, wie Landschaften und Stadtstrukturen sich bisher entwickelt haben. SpACE Lab at ISU Map Data 2023 Esri, Maxar, Earthstar Geographics and the GIS User Community
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Als Teil der Konferenz geht eine vertikale Ausstellung der Frage nach, wie Landschaften und Stadtstrukturen sich bisher entwickelt haben.  SpACE Lab at ISU  Map Data 2023 Esri, Maxar, Earthstar Geographics and the GIS User Community
Als Teil der Konferenz geht eine vertikale Ausstellung der Frage nach, wie Landschaften und Stadtstrukturen sich bisher entwickelt haben. SpACE Lab at ISU Map Data 2023 Esri, Maxar, Earthstar Geographics and the GIS User Community

Die Stadt der Zukunft wird eine andere sein. Schon jetzt sind die Folgen
des Klimawandels mit steigenden Temperaturen, Dürren, Starkregen,
Waldbränden und Überschwemmungen spürbar. Doch wie können Städte und
Metropolregionen diesen Herausforderungen gerecht werden, beim Klima- und
Ressourcenschutz vorangehen und weiterhin lebenswert sein? Damit
beschäftigen sich Wissenschaftler*innen der TU  Braunschweig im
Forschungsschwerpunkt „Stadt der Zukunft“ und laden am 11. und 12. Oktober
mit der Konferenz #SdZ23 alle Interessierten zu Forschung und Aktionen
ein. Neben dem wissenschaftlichen Diskurs wird ein vielfältiges Programm
geboten – mit Ausstellungen, Vorträgen, Bühnenprogramm und Live-Musik.

„Die Transformation der Stadt ist der Schlüssel zur Gestaltung einer Welt,
die lebenswert bleibt: Sich anpassen an das, was nicht mehr zu ändern ist,
und rasch tun, was jetzt verändert werden muss. Dabei muss Wissenschaft
noch stärker eine Brücke schlagen, hinein in das Alltagsleben der
Menschen, in Kultur und Gesellschaft. Es liegt noch Übersetzungsarbeit vor
uns, damit wissenschaftliche Erkenntnisse auch dazu führen, dass Menschen
sich die unterschiedlichen noch möglichen Zukünfte vorstellen können und
an ihnen teilhaben wollen – damit nachhaltige Veränderung auch gelingt“,
sagen die Ko-Sprecher*innen des Forschungsschwerpunkts, Professorin
Vanessa Carlow und Professor Eckart Voigts. „In diesen Tagen hier in
Braunschweig wollen wir sie erklären, erarbeiten und erproben, die Stadt
der Zukunft mit ihren Problemen, aber auch immensen Potenzialen.“

Von Stadtvisionen für Braunschweig, über nachhaltige Landwirtschaft bis
zur Smart City

Deshalb laden acht Wissenschafts-getriebene Sessions von „Gute Wege“ bis
zum „Leben mit Wasser“ und eine Abschlussdiskussion mit dem renommierten
Klimaforscher Professor Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung an beiden Tagen zum interdisziplinären Dialog ein.
Darüber hinaus können Konferenz-Besucher*innen am 11. Oktober „Aktionen
für einen positiven Wandel“ erleben – von lebenswerten und produktiven
Städten über urbane Mobilität, Lebensmittelrettung, Pflanzenbörsen und
Smart Cities bis zur nachhaltigen Landwirtschaft. Start ist um 9 Uhr am
Architekturhochhaus an der Mühlenpfordtstraße mit einem gemeinsamen
Frühstück unter freiem Himmel nach dem Jeder-Bringt-Was-Mit-Prinzip.

Gut gestärkt beginnen dann die verschiedenen „Aktionen“, wie die
Ausstellung von „spaces4future“. Die Initiative zeigt einen Teil ihrer
Realutopien zu NewBrunswick, beispielsweise die innovative Grüntangente,
die vom Hafen bis in die Bahnstadt führt, oder Ideen zur Umnutzung der
leerstehenden Kaufhäuser. In einem performativen Vortrag zeigt Juliana
Hutai den Zusammenhang zwischen sozialer und ökologischer Wohnungsfrage
auf. Sie möchte gemeinsam mit dem Publikum überlegen: Wie wollen wir
städtische Flächen nutzen und wie möchten wir in Zukunft zusammenleben?

Wissenschaft ganz anschaulich

Wie sich Städte für die Zukunft rüsten und nachhaltiger werden, zeigt das
Institute for Sustainable Urbanism im Foyer des Mühlenpfordt-Hochhauses
mit der Ausstellung „Lebenswerte Stadt – 28 x Stadtentwicklung in
Dänemark“ der Königlich Dänischen Botschaft, Berlin. Vorgestellt werden
Beispiele gelungener und zukunftsweisender Stadtentwicklung. Dabei stehen
bewusst Projekte in kleineren und mittelgroßen Städten im Mittelpunkt.

Einblicke in die Gestaltung der größten innerstädtischen Potentialfläche
Braunschweigs, der „Bahnstadt Braunschweig“ gibt es in einem Vortrag auf
der Bühne. Außerdem stellt das Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik
der TU Braunschweig den Co_Living Campus vor, das Wissenschaftsquartier,
das am Campus Nord entstehen soll. Ihre Wissenschaft ganz anschaulich
erlebbar machen weitere Forschende der TU Braunschweig: Mit dem
Georadargerät der Geophysiker*innen können Besucher*innen vor dem Hochhaus
in der Mühlenpfordtstraße selbst einmal einen Blick in den Boden werfen.
Wie lebendig unsere Stadtgewässer sind, erfahren Interessierte an einem
weiteren Stand. Und warum die Stadt der Zukunft abends auf dem Sofa
beginnt, erklärt Professor Jan Büchsenschuß von der Ostfalia Hochschule
für angewandte Wissenschaften.

Und zum Ausklang: Live-Musik

Über moderne Landwirtschaft und Lösungsansätze für einen nachhaltigen,
umweltschonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen diskutiert das
Landvolk Braunschweig mit der Initiative „Eure Landwirte – Echt grün“.
Eine vertikale Ausstellung im Hochhaus möchte alle Besucher*innen
ermuntern, in die Landschafts- und Stadtmuster einzutauchen, die
Urbanisierung hinterlässt, und zu erraten, um welche Städte es sich bei
der Auswahl handeln könnte. Der Aufstieg bis in das zwölfte Obergeschoss
bleibt dabei nicht unbelohnt.

Die Konferenz bietet zudem vielfältige Gelegenheiten, sich auszutauschen
und mit den Wissenschaftler*innen der TU Braunschweig ins Gespräch zu
kommen.
Der erste Konferenz-Tag klingt aus, wie er begonnen hat: gemeinsam unter
freiem Himmel in der Stadt. Ab 17 Uhr bietet die Bühne dank der
Unterstützung des Instituts für Musik und ihre Vermittlung ein
abwechslungsreiches Programm unterschiedlicher Musikstile und Bands: mit
dem Niklas Wohlt Trio, Esra Salcan, Post-Line und New SoulGeneration
Braunschweig.

Konferenz #SdZ23

11. Oktober, 9 bis 22 Uhr
12. Oktober, 9 bis 15:30 Uhr (ausschließlich wissenschaftliche Sessions)
Mühlenpfordtstr. 23, 381016 Braunschweig

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Für das Rahmenprogramm mit
Aktionen, Projektvorstellungen, Vorträgen und Live-Musik ist keine
Anmeldung nötig.
Programm: https://sdz-konferenz.de/

Lebenswerte Stadt – 28 x Stadtentwicklung in Dänemark

Die Ausstellung der Königlich Dänischen Botschaft, Berlin ist vom 11.
Oktober bis 10. November im Foyer des Mühlenpfordt-Hochhauses zu sehen.
Die Eröffnung findet am 11. Oktober um 9:45 Uhr im Rahmen der Konferenz
#SdZ23 statt. Zur Eröffnung sprechen Birgitte Tovborg Jensen,
Kulturattaché der Dänischen Botschaft und Mathias Irminger Sonne, der
langjährige Politiken-Journalist und heutige Leiter der
Kommunikationsabteilung der Botschaft.
Zur Finissage am 7. November um 18 Uhr berichten Dr. Katrine Østergaard
Bang und Lisbet Volters aus der planerischen Praxis in Dänemark.

Über den Forschungsschwerpunkt „Stadt der Zukunft“

Die Konferenz #SdZ23 wird vom Forschungsschwerpunkt „Stadt der Zukunft“
der TU Braunschweig ausgerichtet. Als einer von vier thematischen
Schwerpunkten geht „Stadt der Zukunft“ seit 2015 der Fragestellung nach,
wie Städte angesichts weitreichender Herausforderungen einer
globalisierten Welt, fortschreitender Urbanisierung, Ressourcenschwunds
und Klimawandels auch zukünftig den Bedürfnissen ihrer Bewohner*innen
gerecht werden können. Dabei geht die Betrachtung der
Wissenschaftler*innen über physische Aspekte und Stadtgrenzen hinaus und
integriert historische, literarische, philosophische, soziale und
ökologische Themen.