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Lebenswerk „Diabetes und Herz“

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe  (Foto: Katrin Hertrampf).  HDZ NRW
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (Foto: Katrin Hertrampf). HDZ NRW
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Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe  (Foto: Katrin Hertrampf).  HDZ NRW
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (Foto: Katrin Hertrampf). HDZ NRW

Zu seinem 65. Geburtstag verabschiedet sich Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Diethelm Tschöpe von seinen klinischen Aufgaben als Direktor des
Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, - nicht jedoch von seinen universitären Aufgaben. Bis zur
Berufung seines Nachfolgers wird er Forschung und Lehre der Fachbereiche
Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie an der Ruhr-Universität
Bochum und der Medizinischen Fakultät OWL an der Universität Bielefeld
weiter vertreten.

Zwei Jahrzehnte hat Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe die
Klinikleitung der Diabetologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW),
Bad Oeynhausen, geprägt, einige Jahre davon als Ärztlicher Direktor des
Universitätsklinikums. Als Arzt, Wissenschaftler und Impulsgeber für die
Prävention, die sprechende Medizin, interdisziplinäre Zusammenarbeit und
ärztliche Fortbildung hat Prof. Tschöpe in dieser Zeit große Wertschätzung
und Anerkennung seiner Patientinnen und Patienten sowie der nationalen und
internationalen Fachwelt erfahren.

Professor Tschöpe blickt nicht nur auf insgesamt mehr als 40 Jahre
ärztliche Tätigkeit zurück, sondern auch auf viele Jahre des
ehrenamtlichen Engagements für Fachverbände, für die Patienten-Selbsthilfe
sowie für die ärztliche Selbstverwaltung, zuletzt als stellvertretender
Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Akademie für medizinische
Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und der
Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Der gebürtige Bonner studierte in München Medizin. Nach der Approbation
1983 war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der klinischen
Abteilung des Deutschen Diabetes-Forschungsinstitutes an der Heinrich-
Heine-Universität Düsseldorf tätig. Nach Habilitation und Erlangung der
Venia Legendi für das Fach Innere Medizin arbeitete er ab 1994 als
klinischer Oberarzt in Düsseldorf, ab 2002 zusätzlich als Lehrer des
European Board of Endocrinology (UEMS). Seit 2003 hat Prof. Tschöpe den
Lehrstuhl für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie an der Ruhr-
Universität Bochum inne und ist Klinikdirektor des Diabeteszentrums am HDZ
NRW in Bad Oeynhausen. Seit Mai dieses Jahres ist Professor Tschöpe zudem
offizielles Mitglied der Medizinischen Fakultät OWL der Universität
Bielefeld.

Prof. Tschöpes ehrenamtliches Engagement für die Ärztekammer Westfalen-
Lippe begann 2004 als Prüfer und Fachbegutachter in der ärztlichen
Weiterbildung. Seither gehört er auch der Fachsektion Innere Medizin und
Endokrinologie/ Diabetologie der Fortbildungsakademie an.
Seit 2016 bringt er sein Fachwissen und seine langjährige Erfahrung als
stellvertretender
Vorsitzender im Lenkungsausschuss der Akademie für medizinische
Fortbildung der
ÄKWL und der KVWL ein. Vor vier Jahren wurde der Diabetologe darüber
hinaus in die
ÄKWL-Kammerversammlung gewählt und ist seitdem im Arbeitskreis
„Hochschule, Ärztliche Ausbildung“ aktiv.

Prof. Tschöpe ist Vorsitzender der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ in
der Deutschen Diabetes Stiftung, Mitglied im Kuratorium Deutsche Diabetes-
Forschungsgesellschaft e.V.
sowie Mitglied in Herausgeberboards und Herausgeber zahlreicher
internationaler Publikationen. Für seine Verdienste wurde er bereits
vielfach ausgezeichnet, u. a. erhielt er die Ehrendoktorwürde der
Universität Cluj-Napuca (Rumänien), den Forschungspreis der Anna-
Wunderlich-Ernst-Jühling-Stiftung sowie den Ferdinand-Bertram-Preis der
Deutschen Diabetes Gesellschaft.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, mit 36.000 Patientinnen und Patienten
pro Jahr, davon 14.800 in stationärer Behandlung, zu den größten und
modernsten Zentren seiner Art in Europa.

Im Diabeteszentrum des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr.
h.c. Diethelm Tschöpe werden jährlich rund 2.000 Menschen mit allen Typen
des Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen behandelt. Zum
Leistungsspektrum gehört auch die Diagnostik und Therapie
endokrinologischer und gastroenterologischer Erkrankungen. Ein besonderer
Schwerpunkt ist die kardiovaskuläre Risikoabschätzung und Behandlung von
Herz- und Gefäßerkrankungen im integrierten Versorgungskonzept. Zudem ist
das Diabeteszentrum auf die Behandlung von Nervenschäden und
Durchblutungsstörungen spezialisiert, dazu gehört auch die Wundheilung bei
Diabetischem Fußsyndrom.