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Studie und Diskussion: Wie gespalten sind Deutschland und Europa?

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Ob Klimawandel, Migration oder der Krieg in der Ukraine: Bei fast jedem
Thema wird in der öffentlichen Debatte sofort vor gesellschaftlicher
Spaltung und Polarisierung gewarnt. Doch stimmt die These vom Verlust des
gesellschaftlichen Zusammenhalts? Wo stehen die Gesellschaften in
Deutschland und Europa wirklich? Darüber diskutieren der Dresdner
Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Vorländer und die Berliner
Soziologen Prof. Dr. Steffen Mau und Dr. Linus Westheuser vor dem
Hintergrund ihrer jüngsten Forschungsergebnisse am 16. November in
Dresden.

In Deutschland fällt der gesellschaftliche Konsens breiter aus als
gemeinhin erwartet. Allerdings gibt es Punkte, an denen sich Debatten
schnell entzünden. Zu diesem Schluss kommen die Soziologen Steffen Mau und
Linus Westheuser von der Humboldt-Universität zu Berlin in ihrem neuen
Buch „Triggerpunkte: Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft“.

Bei der Frage nach der Polarisierung kommt es auf die Affekte an. In
Deutschland und Europa ist zu beobachten: Bei vielen Themen, vor allem bei
„Klimawandel“ und „Migration“ erhitzen sich die Gemüter, geraten die
politischen Lager in heftige Auseinandersetzungen. Und das kann der
Demokratie gefährlich werden. Über die Konfliktpotentiale der affektiven
Polarisierung, die die Studie des Mercator Forum Migration und Demokratie
(MIDEM) aufzeigt, berichtet der Politikwissenschaftler Hans Vorländer.

Das öffentliche Gespräch über die gesellschaftlichen Konfliktlinien der
Gegenwart ist eine Kooperationsveranstaltung des Mercator Forum Migration
und Demokratie (MIDEM) an der TU Dresden und dem Europäischen Zentrum der
Künste – HELLERAU. Moderiert wird die Diskussion von Kathrin Müller-Lancé,
Redakteurin der Süddeutschen Zeitung.

Ort: Veranstaltungssaal im Institut für Holztechnologie, Zellescher Weg 24
Zeit: 16.11.2023, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.


Über MIDEM
Das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) ist ein
Forschungszentrum an der Technischen Universität Dresden, gefördert durch
die Stiftung Mercator. MIDEM fragt danach, wie Migration demokratische
Politiken, Institutionen und Kulturen prägt und zugleich von ihnen geprägt
wird. Untersucht werden Formen, Instrumente und Prozesse politischer
Verarbeitung von Migration in demokratischen Gesellschaften – in einzelnen
Ländern und im vergleichenden Blick auf Europa.