Zukunftslabor Agrar präsentiert Prototyp zur variablen und präzisen Aussaat auf der Agritechnica 2023
Vom 12. bis 18. November 2023 werden zur Messe AGRITECHNICA wieder knapp
eine halbe Million Fachbesucherinnen und -besucher in Hannover erwartet.
Das Zukunftslabor Agrar als Mitaussteller ist auf dem Stand des Agrotech
Valley Forums e. V. in Halle 24 (A08) zu finden, wo sie einen Prototyp zur
präzisen Aussaat vorstellt.
Im Zukunftslabor Agrar forschen unter Koordination durch die Universität
Osnabrück das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Niedersachsen, die Georg-August-Universität Göttingen, die Hochschule
Osnabrück, das Julius Kühn-Institut, die Technische Universität
Braunschweig, das Thünen-Institut sowie die Universität Vechta gemeinsam
zur Digitalisierung der Landwirtschaft. Dabei werden Themen wie
Datenhoheit, Nachhaltigkeit und Autonomisierung im Pflanzenbau und in der
Tierhaltung betrachtet. Im Fokus des diesjährigen AGRITECHNICA-Beitrags
steht das Konzept des Spot Farming.
Spot Farming berücksichtigt bei der Bewirtschaftung der Ackerfläche deren
Heterogenität. Dies bedeutet, dass an unterschiedlichen Stellen
unterschiedliche Bedingungen herrschen (Bodeneigenschaften,
Sonneneinstrahlung, Erosionspotenzial), die unterschiedliche Maßnahmen
erfordern. Deshalb wird die Gesamtfläche in kleinere Spots aufgeteilt, die
ähnliche Eigenschaften aufweisen. Auf diesen Spots können dann geeignete
Fruchtarten ausgesät werden. Damit dies wirtschaftlich gelingen kann und
nicht für jede Frucht ein separates Gerät eingesetzt werden muss, wurde
das auf der AGRITECHNICA ausgestellte Einzelkornsäaggregat entwickelt.
Dieser Prototyp kann an einen Feldroboter angeschlossen werden und ist in
der Lage, verschiedene Fruchtarten auf dem Acker auszubringen. Durch seine
Variabilität in den verschiedenen Dimensionen werden auch neue Sämuster
möglich. Phillip Hildner von der TU Braunschweig, der den Prototyp
mitentwickelt hat, erklärt: „Im Vergleich zur klassischen Drillsaat wird
bei neuen Sämustern wie dem Dreiecksverband weniger Saatgut benötigt.
Außerdem steigt die Nährstoffverfügbarkeit pro Korn, sodass auch
Düngemittel eingespart werden kann.“ Dies demonstriert, wie
Digitalisierung einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft
leisten kann und greift damit das Leitthema der AGRITECHNICA 2023 auf:
Green Productivity.
Die Arbeit des Zukunftslabors wird gefördert durch das Niedersächsische
Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit Mitteln aus dem Programm
zukunft.niedersachsen der VolkswagenStiftung.
Informationen zum Zukunftslabor auf der AGRITECHNICA unter:https://www
.agrotech-valley.de/das-zla-au
