Zum Hauptinhalt springen

ifaa-Studie: Geld macht doch glücklich – die marktgerechte Vergütung steht bei den Beschäftigungswünschen hoch im

Pin It

Laut der ifaa-Studie* zu Anreiz- und Vergütungssystemen steht die
marktgerechte Vergütung bei den Beschäftigten weit oben auf der
Wunschliste. „Ganz im Gegensatz zur oft geführten Diskussion, dass bei den
jungen Beschäftigten die Entlohnung nicht mehr so wichtig sei,“
kommentiert Amelia Gahmann, wissenschaftliche Expertin des ifaa die
Ergebnisse. Vor der Vergütung stehen flexible Arbeits(zeit)-Modelle und
ein gutes Verhältnis zur Führungskraft. Die komplette Studie gibt es hier:
www.arbeitswissenschaft.net/verguetungsstudie-2023

Für die Fachkräftesicherung spielen monetäre Anreize weiterhin eine große
Rolle. Sowohl Beschäftigtenbefragungen  als auch die Anreiz- und
Vergütungsstudie des ifaa** bestätigen dies.

Die Metall- und Elektroindustrie kann sich hier mit einem hohen
branchentypischen Entgelt gegenüber anderen Branchen behaupten: Im Jahr
2022 haben Vollzeitbeschäftigte im Durchschnitt über 4.500 € monatlich
verdient – Sonderzahlungen noch nicht miteingerechnet***.
„Durchschnittlich zwei weitere Monatsgehälter kommen oben drauf – diese
setzen sich meist aus sonstigen Bezügen wie Leistungszulagen, Prämien,
Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusammen“, so die Expertin.

Die Studie des ifaa stellt fest, dass variable leistungs- und
erfolgsabhängige Komponenten insbesondere bei Führungskräften verbreitet
sind. Sie machen hier meist 10 bis 20 % des
Grundentgelts aus. Bei Beschäftigten ohne Führungsverantwortung sind
variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich seltener anzutreffen, und
wenn sie vorkommen, dann meist in Form einer Leistungszulage. Dafür
bekommt diese Zielgruppe häufiger fixe Sonderzahlungen wie Weihnachts- und
Urlaubsgeld.

Unternehmen setzen vielfältige Vergütungsbestandteile und Zusatzleistungen
ein, um die Motivation, Bindung und Zufriedenheit der Beschäftigten zu
fördern. Gahmann fasst zusammen: „Unsere Studie verdeutlicht, dass Geld
nicht alles ist – aber ein marktübliches Gehalt doch zu einem attraktiven
Arbeitgeber dazugehört.“

*Insgesamt wurden 604 Unternehmen zu ihren angebotenen monetären und nicht
monetären Zusatzleistungen befragt, wobei 512 Unternehmen aus der Metall-
und Elektroindustrie stammen. Die Online-Befragung erfolgte von März bis
Juni 2023 durch das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.
V. in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektroindustrie Deutschlands.

**Nachzulesen z. B. in der Übersicht des ifaa unter
https://www.arbeitswissenschaft.net/zdf-beschaeftigtenwuensche

***siehe Zahlenheft von Gesamtmetall unter:
https://www.gesamtmetall.de/service/downloads/?download_file
=zahlenheft_2023_din-a6_online