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ISOE-Lecture mit Lisen Schultz vom Stockholm Resilience Centre: "Social ecology for decision-makers"

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Die Erde kommt an ihre Grenzen: Im Anthropozän haben die Menschen die
ökologischen Lebensgrundlagen so grundlegend verändert, dass die
planetaren Belastungsgrenzen mehrerer Erdsysteme erreicht sind. Die
Symptome wie Erderwärmung, Artensterben und Wasserknappheit sind
hinreichend bekannt, doch die notwendige Trendwende im Umgang mit unseren
Lebensgrundlagen bleibt aus. Wie lassen sich Entscheidungsträger*innen für
nachhaltige Lösungen gewinnen? Dieser Frage geht die schwedische
Nachhaltigkeitsforscherin Lisen Schultz in der ISOE-Lecture 2024 nach. Ihr
Vortrag „Bringing ecology to decision-makers – a comparison of approaches“
findet am 8. Februar an der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main
setzt im Wintersemester 2023/24 seine jährliche „ISOE-Lecture“ fort – eine
Veranstaltung, die sich seit 2012 aktuellen Fragen der
Nachhaltigkeitsforschung widmet. Die nächste ISOE-Lecture findet am 8.
Februar um 18:15 Uhr im Casino der Goethe-Universität Frankfurt statt.
Gastrednerin wird die schwedische Wissenschaftlerin Lisen Schultz sein.
Sie ist außerordentliche Professorin an der Universität Stockholm und seit
Juli 2023 stellvertretende Direktorin des renommierten Stockholm
Resilience Centre. In ihrem Vortrag in englischer Sprache rekapituliert
die Nachhaltigkeitsforscherin zunächst die Entwicklung menschlicher
Ressourcenwirtschaft.

Die Menschen haben die ökologischen Lebensgrundlagen des Planten Erde
durch ihre Aktivitäten wie Land- und Forstwirtschaft, Verstädterung,
Energie- und Ressourcenverbrauch grundlegend verändert. Weltweit haben
industrielle Aktivitäten das globale Ökosystem mehr und mehr in ein
Produktionssystem verwandelt, das für bestimmte Dienstleistungen und Waren
wie Kraftstoffe, Nahrungsmittel oder Textilfasern optimiert scheint. Dies
hat viele Jahrzehnte lang durchaus zu mehr Wohlstand und Gesundheit für
viele Menschen geführt. Doch die natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde
wurden über die Maßen strapaziert. Sowohl der Weltklimarat IPCC als auch
der Weltbiodiversitätsrat IPBES fordern deshalb einen grundlegenden
Wandel, doch unklar ist, wie er gelingen kann.

Die Nachhaltigkeitsforscherin Lisen Schultz fragt: Wie finden die für den
Wandel notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnisse ihren Weg in die
Umsetzung? Und wie können Forschungsergebnisse die Entwicklungswege in der
Praxis in Richtung Nachhaltigkeit und Regeneration verschieben? Lisen
Schultz forscht am Stockholm Resilience Centre unter anderem zu Lernen für
Nachhaltigkeit und zur Ko-Produktion von Wissen. In der ISOE-Lecture
stellt sie experimentelle Wege vor, über die einflussreiche Akteure für
nachhaltiges Handeln erreicht werden können. Schultz zeigt Beispiele dafür
auf und erläutert, welche Lehren sich im Umgang mit komplexen sozial-
ökologischen Systemen ziehen lassen.

Über die ISOE-Lecture

Die jeweils im Wintersemester stattfindende Lecture  des ISOE – Institut
für sozial-ökologische Forschung widmet sich aktuellen Fragen der
Nachhaltigkeitsforschung sowie konkreten Beispielen aus Wissenschaft und
Forschung. Die „ISOE-Lecture Nachhaltige Wissenschaft“ möchte insbesondere
Studierenden und jungen Wissenschaftler*innen, aber auch der
interessierten Öffentlichkeit Denkanstöße geben, wie Übergänge in eine
nachhaltige Entwicklung gelingen können und welche Rolle der Hochschule
und der Wissenschaft dabei zukommt.

ISOE-Lecture WS 2023/2024
“Bringing ecology to decision-makers – a comparison of approaches” Lisen
Schultz,
Stellvertretende Direktorin Stockholm Resilience Centre, Schweden

Datum und Uhrzeit: 8. Februar 2024, 18:15 – 19:45 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend. Casino Raum
1.811
Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in
Kooperation mit dem Schwerpunkt Industrie- und Organisationssoziologie,
Umweltsoziologie, FB 03, Goethe-Universität
Mitdiskutieren: #ISOE_Lecture
Hinweis: Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.