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Projekt Mobilities for EU unterstützt sieben europäische Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität

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Innovative und kosteneffiziente Konzepte für die Personenmobilität und den
Güterverkehr, die nach partizipativen und nutzerzentrierten Grundsätzen
entwickelt und umgesetzt werden, stehen im Zentrum des EU-Projekts
MOBILITIES FOR EU, das Ende Januar 2024 sein Kick-off feierte.

Mit MOBILITIES FOR EU wollen 29 Partner aus Europa einen wesentlichen
Beitrag zur Umstellung der Städte auf Klimaneutralität leisten.

Der Europäische Green Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 klimaneutral
zu machen. Städte sind für einen Großteil der Emissionen verantwortlich
und haben daher einen großen Einfluss auf die Erreichung des ehrgeizigen
europäischen Ziels. Ihr Weg zur Klimaneutralität kann Zusatznutzen wie
eine geringere Luft- und Lärmbelastung, eine bessere Gesundheit und ein
höheres Wohlbefinden sowie einen geringeren ökologischen Fußabdruck der
Städte sichern. Im Rahmen der Mission "Klimaneutrale und intelligente
Städte" der Europäischen Kommission haben sich 112 europäische Städte dazu
verpflichtet, die Klimaneutralität schon viel früher zu erreichen: bis
2030. Der Verkehr ist ein Schlüsselaspekt auf diesem Weg, denn er ist der
zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen und macht über 30 % des
gesamten Energieverbrauchs aus.

MOBILITIES FOR EU zeigt innovative Lösungen für die urbane Mobilität auf,
die den Wandel des städtischen Verkehrssektors beschleunigen können und
Elektrifizierung, Automatisierung und Konnektivität als zentrale Themen
zur Erreichung dieses Ziels umfassen. Sieben europäische Städte, von denen
sich die meisten im Rahmen der 112 Mission Cities verpflichtet haben, bis
2030 klimaneutral zu werden, bilden den Kern des Projekts.

Sie sind in Vorreiter- und Replikationsstädte unterteilt:
Zwei Vorreiterstädte, Madrid (Spanien) und Dresden (Deutschland),
demonstrieren die Wirksamkeit von 27 innovativen Mobilitätslösungen in elf
Pilotaktionen. Die 27 Lösungen betreffen Innovationen sowohl bei den
Fahrzeugen, als auch bei der übergreifenden Infrastruktur. Beispiele sind
autonome mittelgroße E-Busse für die Beförderung von etwa 20 Personen oder
die Entwicklung eines dezentralen Datenökosystems für die souveräne
Mobilität zum automatisierten Fahren. Die Demonstration umfasst eine
Entwurfsphase, die Einführung der Lösungen und ihre Bewertung, um ihre
Auswirkungen und ihre Relevanz für eine künftige Ausweitung und
Vervielfältigung zu beurteilen.

Fünf Replikationsstädte - Ioannina (Griechenland), Trenčin (Slowakei),
Espoo (Finnland), Gdansk (Polen) und Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) -
beabsichtigen, die Prozesse der Vorreiterstädte zu replizieren und ihre
eigenen Anpassungen der getesteten Lösungen zu entwickeln.

Die Umsetzung neuer Lösungen für die urbane Mobilität kann nur dann
wirksam sein, wenn sie den Bedürfnissen der Stadtbewohner und anderer
lokaler Akteure entsprechen. Daher werden in allen sieben Projektstädten
Urban Transport Labs (UT-Labs) eingerichtet, die diese Akteure einbeziehen
und eine wichtige Rolle im Projekt spielen. Die Labs sind in alle
Projektphasen eingebunden, insbesondere in die Mitgestaltung von
Pilotaktivitäten und in die Planung von Up-Scaling- und
Replikationsaktivitäten nach der Projektlaufzeit.

Julia Vicente Gómez, Projektkoordinatorin von MOBILITIES FOR EU und
Expertin auf dem Gebiet der urbanen Transformation zur Klimaneutralität,
zeigte sich begeistert von dem Projekt:
"Die große Stärke von MOBILITIES FOR EU ist sein ganzheitlicher Ansatz.
Die Demonstration von 27 innovativen Lösungen für die urbane Mobilität
sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr sowie die
Auseinandersetzung mit dem großen Bereich der Mobilitätsinfrastruktur wird
allen, die im Bereich der elektrischen, automatisierten und vernetzten
Mobilität arbeiten, entscheidende Erkenntnisse liefern. Ein
Schlüsselelement ist für mich die Einrichtung von lokalen Urban Transport
Labs in unseren Projektstädten. Durch die Labs sammeln wir die
unterschiedlichsten Perspektiven über Sektoren und Berufe hinweg.
Letztendlich können wir Klimaneutralität in unseren Städten nur erreichen,
wenn wir zusammenarbeiten, Silos aufbrechen und Innovationen entwickeln,
die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Städte orientieren."

Das Steinbeis-Europa-Zentrum ist für die Kommunikation und Verbreitung der
Projektergebnisse innerhalb der internationalen Fachöffentlichkeit, aber
auch in der breiten Öffentlichkeit verantwortlich.

Das Projekt ist für die nächsten fünf Jahre angesetzt, in denen die
Technologien von einem Projektkonsortium eingesetzt und überwacht werden,
das 29 angesehene Institutionen aus neun europäischen Ländern umfasst und
die verschiedenen Perspektiven von Wissenschaft, Industrie und dem
öffentlichen Sektor abdeckt. MOBILITIES FOR EU wird im Rahmen von Horizon
Europe - dem Forschungs- und Innovationsförderprogramm der Europäischen
Kommission - in Zusammenarbeit mit den beiden europäischen Partnerschaften
CCAM und 2ZERO finanziert.