Start-ups haben bei Big Data die Nase vorne“
Die digitale Transformation ist von zentraler Bedeutung für den deutschen
Wirtschaftsstandort. Insbesondere junge Unternehmen können dazu beitragen,
Deutschland innovativer zu machen. Hanna Hottenrott, Leiterin des
Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ am ZEW
Mannheim und Professorin an der Technischen Universität München, erklärt
dazu:
„Bei der Analyse von Big Data und der Nutzung digitaler Technologien haben
Start-ups die Nase vorne. Sie sind in der Regel flexibler, risikobereiter
und innovativer als etablierte Unternehmen. Zudem haben sie entscheidende
Vorteile, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und
erfolgreich auf den Markt zu bringen. Wenn Start-ups die Möglichkeiten von
Big Data nutzen, erhöhen sie langfristig ihre Überlebens- und
Erfolgschancen.
Unsere Forschungsergebnisse zeigen aber auch: Der Einsatz von Big Data
birgt Risiken. Die Kompetenzanforderungen an neue Mitarbeitende führen zu
deutlich höheren Personalkosten. Die Einführung von Big Data in
Unternehmen kann scheitern und damit das gesamte Geschäftsmodell
gefährden. Der Aufwand für den Aufbau effizienter Unternehmensstrukturen
zur Nutzung neuer digitaler Technologien kann sich negativ auf die Umsatz-
und Ertragssicherheit auswirken und die Stabilität von Start-ups
insbesondere kurz- und mittelfristig gefährden.“
