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Wie wirken sich vegane und vegetarische Kost auf die Gesundheit aus?

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Größte Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum
beginnt

Startschuss für die größte Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im
deutschsprachigen Raum: Am 9. April 2024 begrüßt Silvia Bender,
Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
(BMEL), gemeinsam mit Professor Andreas Hensel, Präsident des
Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), im Beisein der Studienleitungen
vom BfR und Max Rubner-Institut (MRI) den ersten Probanden der COPLANT-
Studie im Studienzentrum Berlin-Charlottenburg. „Wir wollen erforschen,
wie sich pflanzenbasierte Ernährungsweisen auf die Gesundheit auswirken
und Datenlücken schließen“, sagt Professor Andreas Hensel. „Ergebnisse
früherer Studien sind nur bedingt auf heutige Ernährungsgewohnheiten
übertragbar. Beispielsweise stieg das Angebot von hochverarbeiteten,
zucker-, fett- und salzreichen veganen Lebensmitteln in den letzten Jahren
deutlich an“, ergänzt Professorin Tanja Schwerdtle, Vizepräsidentin des
BfR.

COPLANT steht für COhort on PLANT-based Diets (auf Deutsch: Kohortenstudie
zu pflanzenbasierten Ernährungsweisen) – ein Kooperationsprojekt des BfR,
des MRI, des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) und
der Universitäten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien. Unterstützt
wird das Projekt vom BMEL. Für das Thema Nachhaltigkeit beteiligt sich das
Thünen-Institut. Gemeinsam mit den Partnern sucht das BfR rund 6.000
Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren, die sich beteiligen möchten. „Mit
der Ernährungsstrategie der Bundesregierung wollen wir gutes Essen in
Deutschland für alle leichter machen und eine pflanzenbetonte Ernährung
stärken. Das heißt für mich: vielseitig und ausgewogen, mit einem hohen
Anteil saisonal-regionalem Gemüse und Obst, ballaststoffreichen
Getreideprodukten und Hülsenfrüchten sowie Nüssen. Jeder Mensch soll die
Möglichkeit haben, sich gut, also gesund und nachhaltig, zu ernähren – und
eben auch vegetarisch oder vegan, wenn sie oder er das will”, sagte
Staatssekretärin Silvia Bender.  “Dazu brauchen wir mehr aussagekräftige
Daten zu den gesundheitlichen, ökologischen, sozialen und ökomischen
Vorteilen oder möglichen Risiken pflanzenbasierter Ernährung. Die COPLANT-
Studie soll diese Lücken schließen. Ich bin sehr gespannt auf die
Ergebnisse und danke dem Bundesinstitut für Risikobewertung für diese
wichtige Initiative.”

Das Interesse an veganer und vegetarischer Ernährung wächst – insbesondere
unter Jüngeren. Es gibt jedoch bislang kaum wissenschaftlich belastbare
Daten zu den Auswirkungen heutiger pflanzenbasierter Ernährungsweisen auf
den Körper. Die COPLANT-Studie soll Datenlücken schließen und
wissenschaftlich basierte Ernährungsempfehlungen für eine gesunde und
zugleich nachhaltige Lebensweise ermöglichen. Gegenstand der COPLANT-
Studie bilden vegane (keine tierischen Produkte), vegetarische (kein
Fleisch und Fisch, aber Milchprodukte und Eier), pescetarische (kein
Fleisch, aber Fisch) und omnivore (Mischkost einschließlich aller
möglichen tierischen Produkte) Ernährungsweisen.

Was wird untersucht?

Untersucht wird unter anderem, wie sich die einzelnen Ernährungsweisen auf
die Körperzusammensetzung und die Knochengesundheit auswirken.
Unterscheiden sich die pflanzenbasierten Ernährungsweisen von einer
Mischkost bei der Aufnahme von unerwünschten Stoffen? Welche Vitamine und
Mineralstoffe werden ausreichend aufgenommen und welche kommen zu kurz?
Was passiert im Stoffwechsel, wenn vollständig auf tierische Lebensmittel
verzichtet wird? Außerdem möchten die Forscherinnen und Forscher
herausfinden, mit welchen ökologischen, sozialen und ökonomischen
Auswirkungen die Ernährungsweisen verbunden und wie nachhaltig diese
insgesamt sind.

Datenerhebung per App

Die Ernährung wird von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern detailliert
mit einer speziell für die Studie angepassten App an verschiedenen Tagen
registriert. Anders als in bisherigen Studien kann hierbei auch der
Verzehr von neuartigen veganen und vegetarischen Lebensmitteln umfassend
ermittelt werden. Zudem wird durch die Untersuchung von Biomarkern in Blut
und Urin festgestellt, ob die jeweilige Ernährungsweise mit einer
unterschiedlichen Aufnahme von Verunreinigungen (Kontaminanten) wie
Schwermetallen, Schimmelpilzgiften oder anderen unerwünschten Stoffen
einhergeht. Die Abgabe einer Stuhlprobe ermöglicht es, Zusammenhänge
zwischen den verschiedenen Ernährungsweisen und den Darmbakterien zu
erfassen.

Mitmachen!

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ist wichtig für den Erfolg der
Studie. Denn je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die
Ergebnisse. Wer teilnimmt, leistet also einen wichtigen Beitrag für die
Forschung auf dem Gebiet der pflanzenbasierten Ernährung. Zudem erhält man
Informationen zum eigenen Gesundheitszustand, zum Beispiel durch die
Messung der Handgreifkraft. Diese gibt Auskunft über die Muskelkraft und
das physische Leistungsvermögen. Untersuchungen der Körperzusammensetzung
zeigen, wie hoch der Muskel- und Fettanteil ist und ein Ultraschall an der
Ferse liefert Informationen zur Knochengesundheit. Zudem erstellt das
Studienteam ein großes Blutbild und misst Blutzucker und Blutfette. Alle
Informationen zur Teilnahme gibt es unter www.coplant-studie.de.

Weitere Informationen zur COPLANT-Studie

Informationen zur Studienteilnahme
https://www.coplant-studie.de/de/studienteilnahme-308316.html

Fragen und Antworten zur COPLANT-Studie
https://www.coplant-studie.de/de/faq-308317.html

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ist wichtig für den Erfolg der
Studie. Denn je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die
Ergebnisse. Wer teilnimmt, leistet also einen wichtigen Beitrag für die
Forschung auf dem Gebiet der pflanzenbasierten Ernäh-rung. Zudem erhält
man Informationen zum eigenen Gesundheitszustand, zum Beispiel durch die
Messung der Handgreifkraft. Diese gibt Auskunft über die Muskelkraft und
das physische Leistungsvermögen. Untersuchungen der Körperzusammensetzung
zeigen, wie hoch der Muskel- und Fettanteil ist und ein Ultraschall an der
Ferse liefert Informationen zur Knochengesundheit. Zudem erstellt das
Studienteam ein großes Blutbild und misst Blutzu-cker und Blutfette. Alle
Informationen zur Teilnahme gibt es unter www.coplant-studie.de.