Dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Diesen Monat startet an der Hochschule Heilbronn das Projekt
„ProfiPlus@HHN“. Es hat
das Ziel, internationale Akademiker*innen fit für den deutschen
Arbeitsmarkt zu machen.
• Ausgeschrieben wurde das Förderprojekt vom Deutschen Akademischen
Austauschdienst,
kurz DAAD.
• Die Hochschule Heilbronn gewann die Förderung als einzige Hochschule für
Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Heilbronn, April 2024. Bald geht’s los: Die Hochschule Heilbronn (HHN)
geht mit dem neuen Förderprojekt „ProfiPlus@HHN“ neue Wege im Kampf gegen
den Fachkräftemangel – insbesondere im technischen Bereich. Es sollen ab
April Unterstützungs- und Betreuungsstrukturen geschaffen und ausgebaut
werden, um den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Akademiker*innen für
ein globales Arbeitsumfeld zu decken.
Ausgeschrieben wurde das Projekt vom Deutschen Akademischen
Austauschdienst (DAAD) unter dem Namen „Profi plus“. Als einzige
Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg konnte die
HHN mit ihrem Vorhaben gegen den Fachkräftemangel überzeugen und erhält
eine Fördersumme von 700.000 Euro.
„Wir sind sehr stolz darauf, zumal nur 25 Hochschulen in ganz Deutschland
und wir als die einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-
Württemberg den Zuschlag bekommen haben“, sagt Professor Ansgar Meroth,
der als Auslandsbeauftragter der Fakultät Technik das Projekt leiten wird.
Involviert werden die über 220 ausländischen Partnerhochschulen der HHN.
Ziel ist es, die Absolvent*innen bereits im Heimatland auf eine Tätigkeit
in Deutschland vorzubereiten und ihnen in Zusammenarbeit mit dem Welcome
Center der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und anderen regionalen
Institutionen eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt
zu ermöglichen. Verschiedene Szenarien sind in den Fakultäten Informatik
und Technik dabei vorgesehen: Eine direkte Ansprache von Studierenden im
letzten Studienjahr an den Partnerhochschulen sowie die Entwicklung eines
Qualifizierungssemesters mit Zertifikat. Teilnehmende werden hierbei an
der HHN gezielt geschult und auf fachbezogene Anforderungen des deutschen
Arbeitsmarkts vorbereitet. Sie haben dabei die Möglichkeit, mit
Partnerfirmen der HHN in Kontakt zu treten und sich für einen beruflichen
Direkteinstieg oder einem „Studium mit vertiefter Praxis“ zu entscheiden.
Dabei handelt es sich um ein Studienmodell der HHN, in dem Studierende
klassisch in Vollzeit studieren und bei einem Partnerunternehmen
Praxiserfahrung sammeln – dieses Modell wird vergütet.
Für ausländische Absolvent*innen, die einen Direkteinstieg ins Berufsleben
wählen, werden die Inhalte des Qualifizierungssemesters berufsbegleitend
angeboten. Zudem sollen Abschlüsse und Studienleistungen aus dem Ausland
fakultätsübergreifend an der HHN anerkannt werden, damit ein Einstieg in
den Beruf oder ins weiterführende Studium problemlos erfolgen kann. Als
besonderes Extra sind im Budget auch interkulturelle Schulungen für
Firmenvertreter*innen, insbesondere aus mittelständischen Unternehmen,
vorgesehen. In Workshops und auf Firmentagungen sollen nämlich auch die
Firmen auf die Besonderheiten beim Recruiting ausländischer Fachkräfte
geschult werden.
Das Projekt ProfiPlus@HHN ist ein wichtiger Schritt, um internationale
Absolvent*innen bestmöglich auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten.
Die Hochschule möchte damit aktiv einen Beitrag leisten, um dem
bestehenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzusteuern. Die Projektlaufzeit
beträgt viereinhalb Jahre.
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Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 8.000 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der
größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und
Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim,
Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60
zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch
berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere
Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der
Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt.
