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Universitätsmedizin Mainz baut robotische Chirurgie weiter aus

Professor Peter Grimminger und sein Team haben erfolgreich eine Pionierleistung vollbracht: die europaweit erste roboter-assistierte allgemeinchirurgische OP mit dem neu in Europa zugelassenen da Vinci-SP-System.  Thomas Böhm  Universitätsmedizin Mainz /
Professor Peter Grimminger und sein Team haben erfolgreich eine Pionierleistung vollbracht: die europaweit erste roboter-assistierte allgemeinchirurgische OP mit dem neu in Europa zugelassenen da Vinci-SP-System. Thomas Böhm Universitätsmedizin Mainz /
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Professor Peter Grimminger und sein Team haben erfolgreich eine Pionierleistung vollbracht: die europaweit erste roboter-assistierte allgemeinchirurgische OP mit dem neu in Europa zugelassenen da Vinci-SP-System.  Thomas Böhm  Universitätsmedizin Mainz /
Professor Peter Grimminger und sein Team haben erfolgreich eine Pionierleistung vollbracht: die europaweit erste roboter-assistierte allgemeinchirurgische OP mit dem neu in Europa zugelassenen da Vinci-SP-System. Thomas Böhm Universitätsmedizin Mainz /

Modernstes da Vinci Single-Port (SP)-Roboterchirurgiesystem für minimal-
invasive Operationen erweitert Indikationsspektrum in der Allgemein-,
Viszeral- und Transplantationschirurgie

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der
Universitätsmedizin Mainz (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang) ist
deutschlandweit die erste Uniklinik, die über ein da Vinci Single-Port
(SP)-System verfügt. Mit diesem revolutionierten roboter-assistierten
Operationssystem ist es der Universitätsmedizin Mainz möglich, ihr
Behandlungsspektrum für minimal-invasive Operationen zu erweitern. Denn
auch Patient:innen mit Erkrankungen beispielsweise des Magens, der
Speiseröhre oder der Leber und des Pankreas kann sie diese schonendere OP-
Methode anbieten. Durch den Einsatz des Systems sind noch kleinere
operative Zugangswege möglich, wodurch sich die körperlichen Belastungen
für die Patient:innen reduzieren. Parallel zum Ausbau ihrer robotischen
Medizintechnik stärkt die Universitätsmedizin Mainz ihre Position als
Zentrum für robotische Chirurgie durch die Einrichtung einer speziell
hierauf ausgerichteten W2-Professur. Diese wurde mit Univ.-Prof. Dr. Peter
Grimminger, einem ausgewiesenen und international angesehenen Experten für
viszeralchirurgische Roboterchirurgie, besetzt.

„Mit der neu eingerichteten W2-Professur für robotische Chirurgie
entwickelt sich die Universitätsmedizin Mainz auch in diesem Bereich der
universitären Spitzenmedizin weiter. Und ich freue mich sehr, dass unser
Ausbau der zukunftsträchtigen robotischen Chirurgie mit einer
Pionierleistung startet: Wir sind die erste Klinik in Deutschland, die das
hochmoderne, erst in diesem Jahr für Europa zugelassene da Vinci Single-
Port (SP)-Operationssystem im Bereich der Allgemein-, Viszeral- und
Transplantationschirurgie einsetzt. Mittels dieser Innovation können wir
unser Indikationsspektrum insbesondere bei Tumoren des Magens, der
Speiseröhre und der Leber erweitern“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Ralf
Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der
Universitätsmedizin Mainz. Und ergänzt: „Weiteres Einsatzgebiet wird die
Urologie sein. Hier arbeiten wir bereits sehr erfolgreich mit den
bisherigen Modellen des da Vinci-OP-Roboters. Den noch vielfältiger
einsetzbaren da Vinci-SP wollen wir perspektivisch darüber hinaus auch für
komplexe Eingriffe bei unseren HNO-Patientinnen und HNO-Patienten nutzen.“

Univ.-Prof. Dr. Peter Grimminger, Professor für robotische Chirurgie und
geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und
Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz, betont: „Ich bin
stolz und freue mich sehr, dass ich gleich zu Beginn meiner Professur mit
einem Highlight starten kann: Deutschlands erste allgemeinchirurgische
Operation mit dem da Vinci SP-Operationsroboter. Seit vielen Jahren bin
ich bereits an der Weiterentwicklung von Operationen mit Prototypen dieses
Single-Port-Systems beteiligt. Dieses nun auch für Europa zertifizierte
System verfügt über eine revolutionäre Technik, die neuartige Zugangswege
eröffnet. Es ist für mehr Krankheitsbilder therapeutisch anwendbar, macht
roboter-assistierte Eingriffe noch schonender bzw. zum Teil überhaupt erst
möglich und kann zu einer noch schnelleren und schmerzfreieren Genesung
führen.“

Für eine optimierte chirurgische Präzision kombiniert das da Vinci SP-
System roboter-assistierte Technologie samt fortschrittlicher
Steuerungstechnik mit einer hochauflösenden 3D-Bildgebung, die das
Operationsfeld stark vergrößert und klar anzeigt. Zu den verwendeten
Instrumenten zählen unter anderem eine miniaturisierte Kamera und
vollständig abwinkelbare Instrumente, wie beispielsweise Scheren und
Fasszangen. Sie wurden speziell für präzises Präparieren und
Rekonstruktionen tief im Körperinneren entwickelt. Das neueste Modell der
da Vinci-Operationsroboter verfügt über nur einen OP-Arm. Weitere
Bestandteile des da Vinci SP-Systems sind drei mehrgelenkige Instrumente
sowie eine HD-Kamera mit umfassender Gelenkbeweglichkeit. Im Gegensatz zu
den Vorgängermodellen erfolgt der minimal-invasive Zugang zum
Operationsbereich über einen sogenannten „Single-Port“ – also nur über
einen einzigen Schnitt statt wie bislang über vier. Durch diesen einen
Zugang, den sogenannten Trokar, werden die Instrumente und die Kamera
genau um die Zielanatomie eingeführt. Die operierende Person steuert die
voll beweglichen, minimal-invasiven Instrumente manuell von einer Konsole
aus. Der Roboter setzt diese „Weganweisungen“ zittergefiltert um. Dabei
hat er gegenüber dem nicht roboter-assistierten, direkt operierenden
Menschen den Vorteil, dass sich die Instrumente beweglicher, flexibler und
freier auch durch enge OP-Bereiche navigieren lassen.