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Tatkräftige Unterstützung für den Umsonstladen „Die Teilerei“

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Frankfurt UAS finanziert studentische Hilfskraft für nachhaltiges Projekt

Kostenlos einen neuen Topf für den nächsten Kochabend finden oder den
alten Pullover unkompliziert in andere Hände geben? Das ermöglicht der
ehrenamtlich geführte Umsonstladen „Die Teilerei“, der am 13. April 2024
in Frankfurt eröffnet wird. Unterstützt wird das Team um die
Initiator*innen Finn Volpert und Judith Busse dabei auch von der Frankfurt
University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Die Hochschule finanziert
für ein halbes Jahr eine studentische Hilfskraft im Projekt. Prof. Dr.
Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und
Internationalisierung an der Frankfurt UAS, sieht „Die Teilerei“ als
Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: „Die Stadtgesellschaft wird dazu
eingeladen, Ressourcen und Wissen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu
teilen. Zudem ist das Projekt nicht nur ökologisch, sondern auch sozial
nachhaltig.“

Die Kooperation ist über Prof. Dr. Erika Graf, Nachhaltigkeitsexpertin und
Professorin im Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt UAS,
entstanden. Sie unterstützt als Mitglied im Expertboard des Zero Waste
Labs, der Entwicklungsplattform für nachhaltige Ideen der FES Frankfurter
Entsorgungs- und Service GmbH, und begleitet dort Projekte weiter, bei
denen mögliche Anknüpfungspunkte für die Forschung und studentische
Initiativen bestehen. „Manche Konzepte lassen sich einfacher realisieren,
während andere komplexer sind und eine ökonomische Analyse sowie
Unterstützer*innen erfordern. Dennoch sind alle Schritte auf dem Weg zur
Zero-Waste-Stadt bedeutend. Dabei bieten sich bisweilen Möglichkeiten für
wissenschaftliche Untersuchungen und die Einbindung von Studierenden“, so
die Ansprechpartnerin für das Projekt an der Frankfurt UAS. Der
Umsonstladen der „Teilerei“, der bereits im Rahmen vom Zero Waste Lab von
mehreren Akteur*innen unterstützt wird, böte diese Anknüpfungspunkte. So
soll im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Frankfurt UAS auch noch eine
ökonomische Analyse des Projekts durchgeführt werden.

Vom Erfolg des Angebots ist Ideengeber Finn Volpert überzeugt: "Dass
manche Menschen so viel haben, dass sie noch brauchbare Sachen wegwerfen
oder zum Verschenken auf die Straße stellen, und sich andere wiederum so
wenig leisten können, schreit geradezu danach, unser Miteinander anders zu
organisieren. Und von uns organisierte Umsonst-Flohmärkte haben bereits
gezeigt, dass Menschen von unserer Idee des Teilens begeistert sind.“
Bürger*innen können in den Räumen der Triftstraße 34 zu den Öffnungszeiten
nicht mehr gebrauchte Gegenstände aus ihrem Haushalt abgeben. Das
Projektteam überprüft ihre Funktionalität, anschließend sind sie für
Interessierte frei zugänglich zum Mitnehmen. Dazu gibt es einen kleinen
Aufenthaltsbereich. Marla Schuster, Studierende der Stadtplanung an der
Frankfurt UAS, wird das Team bei der Betreuung des Ladens und weiteren
Aktivitäten wie Veranstaltungen unterstützen.

Finanziert wird ihre Tätigkeit von April bis einschließlich September über
das Programm “VisibleN“ der Frankfurt UAS. Mit „VisibleN“ werden
öffentlichkeitswirksame Projekte unterstützt, die Nachhaltigkeit sichtbar
machen. Marina Ringwald, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit, sieht
noch einen weiteren positiven Effekt der Förderung: „Die Hochschule möchte
Botschafter*innen der Nachhaltigkeit ins Berufsleben entlassen. Mit solch
einem Projekt werden nicht nur fachliche Kompetenzen trainiert, sondern
eben auch die persönliche Weiterentwicklung und der nachhaltige Umgang mit
Ressourcen. Studierende übernehmen hier eine besondere Verantwortung.“