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Wissenschaftler*innen tauschen sich an der TH Lübeck über nachhaltige Wasserbewirtschaftung aus

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Vom 18.-20. April 2024 waren Expert*innen aus der Wasserforschung an der
TH Lübeck für einen Workshop der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu Gast.
Ziel der Veranstaltung ist der Austausch und die Entwicklung längfristiger
Forschungskooperationen zwischen jordanischen und deutschen
Wissenschaftler*innen in der Wasserforschung.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit der Initiative
„Unterstützung der Internationalisierung von Forschung an Hochschulen für
Angewandte Wissenschaften (UDIF-HAW)“ HAWs, die sich für internationale
Forschungskooperationen interessieren oder diese ausbauen möchten. In
verschiedenen Veranstaltungsformaten tauschen sich Forschende deutscher
HAWs mit internationalen Forscher*innen aus verschiedenen Zielländern aus,
mit dem Ziel Forschungspartnerschaften zu bilden. In diesem Rahmen fand
vom 18.-20. April 2024 an der Technischen Hochschule Lübeck bereits der
zweite DFG Workshop zum Thema nachhaltiger Wasserbewirtschaftung in
Zusammenarbeit mit Jordanien statt.

Die Präsidentin der TH Lübeck, Dr. Muriel Helbig, eröffnete die
Veranstaltung: „Es ist großartig, dass dieser Austausch stattfindet. Im
Hinblick auf die zahlreichen Krisen und Kriege, die in diesem Moment die
Welt erschüttern, ist es umso wichtiger, dass die internationale
Wissenschaftsgemeinschaft zusammenarbeitet und voneinander lernen kann.
Die Ressourcen sind knapp und werden gerade in wärmeren Regionen der Erde
noch knapper. Wasserforschung international zu betreiben und die Stärken
der jordanischen Universitäten und deutschen Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften zu nutzen, ist genau der richtige Ansatz.“

Wasserbewirtschaftung: Strategien für eine nachhaltige Zukunft

In der DFG Veranstaltungsreihe „Water nexus research – challenges and
strategies for a sustainable future“ (Wasser-Nexus-Forschung -
Herausforderungen und Strategien für eine nachhaltige Zukunft) kamen am
15. Februar 2022 erstmals rund 70 Forschende deutscher HAWs und
jordanischer Hochschulen zu einem Austausch ihrer Forschungsschwerpunkte
und –ideen zusammen. Dr. Christoph Külls, Professor für Hydrologie und
Internationale Wasserwirtschaft vertrat dabei die Technische Hochschule
Lübeck. Er erläuterte den ganzheitlichen Ansatz von „Water Nexus
Research“.

Alles ist miteinander verbunden: der Nexus-Ansatz

Nexus ist ein lateinisches Wort und bedeutet Verbindung/Gefüge. Der Nexus-
Ansatz ist neben der Integration von sozioökonomischen Aspekten eines der
zentralen Leitbilder des integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM).
Der Ansatz berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen den eng
verbundenen Sektoren Wasserwirtschaft, Energie- und
Nahrungsmittelerzeugung. Das heißt, dass im Hinblick auf
Ressourcenknappheit, die Bewirtschaftung der Ressourcen Wasser, Energie,
Land gemeinsam betrachtet werden, um eine nachhaltige Sicherung der
Grundversorgung zu erreichen.

Gemeinsame Wasserforschung

Der zweite DFG Workshop vertiefte die Vernetzung der jordanischen und
deutschen Wissenschaftler*innen nach einer Delegationsreise in Jordanien
weiter. Über zwei Tage hinweg vernetzten sich die internationalen
Expert*innen an der TH Lübeck, gaben sich gegenseitig Einblicke in ihre
Forschungstätigkeiten und analysierten, welche Faktoren zu einer
erfolgreichen Forschungskooperation zwischen Jordanien und Deutschland
beitragen können.