Zum Hauptinhalt springen

Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL) weiterführen!

weitergeführt werden  Darko Stojanovic  pixabay.de
weitergeführt werden Darko Stojanovic pixabay.de
Pin It
weitergeführt werden  Darko Stojanovic  pixabay.de
weitergeführt werden Darko Stojanovic pixabay.de

Kürzlich wurde bekannt, dass das Ärztliche Zentrum für Qualität in der
Medizin (ÄZQ) zum Ende des Jahres aufgelöst wird. Zum Arbeitsfeld des ÄZQ
gehört bisher auch die Erstellung der fachübergreifenden Nationalen
VersorgungsLeitlinien (NVL). Die Deutsche Gesellschaft für
Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) setzt sich für die
Weiterführung dieser Arbeit ein.

Mitte April haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und
Bundesärztekammer (BÄK) mitgeteilt, dass sie das ÄZQ zum Ende 2024
auflösen werden. Das ÄZQ wurde 1995 gegründet, um eine
interessensunabhängige Qualitätssicherung in der Medizin einzuführen und
die Versorgung stärker evidenzbasiert auszurichten. Vor diesem Hintergrund
hat das ÄZQ seitdem zahlreiche breit angelegte und fachübergreifende NVL
erstellt, die heute aus der medizinischen Versorgung nicht mehr
wegzudenken sind.

Auch die DEGAM ist beteiligt: „Unsere Fachgesellschaft investiert seit
Jahren viel in die Erstellung und Entwicklung der NVL“, kommentiert Prof.
Martin Scherer, Präsident der DEGAM. „Wir brauchen die NVL auch weiterhin,
um die medizinische Versorgung in Deutschland qualitativ hochwertig und
evidenzbasiert auszurichten. Zu diesem Commitment stehen wir. Zur
Fortführung des NVL-Programms steht die DEGAM jetzt und in Zukunft zur
Verfügung.“

Konkret beteiligt sich die DEGAM seit vielen Jahren über ihre Sektion
Leitlinien und Qualitätsförderung (SLQ) am NVL-Programm: Die SLQ entsendet
für alle NVL-Vorhaben Expertinnen und Experten aus der hausärztlichen
Praxis. „Die DEGAM ist die einzige Fachgesellschaft, die an allen NVL
mitarbeitet. So wird die Perspektive der Allgemeinmedizin im Zusammenspiel
mit der fachspezialistischen Versorgung abgebildet – und eine
Ausgewogenheit der verschiedenen Perspektiven gewährleistet“, ergänzen die
Sektionssprecherinnen Dr. Jeannine Schübel und Dr. Karen Voigt.